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    Darum hat "Jack Ryan" im Kino (vorerst) keine Zukunft
    Von Markus Trutt — 09.08.2019 um 15:00
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    In „Jack Ryan: Shadow Recruit“ war der titelgebende, einst von Bestseller-Autor Tom Clancy erfundene CIA-Agent zum bislang letzten Mal auf der großen Leinwand zu sehen. Und das wird wohl noch eine Weile so bleiben...

    Paramount Pictures / Amazon

    Seit Jack Ryans allererstem Auftritt in Tom Clancys 1984 veröffentlichtem Roman „Jagd auf Roter Oktober“ hat der CIA-Analyst, der vermehrt selbst in Außeneinsätze schlittert (und irgendwann sogar zum US-Präsidenten wird), auch schon fünf Kino-Abenteuer spendiert bekommen, in denen er von vier verschiedenen Darstellern verkörpert wurde: Während Alec Baldwin ihn in der „Jagd auf Roter Oktober“-Verfilmung spielte, schlüpften später Harrison Ford (in „Die Stunde der Patrioten“ und „Das Kartell“), Ben Affleck (in „Der Anschlag“) und Chris Pine (in „Jack Ryan: Shadow Recruit“) in Ryans Haut.

    Nachdem bereits „Der Anschlag“ die Kinokassen nicht übermäßig zum Klingeln brachte, lag die „Jack Ryan“-Marke im Kino über ein Jahrzehnt lang brach, bis man mit „Jack Ryan: Shadow Recruit“ (läuft heute um 20.15 Uhr auf ProSieben) 2014 einen neuen Ansatz versuchte und ein Reboot präsentierte, dem anders als den Vorgängern keine direkte Romanvorlage aus Clancys Ryanverse zu Grunde lag. Doch auch Ryans bis dato letzter Kino-Auftritt blieb hinter den Erwartungen zurück (weltweites Einspiel: 135 Millionen Dollar bei einem reinen Produktionsbudget von 60 Millionen), sodass man sich schließlich für einen ganz anderen Weg entschied, der Kult-Figur neues Leben einzuhauchen...

    "Jack Ryan"-Serie statt -Filme

    Wie uns TV-Veteran Carlton Cuse („Lost”, „Nash Bridges”) 2018 im Interview verriet, lag das „Jack Ryan“-Film-Franchise nach „Shadow Recruit“ im Sterben, weswegen sich das Studio Paramount letztlich dazu entschloss, die Marke von der Kino- an die TV-Abteiltung weiterzureichen – und das mit großem Erfolg. Gemeinsam mit Graham Roland („Fringe“) entwickelte Cuse eine schlicht auf den Titel „Jack Ryan“ getaufte Serie, in der sie die Figur ebenfalls nochmal neu aufrollen, das Serienformat aber nutzen, um viel Sorgfalt in ihre Entwicklung zu stecken. Dabei bedienen sie sich lediglich bei Kernelementen aus den bislang 21 Ryan-Büchern (die seit Clancys Tod im Jahr 2013 von anderen Autoren weiter fortgesetzt werden) und werfen sie zu einer eigenen Geschichte zusammen.

    Dafür musste dann auch ein weiterer Jack-Ryan-Darsteller her (der insgesamt fünfte also), der in dem zu Beginn seiner Karriere vor allem auf Comedy-Stoffe spezialisierten „The Office“- und „A Quiet Place“-Star John Krasinski gefunden wurde, dem es bestens gelingt, die Wandlung der Figur glaubhaft zu vermitteln.

    Serien-Zukunft gesichert

    Das neue „Jack Ryan“-Konzept kam dann nicht nur bei Paramount, sondern auch beim Online-Anbieter Amazon bestens an, der sich die Serie schließlich sicherte und schon vor dem Start im Jahr 2018 direkt eine zweite Staffel bestellte. Das Zuschauerinteresse war dann auch so enorm, dass Amazon wenig später zudem bereits einer dritten Season grünes Licht gab. Während die zweite Staffel inzwischen in den Startlöchern steht, ist die „Jack Ryan“-Serien-Zukunft also bis mindestens 2020 schon gesichert. Und Stoff für viele weitere Staffeln, in denen mit den gleichen Hauptfiguren jeweils abgeschlossene Geschichten erzählt werden, wäre definitiv vorhanden.

    Sollte es mit der Serienadaption so erfolgreich weitergehen, dürfte es jedenfalls vorerst keinen Grund geben, die Figur in absehbarer Zeit auch wieder auf die große Leinwand zu hieven, wo sie bei den letzten Versuchen nicht mehr punkten konnte. Somit könnte „Jack Ryan: Shadow Recruit“ für eine ganze Weile der letzte Kino-Auftritt des CIA-Agenten bleiben – und das ist auch gut so.

    Action satt im Trailer zur 2. Staffel von "Jack Ryan"

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    Kommentare
    • Jimmy v
      Ich mag die bisherigen Filme zur Figur sehr, aber ich denke auch, dass sie in einer Serie besser aufgehoben ist. Eine gute, ernsthafte Agentenserie ohne ein dämliches Procedural zu sein, ist wirklich gut. Bei mir steht das Ding eh auf der Watchlist.
    • HalJordan
      Shadow Recruit litt vor allem am schwachen Drehbuch. An Chris Pines Darstellung des CIA-Analysten lag es jedenfalls nicht. Man hätte schlichtweg einen anderen Ansatz verfolgen sollen. Wozu eine komplett neue Geschichte schreiben, wenn es genügend Romanvorlagen gibt?
    • isom
      Pines Ryan war einer der langweiligsten Thriller ,die ich in letzter Zeit gesehen habe.
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