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    "Avengers 4": So überraschend reagiert James Cameron auf die Entthronung seines "Avatar" als erfolgreichster Film
    Von Dennis Meischen — 12.09.2019 um 10:15
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    Über 21 Jahre hielt James Cameron mit „Titanic“ und später mit „Avatar“ den ersten Platz unter den erfolgreichsten Filmen, bis er von „Avengers 4“ entthront wurde. Schlimm findet er das allerdings nicht – vielmehr lässt ihn der MCU-Erfolg hoffen!

    20th Century Fox / Walt Disney

    Obwohl James Cameron („Terminator“) in seiner Karriere nur neun Spielfilme als Regisseur zu verantworten hatte, gilt er als einer der einflussreichsten Filmemacher aller Zeiten. Sein Blockbuster „Titanic“ aus dem Jahr 1997 war zwölf Jahre lang der nach Einspielergebnis erfolgreichste Film der Welt, 2009 abgelöst von Camerons ambitioniertem 3D-Herzensprojekt „Avatar, an dem er etwa zehn Jahre gearbeitet hatte. Erst 2019 wurde der beeindruckende Rekord Avatars“ gebrochen – vom MCU-Film „Avengers 4: Endgame“.

    Doch Cameron ist über diese Niederlage überraschenderweise keinesfalls erbost oder enttäuscht. Wie er gegenüber Deadline verlauten ließ, ist er über den enormen Erfolg von „Avengers 4“ eher erleichtert – immerhin bringe dieser neue Chancen für seine vier geplanten „Avatar“ -Sequels und die Zukunft des Kinos im Allgemeinen mit sich.

    “Avengers 4: Endgame” als Steigbügelhalter für “Avatar”?

    Der 65-jährige Cameron hat sich in den kommenden Jahren nicht wenig vorgenommen, um die Mythologie rund um seine Welt Pandora weiter auszubauen. „Avatar 2“ soll 2021, „Avatar 3“ 2023 in die Kinos kommen, beide nach langen Verzögerungen aufgrund technischer Schwierigkeiten beim Dreh. Zwei weitere Fortsetzungen sind für die Jahre 2025 und 2027 geplant, sollte die Kasse bei den ersten stimmen. Und genau hier hat das Einspielergebnis von „Avengers 4“ Cameron Hoffnung gemacht:

    Avengers: Endgame ist ein nachhaltiger Beweis dafür, dass die Leute immer noch ins Kino gehen. Das, was mich am meisten besorgt hat, als ich ,Avatar 2' und ,Avatar 3' gemacht habe, war, dass sich der Markt möglicherweise so sehr verändert hat, dass es einfach nicht mehr möglich wäre, Leute so sehr zu begeistern, dass sie dazu gebracht werden in einem dunklen Raum mit einer Gruppe von Fremden zu sitzen, um sich etwas anzugucken“.

    Twentieth Century Fox France
    In den nächsten Jahren wird die Welt von "Avatar" weiter ausgebaut.

    Als Cameron 2010 die ersten zwei „Avatar“ -Fortsetzungen ankündigte, war der Unterhaltungsmarkt tatsächlich noch ein ganz anderer. In den vergangenen Jahren haben Streamingdienste und VoD-Portale enorm gegenüber dem Kino an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig bieten sie eine günstigere Alternative zu den auch durch die 3D-Technik gesteigerten Kinokartenpreisen. Die Ticketverkäufe für die große Leinwand sind dementsprechend zurückgegangen. Nach Camerons Sicht hat „Avengers 4“ hier entgegengewirkt:

    „Ich freue mich, da es im Gegensatz steht zu dem alternativen Szenario, in dem es dank der schnellen Verfügbarkeit und der maßgeschneiderten Erfahrung, die jeder mit Streaming-Diensten und den verschiedenen Plattformen für sich selbst erstellen kann, möglicherweise kein [Kinopotenzial] mehr gibt“. Der „Avatar“-Regisseur hofft also, aus dem „Avengers“-Erfolg einen Kino-Zeitgeist lesen zu können, den er für seine eigenen „Avatar“-Sequels nutzen kann, um so nahtlos an frühere Erfolge anzuknüpfen.

    Denn obwohl er sich schon vorstellen könnte, für einen Streamingdienst zu arbeiten und Vorteile gerade in der im Serienformat eventuell besser möglichen Charakterzeichnung von Figuren sieht, ist und bleibt Cameron ein Mann der großen Leinwand. Es wird sich spätestens 2021 zeigen, ob Camerons Kino-Optimismus für „Avatar“ Früchte trägt. Bis dahin hat der Ausnahmeregisseur immerhin noch die Gewissheit, dass seine Werke „Titanic“ und „Avatar“ inflationsbereinigt und abzüglich der höheren Ticketpreise immer noch vor „Avengers 4: Endgame“ in der Liste der erfolgreichsten Filme stehen

    "Avengers"-Star Paul Bettany dachte vor "WandaVision", dass Marvel ihn feuern will
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    Kommentare
    • FilmFan
      Leeres Gelaber von Inflation. Da steht auch nie was von den Löhne einst, oder der Lebensweise. Ausgaben die damals deutlich niedriger waren als heute. Auch die Interessen und Neugier der Menschen war zu Avatar-Zeiten ganz anders als heute. Wer geht heute alleine nur wegen eines 3-D Effektes in die Kinos?
    • FilmFan
      Lächerlich eurer Inflations bereinigte Liste Argument. Aber gerne und immer erwähnt.
    • Cirby
      Okay, also die selbstproduzierten Sachen sind nix für dich.Kann ich verstehen. Mir sagt das auch nur begrenzt zu.
    • WhiteNightFalcon
      Muss zb sagen, was Streaminganbieter so treiben, interessiert mich bisher 0. Bleibe da bei DVD und Kino.
    • Sentenza93
      Was für Zeug rauchst Du? Gib mir was davon. Und Du bist gefeuert. ;)
    • Cirby
      Es geht ja nicht darum, dass er nicht über das aktuelle Kino Bescheid wüsste. Er hatte vor 10 Jahren mit Avatar 2 angefangen und da begann auch der Streamingfeldzug. Da kann man schon ins Schwitzen kommen, wie sich das entwickelt. Es hätte sich auch noch krasser entwickeln können, hätte man nicht planlos investiert.Ungebrochen beliebt unterschreibe ich so nicht. In Deutschland kommt man seit 2009 - Avatar - nicht mehr auf 10 Mio. Besucher. Das ist 10 Jahre her.Die Schwäche, die ich bei Streamingplattformen sehe, habe ich weiter oben geschrieben, ist die geringere Finanzkraft in einzelne Produktionen und damit die Tendenz zu Trash. Aber das wird sich vielleicht auch noch ändern.
    • WhiteNightFalcon
      Für jemanden, der technisch in Punkto Kino immer seiner Zeit voraus ist, in der Tat eine wenig glaubwürdige Aussage.
    • WhiteNightFalcon
      Ne, das er über das aktuelle Kino nicht Bescheid weiß, kaufe ich einem wie Cameron nicht ab.Um mal dein Streamingbeispiel aufzugreifen. 1982 als Octopussy in Arbeit war, gab es ein Interview mit den Bond-Machern. Die äußerten damals ihre Gedanken, dass sie es für möglich hielten, wenn das TV zunimmt, dass sich Kinofilme - bezogen auf Bond, die ja zu den teuersten Produktionen gehörten - irgendwann nicht mehr lohnen würden. 37 Jahre später ist das Kino immernoch ungebrochen beliebt, trotz Streaming, trotz XXL-Fernsehern, trotz Beamern etc, was dem Kino schaden könnte.
    • Deliah C. Darhk
      Ja klar, 36 Milliardenknacker (zwei davon doppelt) seit Avatar und JC weiss erst Dank 'Endgame', dass das Kino noch eine Zukunft hat. ^^Sorry, kauf' ich nicht.
    • DanielU
      Inflationen interessieren niemanden, nicht mal James Cameron. Wie er selbst sagt, damals war es einfacher, Menschen in die Kinos zu locken. Es gab keine Streaming Dienste etc.. Deshalb interessiert sich niemand für Inflationen, weil es nur die halbe Wahrheit ist. Heute geht niemand mehr ins Kino, deshalb ist der EndGame Rekord höher einzustufen, als die 200 Millionen Unterschied von den Inflationen. Übrigens lieber Journalist: Titanic war in drei verschiedene Jahre im Kino. Würde man nur das Original Jahr nehmen, würden sie nicht einmal mit Inflationen an EndGame heran kommen!!! Experten sagen, heute gibt es potenziell 300 Millionen Menschen weniger, die ins Kino gehen, als 2009! Rechnet das mal aus!!ps: Es gibt Rekorde von EndGame, die sogar mit Inflationsbereinigung Rekorde sind. Wie das beste Start-Wochenende. Da kommt Avatar ( 150mio) auch mit Inflationen nicht an EndGame ran ( 1.2 Mrd)
    • Cirby
      Was mMn noch ein Problem für Streaminganbieter ist, ist die finanzielle Kraft, die vielen Projekten noch fehlt. Zum Beispiel die kommende WitcherSerie sieht im Trailer recht kostengünstig produziert aus. Im Kino hätte man da Unsummen investiert, und es hätte ggf. einen Flop gegeben.Aber bei Serien wird erstmal wenig investiert, um zu sehen, wie es ankommt. Vergleichen kann man dies mit Game of Thrones, wo die erste Staffel auch recht billig wirkt, und auch vergleichsweise war, trotz dass keine aufwändigen Kreaturen erstellt werden mussten.Selbiges trifft auch auf teure Filme zu, wie der mit Will Smith. Teuer, ja. Aber nicht annähernd in der großen Blockbusterliga. Da muss noch einiges investiert werden, um das Kino zu verdrängen.
    • Cirby
      Er hat doch recht. Das Streaming hat sich die letzten 10 Jahre stark entwickelt und immer weniger gehen ins Kino. Solche Mammutprojekte wie Avatar werden immer riskanter.
    • WhiteNightFalcon
      Wo war der Mann die letzten zehn Jahre? Hat er echt gedacht, das Kino würde langsam aussterben? 🧐Das der Erfolg von Avengers auch nen Erfolg für Avatar bedeutet, halte ich für noch nicht in Stein gemeißelt.
    • Dennis Beck
      Ja, da gebe ich Mr. Cameron Recht. Und ich wünsche ihm nach all der Zeit viel Erfolg mit seinen Avatar-Fortsetzungen. Jedoch rennen die meisten Zuschauer nur für Superhelden oder Disney-Filme wie blöd in die Kin..ach stimmt, die Filme sind jetzt auch Teil der Familie. Die Maus wird sich schon darum kümmern. Solche Weihnachts-Events lässt man ja nicht links liegen. Keine Sorge!
    • Madmax
      Wir haben mittlerweile September, aber das Sommerloch scheint sich noch länger hinzuziehen... blöder Klimawandel xD
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