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    "Rambo 5: Last Blood": Stirbt Rambo am Ende?
    Von Dennis Meischen — 22.09.2019 um 16:30
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    Der Titel „Last Blood“ scheint es bereits anzudeuten: „Rambo 5“ könnte die letzte Vorstellung für den Vietnam-Veteranen John Rambo (Sylvester Stallone) sein. Aber stirbt er wirklich? Wir erklären euch das mehrdeutige Ende des Films.

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    Vorsicht: Spoiler-Warnung zu „Rambo 5“!

    Mit 73 Jahren metzelt Sylvester Stallone als John Rambo in „Rambo 5“ so intensiv und persönlich wie selten zuvor. Doch auch die Zeichen des Alters lassen sich nicht verleugnen. Nicht nur braucht der Vietnam-Veteran mittlerweile einiges an Tabletten, in Mexiko bekommt er auch noch eine ziemlich unschöne Abreibung verpasst.

    Als er schließlich alles verliert, wofür es sich zu Leben lohnt, wirkt sein brutales „Kevin-allein-zuhaus“-Massaker am Ende von „Last Blood“ fast wie ein erweiterter Selbstmord, mit dem er möglichst viele Fieslinge mit in die Hölle nehmen will. Nach getaner Arbeit und mit für normale Menschen sicher tödlichen Wunden übersät, setzt sich Rambo in klassischer Western-Manier auf seinen Schaukelstuhl, um endlich zu sterben. So scheint es zumindest.

    Rambo überlebt - für "Rambo 6"?

    Und Regisseur Adrian Grunberg gibt sich anfangs auch alle Mühe, diesen Eindruck zu vermitteln. So folgt auf die letzte Einstellung von Rambo im Schaukelstuhl eine Art Nachruf mit alten Rambo-Szenen aus den vorherigen Filmen. Fast fühlt sich der Zuschauer daher wie auf einer Beerdigung. Aber der geduldige Kinobesucher, der noch nicht aus dem Saal eilt, sieht, dass der Schein trügt.

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    Ein echtes Cowboy-Ende für John Rambo.

    Am Ende der Sequenz steigt Rambo auf sein Pferd und reitet dem Sonnenuntergang entgegen. John Rambo ist also nicht tot. Und warum sollte er das auch sein? Darsteller Stallone hat bereits in Cannes angekündigt, dass er den Vietnam-Veteranen gerne auch noch ein sechstes Mal spielen würde, sollte der fünfte Film an den Kinokassen erfolgreich sein.

    Andererseits verkündete Regisseur Grünberg jedoch schon früh, er sehe in „Rambo 5“ den natürlichen Abschluss und das Ende des gesamten Rambo-Franchises. Das wiederum passt nicht ganz mit Stallones Wunsch zusammen. Es wirkt daher so, als hätte man sich auf einen Mittelweg geeinigt. Kommt „Rambo 6“ nicht, kann Rambos Cowboy-Ritt auch metaphorisch für seinen Tod interpretiert werden, wenn man es denn will. Kommt er doch, hat der taffe Rambo den Endkampf tatsächlich überstanden. So oder so verlässt Rambo in „Last Blood“ erhobenen Hauptes die Leinwand.

    „Rambo 5: Last Blood“ läuft seit dem 19. September 2019 in den deutschen Kinos.

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    Mit "Rambo 5": Unser Ranking der gesamten "Rambo"-Reihe mit Sylvester Stallone
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    Kommentare
    • FilmFan
      Hätte Sly im Abspann auf die Szene verzichtet wo er auf dem Pferd sitzt und die Ranch verlässt hätte man die Schaukelstuhlszene als Sterbeort deuten können. So ist das hinfällig und nicht eine Zeile in einem Artikel wert.
    • Pseudoexperte
      Glaube auch nicht, dass Rambo sich zum Sterben in den Schaukelstuhl gesetzt hat, dafür war dieser Platz einfach zu bedeutungslos, auch wenn der Schaukelstuhl als solcher wieder eine Symbolik vermittelt.Hätte man ihn sterben lassen, hätte er definitiv noch die paar Meter zum Grab seiner Nichte und sich dort an den Baumstamm gelehnt oder sonstiges.Wenn der Film sich einigermaßen verkauft und Mister Stellone gesund bleibt, kommt auch noch Teil 6.
    • FilmFan
      Ich fand sie auch gut.
    • Matthias@VorfreudeaufFilm
      Danke euch beiden für die Antworten!! Dann werde ich mir den Film irgendwann zuhause anschauen, aber nicht aktuell ins Kino gehen. Das kann ich zurzeit einfach nicht gut haben. :D
    • Sentenza93
      Wenn es nach Stallone geht, wird Rambo wohl als Skelett noch weiterkämpfen.
    • Spitzbub
      Ich fand die neue Synchro sogar richtig gut. Schön kratzig, alt und rau.
    • FilmFan
      Ich hatte zu keiner Sekunde das Gefühl das Rambo sich zum sterben in den Schaukelstuhl setzte. Seinen Kritikern gingen dieses Gedanken sicher durch den Kopf. Die hätten sein Ende doch gefeiert. Klar war er schwer verwundet. Wir wissen aber auch was für ein zäher Hund Onkel John ist. Ne OP bei vollem Bewusstsein ne Kleinigkeit für den alten Recken. Wenig später schon im Abspann sitzt er im Sattel und reitet davon.Ich fand den Film klasse. Sogar besser als Taken. Gute, emotionale Handlung in der ersten Hälfte des Film. Gut und Böse werden klassisch definiert. Wir erfahren unterlegt mit Bildern wie Rambo vor 10 Jahren heimkehrte, und wie die Haushälterin der väterlichen Ranch und deren Enkelin zu seiner Familie wird. Wird in kaum einer negativen Kritik erwähnt. Ich fand den Aufbau richtig toll. Wohl wissend worauf es hinausläuft. Er hat ne väterliche Beziehung zu der kleinen. Das wird in rührenden Bildern gezeigt. Auch dies liest man in keinem Verriss. Das er seine Dämonen mit Tabletten bekämpft wäre in jedem Film lobend erwähnt wurden.Für mich der beste und natürlich brutalste Rachefilm Ever. Gerne einen sechsten Rambo. Im übrigen hat mich die neue, alte, Sly Synchro Stimme nicht gestört.
    • WhiteNightFalcon
      Dafür muss ich zugeben, fand ich The Raid mau.Wollte mit dem Vergleich eher darauf hinaus, dass man 30 Jahre später mit dem gleichen Budget, wie 1988 viel weniger anstellen kann.
    • Deliah C. Darhk
      Warum sollte die Figur nur mit einer Vorstellung ihres Todes beendet werden können?
    • Spitzbub
      Von Indiana Jones war ich nie ein Fan, mir Lax, aber Rambo ist einfach lustig. Ich seh ihn gerne als alten knallharten abgestumpften Killer-Opa. Würde man das (für den 6. und wirklich letzten Teil der Reihe) auf einem Niveau von Gran Torino hinbekommen, aber auf Rambo, wäre ich überglücklich.
    • Larry Lapinsky
      Ach ja, die 4x in die Eier beißenden Hunde! Ich hab's übrigens schon nach dem ersten Mal verstanden und hätte keine dreimalige Wiederholung des Vorgangs gebraucht ... Nicht verstanden habe ich hingegen, was dieser ganze Wüstenausflug und die Figur dort überhaupt sollte. Das war zwar alles schick inszeniert und anzusehen, aber sowas von sinnfrei ... Ehrlich, kann mich nicht begeistern. Hier ist Rambos Rache zumindest motiviert und aus seiner Sicht sinnvoll. Er sagt ja auch, die anderen sollen seinen Schmerz nachempfinden. Es geht ja bei Action auch irgendwo für mich noch um Inhalte und nicht nur Style over Substance.
    • Larry Lapinsky
      Ich denke, dass das in diesem Falle keine Budget-Frage war. Niemand wollte noch mal so einen actionmäßigen Over-the-Top-Superlativ-Film wie Rambo 3 - denn das war er, das muss man ihm lassen, auch wenn's IMO der schlechteste war ... Es hätte auch nicht mehr zum Charakter der Figur gepasst, der hier IMO so gut porträtiert wurde wie bisher nur in Teil 1 - von der Warte aus also gut gelungen. Leider kann man das für die Story selber nun mal GAR nicht behaupten. Die Schwäche lag also im Drehbuch. Da wäre Sly gut beraten gewesen, andere noch mal drüberschauen zu lassen ...
    • greekfreak
      Da sage ich nur The Raid der kostete weniger als 1 Million und gilt als Meilenstein des modernen Actiongenres.Rambo 5 ist einfach nur ein uninspiriertes,stellenweise technisch schlechtes B-Movie,wo man die fehlende Story und Kreativität bei den Actionszenen eben mit eben etwas Splatter wettmachen will.Und selbst das war eher meh,da hatte Kill Bill mehr übertriebenes Gore.
    • greekfreak
      In Zeiten wo du so Sachen wie die Hallway-Fights in Daredevil,die Verfolgungsjagt am Anfang von Baby Driver oder die Hunde Szene in Marokko in John Wick 3 hast,kannste mir nicht so lahmen Sch**ss wie hier bei Rambo 5 kommen,sorry.Und von dem was die Asiaten,teilweise für viel weniger Budget als Sly hier hatte,produzieren,fange ich besser gar nicht an.Guck dir mal zum Vergleich Furie an,das ist ein Vietnamesicher Actionfilm,quasi Taken nur das hier die Mutter die Entführer ihres Sohnes jagt.Der ist glaube ich auf Netflix.
    • WhiteNightFalcon
      Naja, aber Rambo 3 war damals mit nem 55 Mio Dollar Budget einer der zehn teuersten Filme aller Zeiten.Um das bei Teil 5 nochmal zu bringen, hätte der deutluch mehr Budget haben müssen, und das gewährt man ihm nicht.
    • Larry Lapinsky
      Da haste allerdings recht ...
    • greekfreak
      Ich fand die Action in Rambo 5 nur öde,generisch und stellenweise auch schlecht inszeniert.Da können die noch so viel CGI-Blut spritzen lassen.Mission Impossible:Fallout hatte ja fast kein Blut und ist um Längen besser in Sachen Action als der lahme Rentner-Rambo.Alleine die Schlägerei im Klo vom Club zwischen Cruise,Cavill und den Asiaten war besser als alles was hier aufgefahren wurde.
    • Larry Lapinsky
      Für mich ist 'ne Messlatte nicht der Bodycount bzw. Nonstop-Gekille oder -geböllere ... John Wick 3 war für mich persönlich GAR nichts, dagegen war ich hier zufrieden(er).
    • Chris Negele
      Der Film ist auf jeden Falll von der Handlung her toll gemacht, allerdings wirklich sehr brutal :-)
    • Larry Lapinsky
      Höchstens noch ein Prequel, worauf ich aber getrost verzichten kann (s. u.). Er hätte lieber in den 20 Jahren zwischen Teil 3 und 4 was machen sollen. Das ist wieder ähnlich wie bei einem anderen Franchise, nämlich Indiana Jones. Auch da kam Teil 4 ganze 20 Jahre später, nämlich auch 2008, und angeblich soll ja noch Teil 5 kommen (dauert also noch länger als hier), mit Opa Ford, der ja zumindest nicht so austeilen muss wie Rambo! Hoffe, er kriegt auch einen würdigen Abgang, wobei die Pferd-Sonnenuntergang-Nummer wie hier im Abspann geht ja schon nicht mehr, weil wir sie bei ihm schon hatten ...
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