Mein FILMSTARTS
    Neue Szene in "Once Upon A Time… In Hollywood": So hat Quentin Tarantino den Film fürs Kino verlängert
    Von Daniel Fabian — 19.08.2019 um 17:10
    facebook Tweet

    Quentin Tarantino legte nach der Cannes-Weltpremiere seines neunten Films noch einmal Hand an und nahm fürs Kino einige Änderungen vor. Wir verraten euch, was in „Once Upon A Time… In Hollywood“ nun anders ist.

    2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

    Quentin Tarantinos „Once Upon A Time… In Hollywood“ erhielt bei der Weltpremiere in Cannes zwar minutenlange stehende Ovationen, so ganz fertig war der Film da aber noch nicht. Deswegen ging es für Tarantino im Anschluss doch noch einmal in den Schneideraum, um dem Sechziger-Hollywoodabenteuer für den Kinostart den letzten Feinschliff zu verpassen (wofür vor Festival-Premieren häufig die Zeit fehlt). Aber was ist in der Kinofassung nun anders als in der Version, die im Mai 2019 in Cannes lief?

    Kinofassung vs. Cannes-Version: Die Unterschiede

    Kurzum: Viel hat sich nicht getan. Das versicherte uns auch Quentin Tarantino, als wir ihn zum Interview in Berlin trafen. „Ich habe nur hier und da ein paar Kleinigkeiten ergänzt“, ließ uns der Filmemacher wissen. Und tatsächlich: Die Ergänzungen, die den Film im Kino letztlich um knapp zwei Minuten länger machen, sind derart minimal, dass sie einem kaum auffallen, selbst wenn man die Cannes-Fassung kennt.

    Nachdem sich Tarantino bei der Pressekonferenz in Cannes nachsagen lassen musste, er würde Sharon Tate (gespielt von Margot Robbie) in seinem Film zu wenig Zeit einräumen, ihr zu wenig Dialoge geben, erweiterte er vor allem ihre Szenen. Tarantino selbst fand allerdings auch schon die Cannes-Fassung rund, da er den Film so noch etwas kompakter halten konnte. Im Kino bekam Sharon Tate nun nichtsdestotrotz mehr Screentime – so wurde etwa die Szene, in der die aufstrebende, unbekümmerte Schauspielerin eine Anhalterin mitnimmt, verlängert.

    2018 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH
    Von ihr gibt's im Film nun mehr zu sehen: Margot Robbie ist Sharon Tate

    Nicht bloß erweitert, sondern komplett neu dazugekommen ist hingegen eine Dialogszene zwischen Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) und James Stacy (Timothy Olyphant). Genau genommen handelt es sich dabei um jene Unterhaltung, die die beiden Schauspieler führen, als dem Zuschauer plötzlich vor Augen geführt wird, wie John Sturges' Kultfilm „Gesprengte Ketten“ wohl ausgesehen hätte, wenn nicht Steve McQueen, sondern eben Rick Dalton die Hauptrolle gespielt hätte.

    Kommt noch eine längere Fassung?

    Insgesamt kamen zum Cannes-Cut also knapp zwei zusätzliche Minuten dazu, die man im Kino zu sehen kriegt – das mag nach wenig klingen, kann an den richtigen Stellen aber einiges bewirken. Mit 161 Minuten hat der Film nun zwar Überlänge, liegt verglichen mit „The Hateful Eight“ (168 Minuten), „Django Unchained“ (164 Minuten) und „Inglourious Basterds“ (153 Minuten) allerdings im Tarantino-Mittel der letzten Jahre. Doch die Chancen stehen nicht schlecht, dass Tarantinos neunter Film schon bald sein mit Abstand längster wird...

    Da die erste Schnittfassung ganze vier Stunden dauerte, so lange aber kaum jemand im Kino sitzen will, musste Tarantino zwangsläufig die Schere ansetzen – und entfernte dabei auch gleich einige Figuren. Trotzdem: Der Regisseur bestätigte uns, dass es sich bei jener Version, die ihr seit dem 15. August 2019 in den deutschen Kinos sehen könnt, auch um seine bevorzugte Fassung handelt. Und dennoch stehen die Chancen gut, dass wir den Vier-Stunden-Cut zu einem späteren Zeitpunkt noch zu sehen kriegen.

    Quentin Tarantino hatte stets das Privileg, seine Filme auch so in die Kinos bringen zu können, wie er es beabsichtigte. Nichtsdestotrotz ist er ein Fan alternativer Fassungen, solange diese einen Mehrwert haben. So veröffentlichte er „Kill Bill Vol.1“ in Japan etwa in einer exklusiven Version, in der zum Beispiel die unglaublich brutale Schwarz-Weiß-Kampfszene im Finale in Farbe ist und schnitt „The Hateful Eight“ für US-Netflix zur Miniserie um. Das könnte nun auch mit „Once Upon A Time… In Hollywood“ passieren, wie Nicholas Hammond, der im Film als Regisseur Sam Wanamaker zu sehen ist, kürzlich in einem Podcast erwähnte.

    4-stündige Fassung von "Once Upon A Time... In Hollywood" soll als Miniserie erscheinen

    facebook Tweet
    Ähnliche Nachrichten
    Das könnte dich auch interessieren
    Kommentare
    • Fa B
      oder gleich eine Serie.Darauf stehen die Chancen im Zeitalter der Serienverwurstung ja recht gut.
    • xollee
      Ich habe nichts gegen eine 4h Fassung... würde mich auch über eine 5h Fassung freuen. Von mir aus kann er Teil1 und 2 machen oder gleich eine Serie.
    • Fa B
      Und dennoch stehen die Chancen gut, dass wir den Vier-Stunden-Cut zu einem späteren Zeitpunkt noch zu sehen kriegen.Weiß nicht ob Chance hier das richtige Wort ist ... Androhung vielleicht?Das bisschen was Tarantino da zu erzählen versucht, könnte er statt auf vier Stunden hoch, auf 30 Minuten runter kürzen ...
    Kommentare anzeigen
    Folge uns auf Facebook
    Die beliebtesten Trailer
    Ready Or Not - Auf die Plätze, fertig, tot Trailer DF
    Gesponsert
    Uncut Gems Teaser OV
    3 From Hell Trailer DF
    The Rhythm Section Trailer OV
    Hustlers Trailer OV
    Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers Trailer OmdU
    Alle Top-Trailer
    Alle Kino-Nachrichten
    Muss "Rambo 5: Last Blood" wirklich so dermaßen brutal sein?
    NEWS - Im Kino
    Samstag, 21. September 2019
    "Downton Abbey 2": Darum ist die Fortsetzung wahrscheinlich
    NEWS - Im Kino
    Samstag, 21. September 2019
    Die Prequel-Serie zu "The Da Vinci Code – Sakrileg": Das erwartet euch in "Langdon"
    NEWS - Reportagen
    Samstag, 21. September 2019
    Die Prequel-Serie zu "The Da Vinci Code – Sakrileg": Das erwartet euch in "Langdon"
    "ES Kapitel 2": Darum finde ich das Ende grausam (schlecht)
    NEWS - Im Kino
    Samstag, 21. September 2019
    "ES Kapitel 2": Darum finde ich das Ende grausam (schlecht)
    Die neuesten Kino-Nachrichten
    Neustarts der Woche
    ab 19.09.2019
    Angry Birds 2
    Angry Birds 2
    Von Thurop Van Orman
    Trailer
    Downton Abbey
    Downton Abbey
    Von Michael Engler
    Mit Michelle Dockery, Hugh Bonneville, Maggie Smith
    Trailer
    Rambo 5: Last Blood
    Rambo 5: Last Blood
    Von Adrian Grunberg
    Mit Sylvester Stallone, Paz Vega, Sergio Peris-Mencheta
    Trailer
    Ad Astra - Zu den Sternen
    Ad Astra - Zu den Sternen
    Von James Gray
    Mit Brad Pitt, Tommy Lee Jones, Ruth Negga
    Trailer
    One Piece: Stampede
    One Piece: Stampede
    Von Takashi Otsuka
    Trailer
    Systemsprenger
    Systemsprenger
    Von Nora Fingscheidt
    Mit Helena Zengel, Albrecht Abraham Schuch, Gabriela Maria Schmeide
    Trailer
    Filme veröffentlicht in der Woche
    Back to Top