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    Jetzt auf Amazon Prime Video: Ein ultrabrutales Meisterwerk mit Ryan Gosling
    Von Jan Felix Wuttig — 28.08.2019 um 11:52
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    Ryan Gosling als mysteriöser Fluchtfahrer, Bryan Cranston als desillusionierter Autoschrauber, Carey Mulligan als vereinsamte Mutter und eine Stadt, die in Gewalt und Neonlicht ertrinkt: „Drive“ gibt es ab sofort bei Amazon Prime.

    Amazon Prime Video

    Drive“ war 2011 eine ziemliche Überraschung. Mit einer Mixtur aus blutigster Action, einer bunten 80er-Jahre-Farbgebung und allerhand mysteriösen Charakteren, die in transzendenter Stille und Langsamkeit mit ihrem Schicksal abgeschlossen zu haben scheinen, setzte der dänische Regisseur Nicolas Winding Refn sich als Außenseiter gegenüber etablierten Hollywood-Narrativnormen durch und machte sich als Schöpfer ästhetisch berauschender, ultrabrutaler Stoffe endgültig auch international einen Namen. Ab sofort findet ihr „Drive“ im Angebot von Amazon Prime Video.

    Darum geht’s in "Drive"

    Ein mysteriöser Unbekannter (Ryan Gosling), der von allen nur „Der Fahrer“ genannt wird, hält sich gleich mit mehreren Jobs über Wasser: Tagsüber fährt er als Stuntfahrer auf Filmsets Wagen zu Schrott, nachts verdingt er sich als Fluchtfahrer. Stoisch-schweigsam navigiert er sich bevorzugt auf dem Autositz durch sein Leben und wahrt zu allen, die ihm begegnen, eine professionelle Distanz. Die einzige Ausnahme ist der Mechaniker Shannon (Bryan Cranston), der ihm die Arbeit beim Film beschafft hat, aber vor allem auch das Bindeglied zwischen ihm und Unterweltgestalten wie Gangster Bernie (Albert Brooks) ist.

    Als der Fahrer allerdings seine Nachbarin Irene (Carey Mulligan) und ihren kleinen Sohn Benicio (Kaden Leos) kennenlernt und schnell Zuneigung für die beiden verspürt, ändert sich die Situation. Irenes Mann Standard (Oscar Isaac) wurde gerade aus dem Knast entlassen und muss dringend Geld auftreiben, wobei ihm der Fahrer hinter dem Steuer eines Fluchtwagens helfen soll. Doch der Raubzug geht schief, und auf einmal hat die Mafia beschlossen, dass der mysteriöse Fahrer verschwindet muss, ebenso wie alle, die er kennt.

    "Drive" war Nicolas Winding Refns Blaupause

    Regisseur Nicolas Winding Refn führte mit „Drive“ zum ersten Mal die Handschrift als Filmemacher vor, mit der er mittlerweile untrennbar verbunden ist: Sowohl „Only God Forgives“ als auch „The Neon Demon“ zelebrieren wie „Drive“ exzessives Blutvergießen in überbordender Ästhetik und beinahe meditativer Langsamkeit. Auch seine Neo-Noir-Serie „Too Old To Die Young“ mit Miles Teller, die ihr ebenfalls auf Amazon Prime sehen könnt, schließt sich diesem Konzept an. Doch „Drive“ bleibt bisher Refns Magnum Opus, denn „sein hypnotisches Neo-Noir-Meisterwerk ist das coolste Stück Zelluloid seit Jahren und der Stoff, aus dem Kultfilme gemacht sind“:

    FILMSTARTS-Kritik zu "Drive"

    Neben „Drive“ findet ihr bei Amazon Prime Video seit heute auch noch die romantische Komödie „Juliet, Naked, die erst Ende 2018 in den Kinos lief. Chris O’Dowd („The IT Crowd“) spielt darin den Musikliebhaber Duncan, der besessen ist vom Sänger Tucker Crowe (Ethan Hawke). Als dieser sein erstes Album nach 20 Jahren veröffentlicht, ist Duncan hellauf begeistert – seine Freundin Annie (Rose Byrne) ist hingegen nur genervt von der Obsession ihres Partners und kann darüber hinaus auch nichts mit der Musik von Tucker Crowe anfangen.

    Während Duncan in seinem Forum eine Lobeshymne auf dessen neue Songs veröffentlicht, lässt sich Annie zu einem brutalen Verriss hinreißen. Auf diesen wird jedoch der Künstler selbst aufmerksam und meldet sich daraufhin bei ihr – zwischen beiden entwickelt sich schnell eine enge Online-Freundschaft…

    Ein Meisterwerk wie „Drive“ ist „Juliet, Naked“ zwar nicht – ans Herz legen wollen wir ihn euch trotzdem. In unserer FILMSTARTS-Kritik kommen wir nämlich zu dem Fazit, dass der Film von Jesse Peretz („Our Iditot Brother“) „eine witzig-lockere romantische Komödie über falsche Lebensentscheidungen und übertriebenen Fankult“ ist.

    Neu bei Amazon Prime im September: Ein Monat voller Meisterwerke

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