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    "ES 2": So viel Einfluss hatte Stephen King wirklich
    Von Julius Vietzen — 10.09.2019 um 16:00
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    Im Vorfeld von „ES Kapitel 2“ hieß es, Stephen King hätte das Drehbuch für gut befunden und sogar noch höchstpersönlich eine neue Szene hinzugeschrieben. Aber stimmt das überhaupt?

    Warner Bros.

    Es war eine Schlagzeile, die im Vorfeld des Kinostarts von „ES Kapitel 2“ für Aufsehen sorgte: Stephen King, der bekanntermaßen seit Erscheinen von „Shining“ gegen das Stanley-Kubrick-Meisterwerk wettert, weil ihm die Adaption seiner Geschichte nicht gefällt, war von „ES“ so begeistert, dass er für den zweiten Teil der Verfilmung sogar noch eine „komplett neue Szene“ vorschlug und selbst schrieb.

    Doch tatsächlich handelt es sich dabei wohl um ein Missverständnis. Die Interviewauszüge aus dem Magazin Total Film, die sich vor allem über Syfy Wire verbreiteten, klingen zwar wirklich so, als habe King persönlich eine Szene für „ES 2“ geschrieben, die es im Buch nicht gibt. Doch wie Regisseur Andy Muschietti inzwischen gegenüber Collider klarstellte, war das nicht der Fall: Ich habe ihm einfach nur das Drehbuch gezeigt, weil ich wissen wollte, was er davon hält.“ King habe daraufhin lediglich einige Szenen vorgeschlagen, die er gerne im Film sehen würde.

    Stephen Kings Wunschszenen

    Aber welche Szenen waren das genau? Auch diese Frage beantwortete Muschietti den Kollegen: „Er ist ein Fan von Paul Bunyan [dem Holzfäller] und besonders davon, wie Paul Bunyan den kleinen Richie jagt.“ Dass sich King ausgerechnet diesen Moment gewünscht habe, sei deshalb großartig gewesen, weil er selbst bei der Bunyan-Szene noch unentschlossen gewesen sei. Nachdem sich aber auch King dafür ausgesprochen habe, habe er die Szene gerne eingeplant. In „ES 2“ trifft so der erwachsene Richie bei der Bunyan-Statue erneut auf Pennywise, während sein jüngeres Ich von der riesigen, lebendig gewordenen Holzfällerfigur gejagt wird.

    Die andere Szene ist die mit dem rollenden Steigrohr am Ende des Buches, als Derry in einem großen Loch versinkt und alles überflutet wird", führte Muschietti weiter aus. „Es gibt eine Szene, in der eine Steigleitung zusammenbricht und einen Hügel runterrollt und aus irgendeinem Grund ist das eine von Stephens Lieblingsepisoden aus dem Buch.“ Diesen Wunsch konnte der Regisseur King jedoch nicht erfüllen, denn er habe „ES 2“ auf einer „emotionaleren, intimeren Note“ enden lassen wollen. „Und außerdem hätte diese riesige Zerstörungsszene das halbe Budget für visuelle Effekte verbraucht.

    „ES Kapitel 2“ läuft seit dem 5. September 2019 in den deutschen Kinos – mit Paul Bunyan, aber ohne das rollende Steigrohr.

    Alles zum Stephen-King-Cameo: Unser Interview zu "ES Kapitel 2" 

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    Kommentare
    • l-vizz
      Wegen mir hätten deutlich weniger CGI Szenen in den Film gemusst. Die fand' ich stellenweise störend.
    • Flo
      Und außerdem hätte diese Zerstörungsszene das halbe Budget für visuelle Effekte verbraucht.Das wäre doch wunderbar gewesen. Dann hätte man während dem Rest des Films nicht mit so vielen CGI-Klamotten prahlen müssen, sondern hätte sich lieber auf den leiseren, wesentlich wirkungsvolleren Horror verlassen können.
    • Fa B
      Wo gehobelt wird, da fallen Späne ;)Grüße zurück
    • Julius Vietzen
      Hallo Fa B,du hast Recht, es ist tatsächlich der junge Richie. Der alte Richie trifft nur auf Pennywise in der Nähe der Statue.Viele GrüßeJulius
    • Fa B
      in „ES 2“ wird dann allerdings der erwachsene Richie von der riesigen, lebendig gewordenen Statue von Bunyan gejagtNö. Der kleine Richie wird gejagt. Fake News.
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