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    "Rambo 5: Last Blood": Darum ist Stallone froh, nicht selbst Regie geführt zu haben
    Von Martin Ramm — 01.10.2019 um 15:00
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    Sylvester Stallone inszeniert seine Herzensprojekte gerne selbst. So war es z. B. bei manchen „Rocky“-Teilen und bei „John Rambo“ – doch bei „Rambo 5: Last Blood“ passte er. Seine Begründung verrät viel über darüber, was ihm bei Sequels wichtig ist.

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    Sylvester Stallone ist zwar vor allem bekannt für seine Darstellung ikonischer Figuren wie John Rambo, Rocky Balboa oder Barney „The Schizo“ Ross („The Expendables“), bekleidete aber immer wieder auch andere Positionen im Filmgeschäft. So fungierte er auch schon mehrmals als Regisseur. Unter anderem entstanden „Rocky II“, „Rocky III - Das Auge des Tigers“ und „Rocky IV - Der Kampf des Jahrhunderts“ alle unter seiner Regie. Ebenso inszenierte er seine beiden großen Revival-Filme der 2000er: „Rocky Balboa“ und „John Rambo“, den Vorgänger zu „Rambo 5: Last Blood“. Auch „The Expendables“ entstand unter seiner Führung.

    Aus dieser Reihe könnte man durchaus schließen: Stallone nimmt bevorzugt bei seinen großen Herzensprojekten die Zügel in die eigene Hand. Die Frage, wieso Stallone nicht auch bei „Rambo 5: Last Blood“ den Regieposten übernahm, liegt demnach nah. Immerhin ist der Teil als Abschluss der legendären Kult-Reihe konzipiert – genau wie „Rocky Balboa“ seinerzeit die „Rocky“-Reihe beenden sollte.

    Darum führte Sylvester Stallone bei "Rambo 5" nicht selbst Regie

    Als CinemaBlend ihn genau das fragte, erwiderte Stallone, dass es ein Timing-Problem gegeben habe und er zu sehr mit der Arbeit an einer anderen Sache schlicht zu sehr beschäftigt gewesen wäre.

    Zwar ist das keine sonderlich tiefschürfende Antwort, dafür gewährte Stallone aber ein paar spannende Einblicke in seine Auffassung davon, was ein guter Sequel-Regisseur zu leisten habe. Denn anschließend kam er auf die Qualitäten von Adrian Grunberg („Get The Gringo“) zu sprechen, welcher stattdessen Regie geführt hat. Und dabei lässt er keinen Zweifel daran, dass er sehr zufrieden mit der Wahl des Regisseurs ist.

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    Darauf kommt es Stallone bei Sequels besonders an

    Stallone führt aus: „Ich sah, was Adrian Grunberg zuvor gemacht hat, und wusste, er würde gute Arbeit leisten. […] Es war eine wirklich gute Entscheidung, denn wie jeder sehen kann, hat er wirklich sehr, sehr, sehr hart an dem Film gearbeitet. Zugleich war er bereit, den Stil der Serie beizubehalten, dem Look treuzubleiben.

    Er hat seinen eigenen Stil, aber er blieb trotzdem sehr nah am Ton von „John Rambo“. Und das finde ich gut. Ich wollte keinen plötzlichen Sprung oder eine einschneidende Wendung. So wäre es, wenn zum Beispiel Darren Aronofsky plötzlich die Regie bei „Rambo“ übernehmen würde. Ich halte ihn für einen großartigen Filmemacher, aber [bei seinem Stil] würde man sagen: „Wow, das ist ein Schock!“

    Daraufhin kommt Stallone auf seine eigenen Erfahrungen als Regisseur zu sprechen und die Probleme, in eine laufende Filmserie einzusteigen: „Ich kann mich daran erinnern, dass ich Schwierigkeiten damit hatte, John [Avildsens]Rocky fortzusetzen, weil ich in Teil 2 ja exakt den gleichen Stil adaptieren musste, den „Rocky“ hatte, da die Geschichte im nächsten Teil nahtlos weitergeht: Rocky verlässt den Ring und ist dann im Krankenhaus. Und so habe ich einfach exakt John Avildsens Regiestil beibehalten. So funktionierte es bestens.“

    Die "Rambo"-Reihe: Viel diverser als "Rocky"

    Tatsächlich ist der Stil der verschiedenen „Rocky“-Filme recht homogen; den Regisseurswechsel merkt man ihnen kaum an. Bei „Rambo“ aber ist das anders. War der erste Teil „Rambo: First Blood“ noch ein Drama mit Actioneinlagen, präsentierten sich „Rambo II: Der Auftrag“ und „Rambo III“ als fast schon typische 80er-Jahre-Ballerfilme, bei denen von den leisen Tönen des ersten Teils kaum noch eine Spur zu finden war. Und „John Rambo“ von 2008 entpuppte sich schließlich als Dschungel-Schlachtplatte mit uferloser Gewalt, die inszenatorisch noch einmal ganz andere Wege einschlug.

    Das Kontinuitäts-Argument ausgerechnet bei einer so wechselhaften Serie wie „Rambo“ anzubringen, mutet daher fast ein bisschen kurios an. Zudem zwischen „John Rambo“ und „Rambo 5: Last Blood“ über 10 Jahre liegen – und sie daher nicht direkt ineinander übergehen, wie es damals bei „Rocky“ und „Rocky II“ der Fall gewesen ist. Trotzdem ist Stallone beizupflichten, wenn er den beiden eine stilistische Verwandtschaft attestiert. Der neue Rambo ist mit seinem Vorgänger insbesondere in Sachen Grimmigkeit allemal auf Augenhöhe und besitzt auch insgesamt eine sehr ähnliche Stimmung.

    „Rambo 5: Last Blood“ läuft aktuell im Kino.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Rambo 5: Last Blood"

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    Kommentare
    • Sentenza93
      Ein gerade vom Krebs halbwegs genesener Rocky...Ein Mann, der immer noch angeschlagen ist...Ein Mann, der seinen Frieden mit dem Kämpfen gemacht hat...Der soll sich mit einem russischen Boxer kloppen, der ihn unangespitzt noch in den Boden rammen könnte? Das ist nicht nur von der körperlichen Seite Schwachsinn, es würde auch komplett gegen den Charakter der Figur gehen. So wie er u.a. auch im restlichen Film dargestellt wird. Da war die Unterhaltung in Rocky's Restaurant zehnmal spannender und packender.
    • Driver
      Es geht nicht um die Geschichte der beiden Filme, sondern um die Inszenierung.Tut es eigentlich weh du zu sein?
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