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    "Toy Story 4": So wird auf den größten Fail der Pixar-Geschichte angespielt
    Von Annemarie Havran — 23.08.2019 um 17:58
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    Wann habt ihr zuletzt eure Daten gesichert? Na?? Wir gehen davon aus, dass zumindest Pixar nun regelmäßig Sicherungskopien macht: Fast hätte das Studio von „Toy Story 4“ nämlich „Toy Story 2“ durch versehentliches Löschen komplett verloren...

    Disney / Pixar

    Es ist ein kleines, unscheinbares, aber extrem selbstironisches Easter-Egg in „A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando“: Als Bo Peep a. k. a. Porzellinchen (Annie Potts / deutsche Stimme: Alexandra Mink) in einer Rückblende am Anfang des Films von ihrem neuen Besitzer mitgenommen wird, hat dessen Auto das Kennzeichen „RMRF97“. Diese Referenz verweist aber nicht, wie sonst bei den meisten Easter-Eggs üblich, auf einen anderen (Pixar-)Film, sondern ganz im Gegenteil darauf, dass es einen bestimmten Film vielleicht gar nicht geben würde!

    Denn ein gigantisches Missgeschick bei Pixar hätte fast dafür gesorgt, dass wir „Toy Story 2“ von 1999 nie gesehen hätten. Mit der Eingabe dieses Codes in den Computer, genauer gesagt „rm -r –f“ löschte damals ein Mitarbeiter versehentlich die Hauptdatei von „Toy Story 2“ vom Pixar-Server – und zwar mit allen Bestandteilen und endgültig! Die Zahl „97“ auf dem Nummernschild dürfte sich auf das Jahr beziehen, in dem das erste „Toy Story“-Sequel in Produktion ging.

    "Toy Story 2" wurde gelöscht

    Man würde denken, dass ein Filmstudio die Dateien eines Films sicherheitshalber hundertfach auf allen möglichen und voneinander getrennten Medien speichern würde – doch nein, so unglaublich sich diese in Hollywood gern erzählte Geschichte anhört, „Toy Story 2“ wäre wirklich beinahe verloren gewesen und entweder hätte man den kompletten Film neu machen müssen oder es wäre eben Essig gewesen mit der „Toy Story“-Filmreihe.

    Wie sich der Mitarbeiter gefühlt haben muss, können wir uns gar nicht vorstellen, doch er hatte riesiges Glück: Eine Mitarbeiterin hatte ein Backup in geringerer Qualität auf ihrem heimischen Rechner. Das scheint – oder schien zumindest damals – nicht die Regel gewesen zu sein, immerhin müssen Studios ihr Material vor Datendieben schützen und das gelingt am besten, wenn man möglichst wenig davon außerhalb des Studios selbst in Umlauf bringt.

    Rettung aus dem Home-Office!

    Doch Galyn Susman wurde es erlaubt, damit sie als Supervising Technical Director in ihrem Mutterschaftsurlaub zuhause weiter an dem Film mitarbeiten konnte. Diese Dateien wurden dann in Pixar-High-Quality umgewandelt – und so kam es, dass „Toy Story 2“ gerettet wurde.

    „A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando“ läuft seit dem 15. August 2019 im Kino, als deutsche Sprecher sind unter anderem Michael „Bully“ Herbig (Woody), Walter von Hauff (Buzz Lightyear), Michi Beck (Duke Caboom), Rick Kavanian (Rex) und Sonja Gerhardt (Giggle McDimples) dabei.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando"

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