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    Nach Kritik an "Once Upon A Time… In Hollywood": Quentin Tarantino verteidigt "seinen" Bruce Lee
    Von Daniel Fabian — 13.08.2019 um 11:40
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    Nachdem Bruce Lees Tochter über die Darstellung ihres Vaters in Quentin Tarantinos neuem Film klagte, stellt der „Once Upon A Time… In Hollywood“-Macher jetzt klar, wie er die Kampfsport-Ikone findet: „Er war schon irgendwie ein arroganter Typ.“

    Sony Pictures

    Es folgen leichte Spoiler zu den Szenen mit Bruce Lee:

    Shannon Lee war außer sich, als sie sah, wie Kult-Regisseur Quentin Tarantino ihren Vater, die Martial-Arts-Legende Bruce Lee, in seinem neuen Film „Once Upon A Time… In Hollywood“ darstellte. Es wirke gar so, als wäre er ein „arrogantes Arschloch voller heißer Luft“ gewesen, so die 50-Jährige. „Sie hätten meinen Vater nicht so behandeln müssen wie damals das weiße Hollywood, als er noch gelebt hat.“ Eine verfälschte Darstellung des legendären Kampfsportlers will sich der Filmemacher allerdings nicht unterstellen lassen – für Shannon Lees Anschuldigungen fand er bei einem Presseevent in Moskau nun klare Worte.

    "Bruce Lee war schon irgendwie ein arroganter Typ"

    Tarantino, der bereits für seine Darstellung der Sharon Tate sowie von Frauen allgemein in „Once Upon A Time… In Hollywood“ kritisiert und zuletzt auch mit der Tierschutzorganisation PETA konfrontiert wurde, stellte nun klar, warum Bruce Lee (gespielt von Mike Moh) in der mittlerweile legendären Szene mit Stuntman Cliff Booth (Brad Pitt), die auch schon im Trailer zu sehen ist, nicht ganz so gut wegkommt: „Bruce Lee war schon irgendwie ein arroganter Typ. Wie er Sachen gesagt hat […] ich habe ihn nun mal solche Dinge sagen hören“, so Tarantino, der sich all das also keineswegs zusammengereimt haben will und sich hinsichtlich der Aussage, dass Lee selbst Box-Legende Muhammad Ali schlagen würde, sogar auf eine der vermutlich verlässlichsten Quellen stützt: „Er hat das nicht nur wirklich gesagt – auch seine Frau, Linda Lee, hat das in ihrer ersten Biographie gesagt.“

    Die Diskussion darüber, ob es Cliff Booth tatsächlich mit Bruce Lee aufnehmen könnte, führt darüber hinaus aber ohnehin zu nichts. Das weiß auch Tarantino, der im selben Atemzug klarstellte, dass Cliff Booth nun mal ein fiktiver Charakter ist – und der kann nun mal alles, was er ihm als Autor zuschreibt. „Würden Cliff und Bruce Lee in einem Kampfsportturnier im Madison Square Garden aufeinandertreffen, würde Bruce ihn töten. Aber würden sie im philippinischen Dschungel um Leben und Tod kämpfen, würde Cliff ihn umbringen.“

    Dass über solche Streitpunkte heftig debattiert wird, dürfte Tarantino wohl erwartet haben. Denn das passiert nun mal, wenn man wahre Begebenheiten mit den eigenen Vorstellungen, echte Menschen mit fiktiven Helden, zusammenbringt. Aber in der Kunst darf man schließlich alles, oder?

    Ab 15. August 2019 könnt ihr euch von dem vieldiskutierten neunten Film von Quentin Tarantino selbst überzeugen – dann kommt „Once Upon A Time… In Hollywood“ in die deutschen Kinos.

    "Once Upon A Time... In Hollywood": Tierschutzorganisation PETA schießt gegen Tarantino

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    Kommentare
    • Driver
      Ok, dann ist Deine Meinung leider nichts wert.
    • 96-Alte-Liebe
      Natürlich möchte die Tochter das Andenken ihres Vaterswahren, aber ansonsten verstehe ich von dem Rest die Kritik nicht.Das ist eine fiktive Geschichte, Bruce Lee trifft auf einenfiktiven Charakter und gibt es nicht ein Credo, dass für einen guten Gag alleserlaubt ist? Als in „Sidekicks“ oder „Dragon- the Bruce Lee Story“ BruceLees Figur aufgetreten ist, wurde das auch nicht kritisiert. Wobei dieWenigsten geglaubt haben, dass er so ein Heiliger war und beide Filme fiktivwaren. In „Dragon“ kam der Hauptdarsteller von „The Green Hornet“ Van Williams ganz schlecht weg, obwohl er sich für Lee eingesetzt hatte. Auch Wong Jack Man und sein Bruder wurden zu Gunsten von Bruce Lee falsch dargestellt. Ich kann mich nicht erinnern, dass Lees Tochter das damals kritisiert hatt
    • Reeaaasst
      Du brauchst keine Zweifel haben, sieh dir den Film an ;) Trotzdem leider eher enttäuschend alles in allem. In der Schweiz läuft er schon.
    • isom
      Das der Mord an Tate derzeit so ,,beliebt ist ,beunruhigt mich wie ich schon mal geschrieben habe ,vielen ist die Grausamkeit des Verbrechens gar nicht wirklich bewusst ,die meisten denken an eine furchtbare Tat ,wo das Opfer erstochen wurde ,aber das sie hochschwanger war und das Baby ebenfalls getötet wurde ,wird oft unterschlagen ,das filmisch aufzubereiten ist sehr riskant und Tarantino scheint mir nicht das erforderliche Taktgefühl zu haben ,da ich den Film nicht gesehen habe ,kann ich das nicht genau beurteilen ,aber nach den Aussagen und Interviews Tarantinos hab ich da schon Zweifel.
    • isom
      No Problemo .
    • Cirby
      Danke, aber bringt bei mir nix, da ich Englisch kaum verstehe. Ich kann mir also nur eine Meinung von den Übersetzungen bilden. Und die sind oftmals wirklich mies.
    • Defence
      Ah, ok. Dann hatte ich Dich mißverstanden. Sorry dafür.
    • isom
      Ich bezog mich eher auf Ali und Lee ,Stallone und Arnie hatten ähnliche Sprüche ,aber die kann diesbezüglich man auch nicht als arrogante A+++löcher bezeichnen.
    • Defence
      Der Unterschied ist aber, das Tarantino und Lee keine Kumpels sind o. sein können aus naheliegenden Gründen, während Leute, die Lee tatsächlich persönlich kannten und mit ihm befreundet waren, ganz anders über Lee sprechen, egal ob ein Norris, Ein Coburn oder wie Sie alle heißen.Und ja, ich kenne die besagte Szene inzwischen dank YT. Tarantino hätte sich das vermutlich lieber verkneifen sollen.
    • Defence
      Wenn Lee schon für solche Aussagen in den Augen von Tarantino ein arrogantes Arsc*loch ist bzw solch eine Darstellung in seinen Film rechtfertigt, wie soll man dann Tarantino selbst für eine Meeeenge Aussagen betrachten bzw wie würde sich Tarantino selbst darstellen...?^^Dünnes Eis, lieber Quentin, ganz dünnes Eis...;D
    • isom
      Ist ein bisschen so wie bei Stallone und Arnie ,die haben sich gegenseitig jahrzehntelang Sticheleien an den Kopf geworfen und waren Konkurrenten ,sind aber beste Kumpels in echt .
    • Erik B.
      Sie wurde doch für einen Oscar nominiert und spielt die Hauptrolle in einer Comicverfilmung. So viel Pech hätten andere auch gern
    • KaMeo
      Seit The Wolf of Wall Street (2013) hat Margot nur noch Pech mit ihren Filmen. Hoffentlich ist sie jetzt nicht darauf festgelegt, sich für Ramsch verheizen zu lassen.
    • Deliah C. Darhk
      Nein, nicht alles. ^^
    • greekfreak
      Bruce Lee war ein großer Fan von Ali,laut Joe Lewis(legendärer Karate Champ,Freund von Bruce und u.A. die Inspiration für Ken aus den Street Fighter Games),haben er und Bruce Lee,die Fights von Muhammad Ali analysiert und sich dessen legendäre Beinarbeit angeschaut. Überhaupt war Bruce Lee grosser Boxfan und hatte grossen Respekt für die ganzen Afroamerikanischen Boxer wie Ali oder Joe Frasier.Was Tarantino da von sich gibt ist totaler Bullsh*t.
    • Sentenza93
      Sorry, lieber Quentin. Ziemlich schwache Verteidigung. Und der eine Satz von Lee über Ali, selbst wenn er ihn gesagt hat, rechtfertigt ja nicht die ganze (!) Darstellung als arrogantes Ar*chloch.
    • Driver
      Wenn sich jemand eine Meinung von (wortwörtlichen) abgetippten und nicht immer treffend übersetzten Aussagen bildet, da bekomme ich Krämpfe. Vllt. einfach mal ein paar Interviews anschauen.Z.B. hier wie er den Interviewer auseinander nimmt: https://www.youtube.com/wat...https://www.hollywoodreport...
    • Cirby
      Also, was Tarantino schonmal nicht kann, ist, sich mündlich vernünftig zu artikulieren. Da bekommt man ja Krämpfe, wenn man seine Aussagen immer so ließt.Kaum zu glauben, dass so jemand dann beachtete Dialoge für Filme schreibt.Aber gut, ich kann mich auch schriftlich besser ausdrücken, als mündlich🤷‍♂️.
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