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    So soll "Joker" an "The Dark Knight" erinnern
    Von Julius Vietzen — 22.08.2019 um 14:20
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    Vergleiche mit „The Dark Knight“ haben eine lange Tradition bei der Promo für Hollywood-Filme. Im Fall von „Joker“ könnten die von Regisseur Todd Phillips gezogenen Parallelen jedoch tatsächlich stimmen – wenn auch anders als vielleicht gedacht.

    Warner Bros.

    Joker“ wird alles andere als ein gewöhnlicher Superheldenfilm: Keine Superkräfte, keine Umhänge, nicht mal ein richtiger Held, stattdessen steht einfach nur die Geschichte des gescheiterten Comedians Arthur Fleck im Mittelpunkt, der an seiner Umwelt zerbricht und Zuflucht in seiner Identität als durchgeknallter Joker findet.

    Das Total Film Magazine sprach nun mit „Joker“-Hauptdarsteller Joaquin Phoenix und Regisseur Todd Phillips, der im Interview Parallelen zu dem Genreprimus „The Dark Knight“ zog. Doch dabei ging es Phillips nicht um die ungewöhnlich realistische Herangehensweise oder die in beiden Filmen auftretende Figur des Joker, sondern darum, wie er die beiden Filme versteht.

    "The Dark Knight" und "Joker"

    Auf die Frage, ob er sich bei seiner Darstellung des Joker von realen Ereignissen inspirieren ließ, antwortete Phoenix (via Games Radar): „Ich hatte das Gefühl, dass Todd und [Co-Drehbuchautor] Scott Silver Bezug auf Dinge genommen haben, die wir heute womöglich erleben. Gleichzeitig hatte ich aber auch das Gefühl, dass sie dabei nicht belehrend waren oder dich in eine Richtung lenken, wie du den Film schauen sollst.

    Und Phillips stimmte seinem Hauptdarsteller zu: „Joker“ sei kein politischer, sondern ein provokanter Film.Ich denke, es wird einige 21-Jährige geben, die sich den Film anschauen und glauben, dass es einfach nur eine Version der Joker-Geschichte ist. Und das ist auch total in Ordnung. Ich will ‚Joker‘ nicht als einen Film mit einer bestimmten Message definieren, weil er das nicht ist.“ Aber in gewisser Weise schon, fuhr Phillips fort, so wie nämlich auch ‚The Dark Knight‘ kein Film mit einer Message gewesen sei, aber definitiv ein „Post-9/11-Terroristen-Ach-du-Scheiße-Ding. Vermutlich meint Phillips damit, dass Christopher Nolan in „The Dark Knight“ durch die Anschläge vom 11. September 2001 geprägte Themen wie Angst vor Terroristen und Sicherheit vs. Überwachung verhandelt.

    Klassenkampf in "Joker"?

    Welche Themen denn in „Joker“ eine Rolle spielen, verrät Phillips natürlich nicht, denn es geht ihm ja gerade darum, keine Interpretationsrichtung für den Film vorzugeben. Der erste Trailer scheint jedoch anzudeuten, dass eines der zentralen Themen in „Joker“ der Konflikt zwischen reicher Oberschicht und ausgebeuteter Unterschicht ist und der Joker darin zu einer Art Identifikationsfigur der Armen wird.

    Genaueres wissen wir dann spätestens beim deutschen Kinostart von „Joker“ am 10. Oktober 2019.

    Klassenkampf & Co.: Das verrät uns der erste "Joker"-Trailer über die Handlung

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    Kommentare
    • AnonymousJ
      Ich bin schon sehr gespannt auf den Film. Vielleicht wird mit diesem Film auch endlich mal eine direkte Parallele zu einer Herkunft seines Namens gegeben. Schließlich kennt man den Joker als Begriff/Namen hauptsächlich aus Kartenspielen. Und in jedem Kartenspiel, egal welcher Art, ist der Joker die Wildcard. Er ist die Karte die einerseits nichts ist, aber andererseits zu allem werden kann, was gerade erforderlich ist.Anhand der Trailer kann ich zwar nachvollziehen, warum es Personen gibt die sagen, dies sei nicht der Joker oder das der gezeigte Joker, nicht dem Verhalten entspricht, wie man es unter anderem aus den Comics kennt, aber meiner Meinung nach wird diesbezüglich dann eben die Natur (bezogen auf die Herkunft der Bedeutung aus Kartenspielen) des Jokers vernachlässigt.Ich finde es etwas engstirnig zu sagen, dies sei nicht der Joker weil man ihn so (noch, vielleicht ist dies ja auch durchaus noch eine Geschichte die anderweitig fortgeführt werden könnte) nicht aus Comics, Filmen oder Serien kennt. Gerade der Joker zeigt wie vielfältig er sein kann.Und ob es eine (weitere) Originstory nun wirklich braucht oder es wirklich sein muss, die Entstehung des Jokers zu erklären traue ich mich nicht zu beurteilen. Schließlich weiß man nie, in welche Richtung sich der Joker entwickeln kann (besonders die Comics beweisen es immer wieder).Aber unter dem Aspekt der Wildcard könnte die Möglichkeit gegeben sein, dass der Joker eine Reaktion auf bestimmte Gegebenheiten ist, denn darin liegt schließlich seine Stärke in Kartenspielen (und sehr wahrscheinlich auch in seiner Persönlichkeit): er ist immer der Situation gewachsen oder sogar der Herr der Lage. Somit könnte der Film zeigen, wie Arthur Fleck sich seiner Fähigkeit der Wildcard bewusst wird und somit erkennt, dass er schon immer der Joker war und diese Erkenntnis nun nutzt, um seiner Natur freien Lauf zu lassen, er kann alles sein und dabei auch nichts. In einem Moment wandelt er der Situation entsprechend als der Joker, im anderen Moment ist er Arthur, der niemand, der niemals wirklich niemand ist.Ich bin gespannt auf den Film und freue mich darauf ihn im Kino zu sehen.
    • Bruce Wayne
      Ich bezweifle doch sehr dass der Joker 9/11 für einen gelungenen Joke halten würde. Da sind seine Standards doch etwas höher angesiedelt. Allerdings sollte man wohl dazu sagen das der Joker bereits mehrere Origins erhalten hat, und seinem Image dadurch nicht unbedingt geschadet wurde. Es gibt halt verschiedene Interpretationen des Charakters.
    • Ortrun
      Sehr schöne Idee, dass die Perspektive des Jokers nicht besonders verlässlich ist.
    • DerReklamator
      Der Film ist so ...hmmmh. Was will uns der Film sagen? Das der Joker in Wahrheit....blablabla..Ernshaft? Der Typ ist der IRRE Unbrechenbare Antagonist von Batman. Der braucht keine Seele oder sowas.
    • isom
      Stimmt, es wäre vielleicht glaubwürdiger , wenn er viel jünger wäre , aber durch das fehlen einer richtigen Originstory kann er alles sein , vom cartoonesken Schurken bis zum beängstigenden Massenmörder,die Autoren konnten bei ihm kreativ sein , ohne Angst davor haben zu müssen, dass sie irgendeiner Kontinuität widersprechen , in Trailer und was man bis jetzt gesehen hat , wirkt er wie ein ,,normalergestörter Mann, zudem befürchte ich , dass er zu ,,sympathisch sein wird .
    • André McFly
      Ja, der Regisseur von Hangover wird bestimmt etwas zu krass Arthousiges hinlegen ;)
    • Bruce Wayne
      Wenn dir das bereits als zu krass Arthouse wirkt, dann wunderts mich doch wie du mit der heutigen Independent-Szene klarkommst.
    • TresChic
      Arthouse, keine Chance
    • TresChic
      Der soll erstmal beweisen, dass er nicht nach 2 Wochen aus ausgewählten Kinos fliegt, weil es zu krass Arthouse ist.
    • DarrenArrowNo5 .
      Joaquin Phoenix hat das Potenzial auf ein und derselben Stufe mit seiner Interpretation dieser Figur wie Heath Ledger stehen zu können. Das was es bisher an bewegten Material zu sehen gab hat meine innere Erwartung stark nach oben geschraubt und fast Euphorisieren lassen.Ich hoffe sie gehen nicht bis in seine Jugend zurück, die der TDK Joker, ob wahr oder nicht, gern für seine Art verantwortlich machte. Das Berufliche scheitern, der Gesellschaftliche Ausschluss der sich daraus ergeben kann und fehlender Respekt am Menschen sind eine gute Ausgangslage um diese Teuflische Seite zum leben zu erwecken und gleichzeitig eine schöne Gesellschaftskritik. Bisher sah man nur das Opfer, jetzt bin ich gespannt auf den Täter.
    • isom
      Das Problem ist für mich unter anderem ,dass der Joker zum Zeitpunkt von Batmans Debüt 50-60 Jahre alt wäre ,er ist Bats sowieso körperlich unterlegen ,außer die Geschichte nimmt am Schluss eine gewaltige Wendung . Einerseits bin ich echt gespannt auf den Film ,andererseits brauchts meiner Meinung nach keine Originstory ,es ist ein bisschen so wie bei Michael Myers ,den psychologisch zu erklären hat auch mehr geschadet als geholfen.
    • Bruce Wayne
      Bin schon sehr gespannt, welche Richtung sie mit dem Film einschlagen. Joker als Antiheld wäre definitiv nicht sonderlich ratsam. Wenn man dann allerdings klarstellt, dass die Geschichte definitiv aus der Sicht des Jokers erzählt und daher nicht sonderlich zuverlässig ist, dann könnte es durchaus klappen. Gibt viele Optionen wie man solche Themen mit der Figur an sich verbinden kann.
    • Sentenza93
      Joker als sozusagen Messias der Armen? Klingt ein bisschen danach. Fände ich nicht so gut. Von mir aus am Anfang seines Aufstiegs noch, aber später dann wirklich der absolute Clown Prince of Crime bitte.
    • Rockatansky
      ...dass eines der zentralen Themen in „Joker“ der Konflikt zwischen reicher Oberschicht und ausgebeuteter Unterschicht ist und der Joker darin zu einer Art Identifikationsfigur der Armen wird.Also wäre der Joker hier doch eine Art Antiheld. So sehr ich mich auf dem Film freue, weiss ich noch nicht, ob mir diese Prämisse gefällt.
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