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    Fühlt sich um "Rocky" betrogen: Action-Star Sylvester Stallone ist stinksauer
    Von Dennis Meischen — 27.07.2019 um 18:00
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    Sylvester Stallone hat sein langes Schweigen gebrochen und seinen Unmut darüber kundgetan, als Erfinder von Rocky Balboa keine Eigentümerschaft am Franchise zu besitzen. Außerdem spricht er über seinen dramatischen Hollywood-Absturz.

    Chartoff-Winkler productions

    Der Boxfilm-Klassiker „Rocky“ bedeutete 1976 den großen und durchaus unerwarteten Durchbruch für den damals noch unbekannten Sylvester Stallone, der nicht zuletzt auch mit dem „Rocky“-Franchise bis heute viele Millionen Dollar verdient hat. Dabei müsste es eigentlich noch viel mehr sein, wie Hauptdarsteller, Regisseur, Produzent und Produzent der Reihe sowie Erfinder von Rocky Balboa nun in einem Interview mit Variety kundtat

    Sylvester Stallone fühlt sich betrogen

    Stallone hat sein jahrelanges Schweigen gebrochen und nun kein Blatt vor den Mund genommen, als er über die große Ungerechtigkeit sprach, die ihm in Hollywood widerfuhr. Ihn habe es schon immer gestört, als Erfinder weder die Figur Rocky Balboa noch die Filmreihe auch nur anteilig zu besitzen. Gerade im Hinblick auf seine Kinder und deren Zukunft hätte er aus den „Rocky“-Filmen und seinen Ideen gerne mehr Geld gezogen: „Rocky gehört mir kein kleines bisschen. Jedes Wort, jede Silbe, jeder grammatikalische Fehler kam von mir.“ Als es hieß, dass es keinen Grund zur Aufregung gebe, da er seine abgemachte Bezahlung immerhin erhalten habe, begann das Dilemma. „Ich war außer mir.“

    Stallone findet, als junger Mann und über all die Jahre von den Produzenten übers Ohr gehauen worden zu sein, macht gleichzeitig aber auch seine eigene Naivität dafür mitverantwortlich. Immerhin unterzeichnete er einen Vertrag, in dem er nicht allzu gut dastand und hat diesen später auch nicht mehr angefochten - aus Angst, es sich mit den wichtigen Leuten in Hollywood zu verscherzen.

    Die Produzenten hatten sich anfangs geweigert, den unbekannten Stallone die Hauptrolle spielen zu lassen, der daraufhin drohte, sein Drehbuch nicht zu verkaufen. Letztendlich kam es jedoch anders: Stallone übernahm den Part, mit seiner Gage sowie seiner Gewinnbeteiligung war die Geschichte für die Produzenten dann allerdings auch erledigt. 

    Produzent widerspricht vehement

    Tatsächlich wurde der damals in ärmlichen Verhältnissen lebende Stallone durch den aufopfernden Boxkampf von Chuck Wepner gegen den übermächtigen Muhammad Ali zu „Rocky“ inspirieren lassen. Sein in dreieinhalb Tagen geschriebenes Drehbuch wurde von Irwin Winkler nach zahlreichen Absagen allerdings noch einmal stark überarbeitet. Und auch auf die wirtschaftliche Debatte, die den Film umgibt, hat Winkler eine andere Sicht.

    Der ist nämlich - wie auch viele andere, die mit dem „Rocky“-Franchise in Verbindung stehen - über Stallones Aussage überrascht. Stallone habe mit Gagen, Gewinnbeteiligungen und Zusatzzahlungen bei jedem der acht „Rocky“-Projekte enorm gut verdient, und das bis heute. Allein für die beiden Spin-offs „Creed“ und „Creed II“ habe er mehr als 20 Millionen Dollar bekommen.

    Aufstieg und Abstieg des Sylvester Stallone

    Ganz unberechtigt sind Winklers Einwände sicher nicht, auch wenn er das Thema Eigentumsrecht dabei bewusst nicht anspricht. Der überraschende Kassenschlager „Rocky“ wurde 1976 für 10 Oscars nominiert - unter anderem in den Kategorien Bester Hauptdarsteller und Bestes Drehbuch - und machte aus dem unbekannten Stallone praktisch über Nacht einen Weltstar, der plötzlich Millionengagen erhielt.

    Er war von nun an Rocky Balboa, doch die Assoziation mit dem Underdog-Boxer hatte für Stallone nicht nur positive Folgen. Nachdem mit „Rocky V“ der erste große Flop der Reihe folgte, hatte es Stallone 15 Jahre lang urplötzlich wieder schwer in Hollywood. Sowohl seine Agentur als auch sein Manager kehrten ihm den Rücken, sodass nach dem kometenhaften Aufstieg ein tiefer Fall in die Bedeutungslosigkeit folgte.

    MGM
    Stallones großes Comeback in "Rocky Balboa"

    Stallone war weg vom Fenster, fühlte sich „wie ein Dodo oder ein tasmanischer Tiger“, wie er sagt. Ausgestorben und vergessen. Erst der von ihm geschriebene und inszenierte „Rocky Balboa“, in dem er 30 Jahre nach dem ersten Film noch einmal in die legendäre Titelrolle schlüpfte, holte ihn 2006 wieder aus der Versenkung. Im Alter ist Stallone allerdings wieder voll auf Kurs: Neben der „Rocky“-Reihe belebte er außerdem auch „Rambo“ erfolgtreich wieder (Teil 5 kommt am 19. September 2019 in die Kinos), außerdem arbeitete er derzeit auch an „The Expendables 4“. 

    So geht es mit Rocky Balboa weiter

    Die düsteren Tage sind für Stallone also (wieder) vorbei. Nach dem Erfolg von „Creed II“ befindet sich so derzeit noch ein weiterer „Rocky“-Film in der Mache, in welchem sich der Boxer mit einem jungen, illegal eingewanderten Straßenkämpfer anfreundet - ein Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung US-Präsident Trump und dessen Politik. Ebenso im Gespräch ist außerdem eine „Rocky“-Prequelserie, die auf einem Streaming-Dienst erscheinen soll - Produzent Winkler sieht Rocky Balboa allerdings ausschließlich im Kino.

    Auch wenn Stallone die Figur Rocky Balboa nicht besitzt, scheint es wahrscheinlich, dass ihm auch diese beiden Projekte viel Geld einbringen dürften. Möglicherweise hilft das ein wenig, mit der jahrelangen Wut über die Zurückweisung der Produzenten besser klarzukommen. Denn eines steht wohl fest: Mit 73 ist der Action-Star so gefragt wie ihn seinen besten Tagen.

     Mit "Creed II": Unser Ranking der gesamten "Rocky"-Reihe

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    Kommentare
    • Kai Neck (Haehnchen)
      Zitat: Stallone war weg vom Fenster, fühlte sich „wie ein Dodo oder ein tasmanischer Tiger“, wie er sagt. Ausgestorben und vergessen. Erst der von ihm geschriebene und inszenierte „Rocky Balboa“, in dem er 30 Jahre nach dem ersten Film noch einmal in die legendäre Titelrolle schlüpfte, holte ihn 2006 wieder aus der Versenkung.Uff was für ein Scheiß...weg vom Fenster... Versenkung... bitte wie?1993: Cliffhanger – Nur die Starken überleben (Cliffhanger)1993: Demolition Man1994: The Specialist1995: Judge Dredd1995: Assassins – Die Killer (Assassins)1996: Daylight1997: The Good Life1997: Cop Land (!!!!!!! Grandios!)Alles Filme direkt nach Rocky 5. Nach dem er angeblich so Weg vom Fenster war... zum Teil sehr sehr erfolgreiche Filme dabei mit FETTEN Gagen und mit Cop Land einen Klasse Film mit einem Schauspiel Stallones das noch einmal bewies das er durchaus ein riesen Schauspieler ist wenn alles stimmt.Danach muss man aber zugeben das die Filme weniger wurden, und auch weniger erfolgreich... aber keine 9 Jahre nach Cop Land gings doch wieder richtig los mit Rambo und rocky.Und 8-9 Jahre in dem Business mal nicht ganz oben stehen... da braucht man echt nicht von Versenkung reden...Das Wort Versenkung würde ich eher zb mal auf Edward Norton anwenden mittlerweile... Man was ist das für ein großartiger Schauspieler, aber bei dem geht seit 10 Jahren nichts nennenswertes mehr. Der kriegt nur noch Nebenrollen... und oft genug sogar nur sehr kleine die man schnell wieder vergisst... sein absolutes Hoch war Fight Club und American History X... für beide Filme hat er aber nicht wirklich hohe Gagen gekriegt weil er da noch keine so große Hausnummer war... alles was danach folgte war nicht mal im Ansatz mehr so in aller Munde... Da finde ich Versenkung weit angebrachter als bei Stallone... bei Norton sinds immerschon 20 Jahre wo er so dahindümpelt mit Gelegentlichen aufzeigern wie bei Birdman wobei seine Rolle da eben auch nur ne Nebenrolle war und ne geringe Gage...Stallone hat selbst in den eher weniger guten Jahren zwischen 2006 und 1998 ne Menge Geld mit seinen Filmen verdient weil er dort trotz mieser Filme hohen Gagen bekam.Ansonsten finde ich seine Darstellung hier auch ein wenig lächerlich... er ist über Nacht durch rocky weltberühmt und Reich geworden... vorher hat er Mülltonnen durchsucht.Und gerade beim Filmemachen muss man für Besitz an so einem Franchise eben auch selber Geld mitbringen. Ist wie mit dem eröffnen eines Geschäfts oder dem Bau eines Hauses... mach ich das komplett auf Kredit bzw m,it dem Geld anderer, gehört mir daran nichts (im Falle von einem Haus oder Geschäft kann man es zwar dnan nach und nach bezahlen bei nem Film bzw geistigem Gut aber eben nicht) ... und ich kriege im besten Falle ne Gewinnbeteiligung und die eventuell die Möglichkeit mir Besitzrechte im Nachhinein zu kaufen (zb durchs abbezahlen des Kredits)... Und genau die GEwinnbeteiligung bekam Stallone... und das nicht zu knapp. Und die Beteiligung und Gage wurde für kommende Filme immer wieder neu verhandelt und von mal zu mal erheblich größer. Sich da betrogen fühlen? albern... so funktioniert das System eben und er hat ohne einen eigenen Cent quasi über Nacht Millionen verdient und hat nun ein geschätztes Vermögen von über 400 mio Dollar... da noch so nachtragend rumzuheulen ist schon schwer nachvollziehbar.
    • HalJordan
      Sly sollte in erster Linie darauf sauer sein den Gang zum Schönheitschriugen gemacht zu haben. Es ist erschreckend, wie sehr sich Stallone über die Jahre verstümmelte.
    • greekfreak
      Man darf nicht vergessen,das McCartney die wohl erfolgreichste Solokarriere der Beatles hingelegt hat,alleine durch seine Touren verdient er jährlich einen Haufen Kohle.
    • Cirby
      Die Kinder haben wohl nicht selbst etwas gelernt? Sind doch bestimmt selbst schon über 40 Jahre im Berufsleben ...
    • Barns26
      Schön das Stallone nur an seine Kinder denkt. ;) Bei 400 Millionen Dollar Vermögen muss man schon sehr verschwenderisch leben um es komplett auf den Kopf zu stellen. 😃 Nach Rocky 5 hat mir auch nur noch Cliffhanger und Copland gefallen. Aber die 90er Jahre waren auch nicht unbedingt das Jahrzehnt der Mega Action Stars, wenn man sich die Filmografie von Schwarzenegger anschaut, sieht’s da nicht besser aus. Der letzte Mega Kracher war damals True Lies und danach wurde es immer schlechter. ( vor allem Batman & Robin)
    • Hans5000
      Wer Eigentum haben will muss sich auch an den Kosten beteiligen und Risiko tragen. Wenn Stallone anfangs mittellos war geht das nunmal nicht. Im nachhinein ist man natürlich immer klüger. Daher vermute ich, er hat anfangs auch nicht gewusst wieviel Geld sich mit Rocky verdienen lässt und dann lieber den Spatz in der Hand genommen als die Taube auf dem Dach, d. h. lieber eine für seine Verhältinisse sicherlich hohe Gage einzusammeln anstatt auf einen Teil der Gage zu verzichten und sich dafür Anteile am Franchise zu sichern.
    • Hans H.
      Der arme, mittellose Herr Stallone. Ich finds lächerlich.
    • WhiteNightFalcon
      Jep seh ich auch so. Von 1996 bis 2006 war er im Blockbusterkino aber definitiv weg vom Fenster.
    • Jimmy Conway
      Nach 1990 also 15 Jahre schwer in Hollywood. Typisch, immer solche Übertreibungen.Cliffhanger, Demolition Man (1994)Assassins (1995)Daylight (1996)Cop Land (1997)waren alles andere als Flops. Vor allem die ersten beiden Filme. Das in der Zeit auch Quark geboten wurde, ist ja wieder was anderes oder man hätte es sehr viel besser formulieren können.
    • WhiteNightFalcon
      In der Tat.
    • WhiteNightFalcon
      Trotzdem hat McCartney ein geschätztes Vermögen von über 800 MILLIONEN Euro. Irgendwas muss er also trotzdem richtig gemacht haben.
    • WhiteNightFalcon
      Sly war, als er das Rocky Drehbuch schrieb völlig pleite und nach der Premiere von Rocky Millionär.Heutiges geschätztes Privatvermögen: 400 Millionen Dollar!!!!Ich mag ihn, aber über diesen Rundumschlag kann ich da nur dezent lachen.
    • umit
      Laut Gerüchten soll Paul McCartney zu geizig gewesen sein, seine eigenen Songs zu kaufen. Michael Jackson hat damals nicht lange gezögert, er hat den Katalog mit allen Beatles Songs gekauft.
    • greekfreak
      Paul McCartney besitzt auch nicht die Rechte an den Beatles Songs die er geschrieben hat.Deshalb immer einen guten Anwalt dabei haben,wenn man Verträge unterschreibt.
    • Darklight ..
      Das ihm die Rechte an der Figur nicht gehören ist ungerecht.Das seine Kinder vielleicht mal nicht genug Geld haben... na ja... lächerlich trifft Das wohl ganz gut. 😎
    • Sentenza93
      South Park hat schon recht. Verträge/AGB's immer durchlesen. ;)
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