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    Der Mandarin in "Shang-Chi": Darum wird Iron Mans Erzfeind ein großartiger Bösewicht
    Von Dennis Meischen — 01.08.2019 um 14:46
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    Viele Comicfans waren von der Darstellung des Superschurken Mandarin in „Iron Man 3“ enttäuscht. Drehbuchautor Drew Pearce weiß jedoch, wie die Figur im kommenden MCU-Film „Shang-Chi“ trotz rassistischer Vorbelastung gut funktionieren kann.

    The Walt Disney Company France

    Machen wir uns nichts vor – der Marvel-Superschurke und Tony-Stark-Nemesis Mandarin ist im Grunde Dr. Fu Manchu. Ein ehrenvoller, aber skrupelloser chinesischer Edelmann, dessen einziges Ziel es ist, die Weltherrschaft an sich zu reißen und entstanden während einer Zeit, in der die westliche Welt von der „gelben Gefahr“ fantasierte.

    Obwohl der Mandarin ein Fanliebling ist, scheint es doch schwer, sich eine solche Figur im momentanen MCU vorzustellen, das nicht erst seit „Black Panther“ für seine diversen Darstellungen gelobt wird. „Iron Man 3“-Drehbuchautor Drew Pearce, der auch am kommenden „Shang-Chi“ mitwirkt, ist sich indes aber im Gespräch mit CinemaBlend ziemlich sicher, dass die Marvel Studios diese Herausforderung gut meistern werden. Er glaubt zu wissen, wie der Mandarin im gewachsenen Marvel-Universum funktionieren könnte:

    „Ich denke, es gibt moderne Interpretationen des Mandarin, die die Handlung besser vorantreiben und die besser funktionieren im Kontext eines Marvel-Films, der, offen gesagt, viel mehr Basiswissen der asiatischen Kultur hat, asiatische Filmemacher und ein asiatisches Ensemble.“

    „In unserem Iron Man-Film, wie alle wissen, hatten wir das Gefühl, dass, wenn wir den Mandarin in den Formen zeigen, in denen er größtenteils bekannt ist, wir die rassistischen Stereotype, aus denen der Charakter erst entstanden ist, bedienen würden… gelbe Gefahr, und das alles. Diese Überlegung war es, die uns zu unserem Mandarin inspiriert hat“.

    Kontroverse Entscheidung in "Iron Man 3"

    Damit verteidigt Pearce auch die kontroverse Entscheidung, in „Iron Man 3“ aus dem problematischen Mandarin den bloßen Schauspieler Trevor Slattery (Ben Kingsley) als Deckmantel für den wahren Bösewicht des Films, Aldrich Killian (Guy Pearce), zu machen. Diese bei Fans unbeliebte Lösung wurde nach heftiger Kritik im Marvel One-Shot „All Hail to the King“ 2014 wieder revidiert, wonach es tatsächlich einen echten Mandarin gibt, der im Hintergrund die Fäden zieht und über Slatterys unpassende Darstellung mehr als pikiert ist.

    Marvel Studios
    Würde sich der echte Mandarin bitte erheben?

    Dieser echte Mandarin hat nun bald seinen ersten Auftritt als Gegenspieler in einem MCU-Film, dem kommenden „Shan Chi And The Legends Of The Ten Rings“. Statt wie in den „Iron Man“-Comics wird er es hier mit dem asiatischen Marvel-Martial-Arts-Meister Shang Chi zu tun bekommen. Tony Leung wird als Mandarin übernehmen, während Simu Liu als Shang Chi auftritt. Auch Awkwafina wird im Film zu sehen sein. Ob Ben Kingsley als Trevor Slattery zurückgekehrt, ist derweil noch nicht bekannt.

    Der Mandarin als bester MCU-Gegenspieler

    Der volle Titel des „Shang-Chi“-Films deutet auf die Terrororganisation „Ten Rings“ hin, die der Mandarin in den Marvel-Filmen führt und die seit „Iron Man“ immer mal wieder im MCU in Erscheinung getreten ist. Pearce ist sich unter anderem deswegen sicher, dass die Marvel Studios die innere Kontinuität bezüglich des Mandarin nicht brechen werden. „Er wird der beste Gegenspieler sein“.

    In den Comcis nutzt der Mandarin übrigens die namensgebenden zehn außerirdische Ringe, um sich übermenschliche Kräfte zu verleihen. Beim ersten MCU-Film „Iron Man“ noch undenkbar, aber nach der Einführung von zahlreichen Weltall-Elementen könnte dieses Detail in „Shang Chi“ allemal Verwendung finden könnte.

    Shagn Chi And The Legends Of The Ten Rings“ soll am 11. Februar 2021 in den deutschen Kinos starten. 

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    Kommentare
    • HalJordan
      Den Satz hätte man genauso gut mit ......., weil der Streifen von Disney stammt beenden können.Im Ernst, ich habe überhaupt keine Lust mehr auf den Mandarin. Diese ganzen Rechtfertigungen, weshalb dieser Antagonist nicht bereits bei Iron Man 3 mit von der Partie war, gehen mir auf den Zeiger.
    • McBane
      Ok, sorry und danke für Korrektur. Hatte die Serie nicht mehr ganz im Detail im Kopf ... nur noch seine spitzen Mr.Spock-Ohren ;-)
    • as140
      Ich find diese Erklärung aus mehreren Gründen absurd. Zum einen gibt es etliche Versionen des Mandarins, die sich erheblich voneinander unterscheiden. Gefällt einem die ursprüngliche Version nicht, hätte man problemlos eine andere als Grundlage nehmen können. Die Darstellung in der ersten Hälfte von Iron Man 3 war sogar richtig gut und hat gezeigt, dass die Figur problem los funktioniert.Davon aber abgesehen tut man sich bei unzähligen anderen Stereotypen keineswegs schwer. Oder will jemand ernsthaft behaupten Whiplash in Teil 2 wäre weniger stereotyp gewesen.Auch ist nicht jeder Stereotyp gleich ein ausgewachsener Rassismus. Das wäre der Fall, wenn der betreffende Autor in seinem Comic chinesiche Charaktere mit negativen Charakteristika überhäuft. Auf Figuren wie den Mandarin oder z.B. Dr. No aus Bond ( der auch oft als Beispiel genannt wird) trifft dies aber nicht zu. Beide haben auch eine Menge positiver Eigenschaften. Sind gebildet, kultiviert, reich, sogar durchaus sympathisch, da sie nicht jeden billigen Trick nutzen würden, um ihren Feind zu töten, sondern mit Ehre kämpfen.
    • as140
      (in der Trickserie war er nicht mal Chinese, sondern ein Außerirdischer mit spitzen Ohren a la Spock).Kein Außerirdischer, sondern ein Arcgäologe, der mutierte als er mit außerirdischer Technologie in Berührung kam ;)
    • Deliah C. Darhk
      Die Idee, IM III ganz ohne einen Mandarin zu machen war zu schwierig?
    • icon_dc_comics
      Die amis sind auch nicht ganz dicht.
    • icon_dc_comics
      Ich habe die Stadt nach gegoogelt 🙈🙈🙈
    • WhiteNightFalcon
      So wie bei Indy 2 wäre doch mal was. Ganz ohne politisch motivierte Feinde.
    • Andreas S
      Leider, deswegen mag ich auch Endgame überhaupt nicht.
    • Bruce Wayne
      Stimmt. Auch einer der Gründe warum mir Age of Ultron noch weniger gefällt als Iron Man 3.
    • Andreas S
      Da hast du Recht und ich bestreite es auch nicht dass man Ben Kingsley verschwendet hat. Aber man hat Shane Black genauso verschwendet wie den gesamten Iron Man 3 für die weitere Marvel Zukunft. Denn man hat Tony wieder zurück geschraubt auf Avengers und seine Entwicklung gestoppt.
    • Bruce Wayne
      Definiere mal Figurenentwicklung. Denn Tony Stark kann man auch ohne den dämlichen Mandarin Twist weiterentwickeln.
    • Andreas S
      Also mir war es ehrlich gesagt egal wer der Schurke war, denn Shane Black hat etwas getan was im Marvel Universum verboten ist, und zwar eine Figurenentwicklung die man Gott sei Dank in Age of Ultron gleich wieder korrigiert hat, denn man darf den Kinobesucher nicht überfordern.
    • CaptainRon
      musste erstmal shan chi googeln
    • Bruce Wayne
      Jetzt mal ehrlich - Iron Man 3 wäre die perfekte Möglichkeit gewesen, den Mandarin einzuführen. Die Kingsley Version war zeitgemäß, interessant und bedrohlich. Der Fake Out war typisch Shane Black und hat die Figur ins Lächerliche gezogen. Ich freue mich zwar auf den echten Mandarin, aber es wirkt irgendwie schlecht geplant.
    • isom
      Das war meiner Meinung nach die Sache ,die Kristalschädeljones gut gemacht hat ,da bin ich gespannt ,wer da der neue Bösewicht wird.
    • isom
      Ich finds zwar schade ,dass er nie(?) auf seinen Erzfeind treffen wird ,aber dass man den Kurzfilmtwist nutzt ,freut mich ,wenn Kingsleys Mandarin echt gewesen wäre ,wäre das aber am geilsten gewesen ,hätte das Potential zu einem der besten Schurken des MCU gehabt ,naja schaun wir mal ,ob der jetzige echte was taugt.
    • WhiteNightFalcon
      Man kann fast jede fiktive Figur mit der Zeit gehen lassen. Bestes Beispiel, das mir grad einfällt ist 007. Von Fleming als Gegner für Rote und Gelbe Gefahr geschaffen, hat die Figur bis heute nur durch ihre Ambivalenz überlebt. Gibt man dem Mandarin also einen zeitaktuellen Bezug, funktioniert er auch. Denkt man sich den Humor und den Twist weg, hätte auch Ben Kingsleys Mandarin als Pseudo-Osama wunderbar funktioniert in Iron Man 3.
    • Sentenza93
      Lustigerweise sind es auch meistens nur die USA, die sich über solche Stereotypen aufregen.Die betroffenen Länder sehen das meistens locker. Japan oder Mexiko zum Beispiel.
    • McBane
      Was für eine Ausrede. Ja, der ganz frühe Mandarin aus den Comics bediente noch asiatische Sterotype, aber schon vor Iron Man III war er in den jüngeren Heften deutlich moderner und intelligenter angelegt (in der Trickserie war er nicht mal Chinese, sondern ein Außerirdischer mit spitzen Ohren a la Spock).Was mich an der Erklärung aber stört ist, dass Pearce mit der Rassismus-Argumentation ankommt, um den Fake-Out in seinem Film zu vertuschen, aber Ben Kingsley eine Interpretation des Mandarin spielen läßt, die weniger asiatisch, sondern mehr orientalisch ausfällt; sprich: Die Figur war eindeutig an bin-Laden und religiös-fanatischen Terroristen angelegt. Und das bedient etwa keine stereotypen Vorurteile in einer Zeit, wo sich das christlische Abendland aus eben diesem Teil der Erde bedroht fühlt? Pearce verurteilt die Schubläden in den Comics, aber nutzt selbst ganz andere negative Stereotype für seinen Fake-Mandarin. Hätte er sich mehr mit den Comics beschäftigt, hätte er gesehen, wie man den Mandarin entsprechend des Zeitgeistes bedrohlich und ernsthaft hätte zeigen können. Aber dann doch lieber die Rassisten-Karte spielen ...
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