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    Gerücht: Professor X und Magneto sollen im MCU schwarz sein – und das würde total Sinn ergeben!
    Von Daniel Fabian — 16.09.2019 um 18:15
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    Nach dem Disney-Fox-Deal warten Comic-Fans gespannt auf das Debüt der X-Men im MCU. Zur Überraschung vieler könnten Magneto und Professor X nun erstmals von schwarzen Schauspielern verkörpert werden – passend zum Ursprung der Mutanten.

    Twentieth Century Fox France

    Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte wurden Charles Xavier alias Professor X und Erik Lehnsherr alias Magneto von den unterschiedlichsten Darstellern gespielt bzw. gesprochen – vor allem aber natürlich von James McAvoy und Patrick Stewart sowie von Michael Fassbender und Ian McKellen. Und ausgenommen Christopher Judge, der Magneto in der animierten Serie „X-Men Evolution – Die Mutanten“ synchronisierte, hatten sie alle eines gemeinsam: sie sind weiß.

    Das könnte sich allerdings schon bald ändern. Wie die Kollegen von Full Circle nun berichten, sollen Kevin Feige und Marvel nämlich in Betracht ziehen, die Rollen für das Marvel Cinematic Universe erstmals mit dunkelhäutigen Schauspielern zu besetzen. Ein schwarzer Magneto und ein schwarzer Professor X? Das klingt im ersten Moment irgendwie unvorstellbar, ergibt bei genauerer Betrachtung aber durchaus Sinn. Außerdem hat sich Kevin Feige schon in der Vergangenheit über eine in Zukunft steigende Diversifikation im MCU geäußert...

    Die Symbolik hinter den X-Men

    Man könnte ja meinen, dass man die immer nur von Weißen verkörperten Charles Xavier und Erik Lehnsherr nicht derart gegen ihr „Originalbild“ besetzen könnte und das Ganze bloß wieder ein vermeintlich krampfhafter Versuch wäre, Inklusion und Diversifikation auf Biegen und Brechen in Hollywood durchzuboxen. Blickt man allerdings zurück auf die Motive, aus denen heraus die X-Men überhaupt erst entstanden sind, wäre eine derartige Neuerung nicht nur ein nachvollziehbarer Schritt, sondern fast eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln sowie eine Verneigung vor X-Men-Schöpfer Stan Lee und all jenen, die die X-Men-Comics im Laufe der Zeit prägten und dabei auch immer stärker auf aktuelle Sozialkritik setzten.

    Denn Lee führte die Mutanten 1963 gemeinsam mit Jack Kirby ein, um auf die großen gesellschaftlichen Missstände zu jener Zeit hinzuweisen. Die Dämonisierung einer Gruppe von Individuen, die vom vermeintlich besseren „Rest“ der Gesellschaft an den Pranger gestellt wird, war in den USA zu der Zeit von Bürgerrechtskämpfern wie Malcolm X und Martin Luther King besonders stark. Daraus entstand später durch Mitwirken von Autoren wie Chris Claremont überhaupt auch erst das Konzept der X-Men als Parabel für marginalisierte Bevölkerungsgruppen, wie sie viele Fans der Vorlage heute kennen. Eben jene Rollen nun dieser Intention entsprechend zu besetzen, wäre zweifelsohne eine starke Geste, die soweit auch durchaus Sinn ergeben würde. Ganz so einfach ist das allerdings nicht…

    Im MCU: Bekommt Magneto dann eine neue Geschichte?

    Sollte an den Gerüchten wirklich etwas dran sein und letzten Endes auch tatsächlich schwarze Darsteller gecastet werden, stellt sich nämlich die Frage nach der Neuausrichtung der beiden Figuren. Gerade Magnetos Geschichte dürfte die Macher wohl vor Herausforderungen stellen: Denn der heißt eigentlich ja Max Eisenhardt und wurde als deutscher Jude während des Zweiten Weltkriegs einst in ein polnisches Konzentrationslager verschleppt. Außerdem ist da auch noch die Zeitlinie, die – wenn man das Element der Zeitreisen mal außen vor lässt – nur den Auftritt eines uralten Magneto ermöglichen würde. Wie könnte dieser bloß ins fetzige, immer lustigere MCU passen?

    Eine Möglichkeit (neben einem greisen Mutanten-Anführer) wäre natürlich ein Nachfolger, eine modernere und vor allem jüngere Neuinterpretation – etwa mit Giancarlo Esposito und dem Völkermord in Ruanda aus den 1990er Jahren, anstelle des Holocausts. Gerade in Anbetracht der tragischen Lebensgeschichte des später als Erik Lehnsherr bekannten Mutanten stellt sich allerdings die Frage, ob man das Original wirklich derart stark verfälschen bzw. in eine neue Richtung lenken will...

    Bevor es soweit ist, heißt es aber ohnehin erst einmal warten auf „New Mutants“. Das von Krisen gebeutelte Spin-off soll nach mehreren Verschiebungen nun endlich am 2. April 2020 in die Kinos kommen. Mit einer Integration der X-Men ins MCU ist vor der 2022 startenden Phase 5 wohl nicht zu rechnen.

    Das haben Disney und Marvel jetzt mit "New Mutants" vor

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    Kommentare
    • IIFE2000
      Die AfD steht für Faschismus? Tickt ihr noch ganz sauber? Was soll das werden, Verharmlosung und Relativierung der NS-Zeit?
    • IIFE2000
      Gegenfrage: Warum sollte ein Schwarzer, der rechtskonservative Positionen vertritt, die Grünen, die CDU oder eine andere Partei wählen? Warum sollten nationalkonservative Juden dies tun, statt sich in der AfD mit mittlerweile auch offiziellen Verbänden zu organisieren? Denkst du, all diese Menschen sind eigentlich fehlgeleitete Verwirrte? Oder kommt irgendwann auch der Punkt, an dem du dein eigenes verzerrten Bild von AfD & Co. in Frage stellen würdest?
    • IIFE2000
      Ah! Interessant! Denn: Dass du dir nicht erklären kannst, wieso Schwarze AfD wählen, beweist den tiefsitzenden Rassismus deinerseits. Du verknüpfst bestimmte Rassen mit bestimmten erwünschten oder natürlichen Haltungen. Als Mulatte gebe ich dir darauf Brief & Siegel, dass diese Art des Rassismus der ist, der am weitesten verbreitet in Deutschland ist. Du solltest mal darüber nachdenken, welche Liste politischer Parteien für Schwarze denn geeignet wäre. Was darf ich als Schwarzer für politische Positionen vertreten, um von dir nicht als gegen seine Rasse handelnder gesehen zu werden?
    • IIFE2000
      Mitnichten ist er ein Rassist. Stell dir mal das Geschrei vor, wenn Black Panther plötzlich ein Asiate oder Weißer werden würde. Wären die kleinen schwarzen Jungs, die dann vermutlich auf die Barrikaden gehen würden für dich dann auch Rassisten? Oder gilt diese infame Unterstellung grundsätzlich nur gegen Weiße?
    • IIFE2000
      Wenn sich Kinder oder andere nur mit gleichrassigen Helden identifizieren könnnen, sind an ganz anderer Stelle bereits groteske Fehler in der Erziehung und der Gesellschaft gemacht worden. Das sollte man nicht noch durch eine Entstellung von Kunstwerken honorieren.
    • IIFE2000
      Klar kann man das irgendwie. Die Frage ist nach der Motivation, was ist der Sinn dahinter? Werden dunkelhäutige Charaktere wie Blade oder Black Panther dann auch mal Asiaten oder Weiße? Wird Storm von einem rothaarigen Mann gespielt?
    • IIFE2000
      Laut ihrer Logik wäre es auch wünschenswert wenn Black Panther im nächsten Film weiß ist.
    • IIFE2000
      dieses blackwashing ist einfach würdelos und bigott. gerade magnetos identität als Jude der mit seiner familie auschwitz überlebt hat, ist einer seiner wesensbildenden attribute.
    • Deliah C. Darhk
      Hmmmm, ich könnte für Marvel in China einen AoS-Film mit Quake und der Kavallerie im Mittelpunkt drehen, im Kampf gegen den echten Mandarin und Irezumi (einem völlig unterschätzen japanischen Schurken).;)
    • Deliah C. Darhk
      Stimmt. Hatte ich nicht mehr auf dem Schirm. Staffel 5 kenne ich aber noch nicht.
    • Dark Rain
      Als ich diese Nachricht gelesen habe konnte ich nur noch müde seufzen. Langsam ist man weder Wütend noch traurig sonst noch was sondern einfach nur Müde. Ich bin zumindest froh endgültig mit dem Marvel Cinematic Woke abgeschlossen zu haben.
    • Sentenza93
      ...nur den Auftritt eines uralten Magneto ermöglichen würde. Wie könnte dieser bloß ins fetzige, immer lustigere MCU passen?Und damit habt ihr perfekt eins der Probleme des MCU, gerade aktueller denn je, beschrieben. Fetzig und immer lustiger. Und vor allem, was hat das mit dem Alter zu tun?
    • Sentenza93
      Danke. Das ist genau das, was ich hier auch immer wieder schreibe.Was sagt es denn aus, wenn man plötzlich bei bekannten Franchises die Herkunft oder das Geschlecht einer Figur ändert? Ihr seit keine eigenen Ideen wert. Euer Erfolg kommt nur auf dem Rücken anderer zustande.
    • WhiteNightFalcon
      Schon klar, ich wollte auch lediglich eine spontan eingefallene Option äußern, wie man das Ganze auf recht krude Art lösen könnte.
    • Matthias@VorfreudeaufFilm
      Danke für die Infos :)
    • Deliah C. Darhk
      BP bezieht seine Kraft aber aus einer Pflanze, und auf die hat(te) nur der amtierende König von Wakanda Zugriff.
    • Deliah C. Darhk
      Du weißt, dass ich nicht weiß bin.Bin ich jetzt auch eine Rassistische, weil ich mich oben gegen einen schwarzen Magneto ausgesprochen habe?
    • Deliah C. Darhk
      Davon gibt es im der Vorlage bereits mehr als eine, und eine davon ist auch tatsächlich an Mutter Nachts Seite aktiv, als diese versucht auf einer Insel den (lt Kanon) 400 Jahre später eben dort gegründeten weltumspannenden Frauenstaat unter der Führung ihrer Nachkommin zu gründen: Femezonien.
    • Deliah C. Darhk
      Zunächst mal: Die Erik-Origin ist zwar mittlerweile die Bekannteste von Magneto, jedoch nicht die Originale.Bei seinem ersten Auftritt hieß Magneto einfach Magnus (und trug diesen Namen noch während des Secret Wars auf Battleworld, wo Wasp ihn nach einem Schäferstündchen damit ansprach. Er stammt aus dem polnischen Gdansk. Nie geklärt wurde, ob er Pole oder Sinti ist.Magnet streute immer wieder mal falsche Indizien aus, welche seine Identität verschleiern sollten.Aufgrund der bekannten Fakten müsste er allerdings eindeutig Pole sein.Lee und Kirby schufen diese Figur zur eigenen Aufarbeitung des deutschen Völkermordes an den Juden während der NS-Zeit.Das stellt eine sehr persönliche Beziehung zur Figur da, die sich nicht einfach ersetzen lässt.Diese Originale zu verändern sähe ich als eine grosse Respektlosigkeit an.Wenn man also schon (ebenfalls entgegen des Geistes von Marvel, wo eigens um dies auszuschließen Figuren wie Turner Century und Dominica Fortune oder prominenter Vulture und Tante Mays fidele Senioren-Wohngruppe etabliert wurden) Altersdiskriminierung betreiben will, dann bitte auf Magnets Wohnsitz im All zurückgreifen wo er schlicht langsamer altert als auf der Erde.Xavier hat zwar auch eine Wurzel in Haifa, aber die kam bei seiner Charakterisierung weit weniger prägnant zum Tragen.Ich halte es zwar für das falsche politische Signal bei den zwei Köpfen der sich im Maintheme um Rassismus drehenden Reihe auch noch über die Hautfarbe einer lange unterdrückten Minderheit als Ausgegrenzte zu definieren, auch weil dadurch die eigentliche Botschaft der X-Men etwas aus dem Fokus gerückt wird, könnte aber bei Xavier durchaus mit Esposito als Darsteller gut leben.
    • Fabian S.
      Danke. Besser hätte man es nicht sagen können.
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