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    "In The Shadow Of The Moon": So funktionieren die Zeitreisen im Netflix-Thriller
    Von Jan Felix Wuttig — 30.09.2019 um 18:00
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    Jetzt auf Netflix: „In The Shadow Of The Moon“ entwickelt sich vom düsteren Krimi zum Sci-Fi-Thriller mit Zeitreise-Enigma. Wir erklären, wie Gegenwart und Zukunft im Film in Beziehung stehen.

    Sabrina Lantos/Netflix

    Achtung, Spoiler zu „In The Shadow Of The Moon“!

    In „In The Shadow Of The Moon“ begegnen sich die Figuren Locke (Boyd Holbrook) und Rya (Cleopatra Coleman) über einen Zeitraum von 36 Jahren alle neun Jahre wieder. Rya als Attentäterin, die in der Zeit zurückreist und durch ihre Morde einen zukünftigen Bürgerkrieg verhindern will, Locke als Ermittler, der die Zeitreisende bei ihrer ersten Begegnung bereits tötet, sie dann neun Jahre später wiedertrifft und immer mehr über sie herausfindet – bis er sie schließlich in der Zukunft vor ihrem Tod durch seine eigene Hand warnt. Aber wie genau soll das eigentlich funktionieren?

    Letzten Endes läuft ihre Geschichte rückwärts und seine Geschichte vorwärts, erklärt Regisseur Jim Mickle gegenüber der Branchenseite Collider. „Ihre erste Begegnung ist also für ihn das erste Mal, aber für sie das vierte Mal, dass sie sich treffen.“ Rya weiß also, was geschehen wird, weil ihr Mörder (und wie sich herausstellt, Großvater) es ihr in der Zukunft (ihrer Vergangenheit) bereits erzählt hat.

    Aber die entscheidende Frage in jedem Zeitreise-Film von „Looper“ bis „12 Monkeys“ dürfte sein: Wie verändern Zeitreisen Gegenwart und Zukunft? Sind die Geschehnisse vorherbestimmt? Entstehen neue Abzweigungen in der Zeitlinie oder wird auf irgendeine ominös-philosophische Weise alles so kommen, wie es kommen muss?

    Deswegen muss Rya in "In The Shadow Of The Moon" sterben

    Die Figur Rya erklärt es selbst: Zeitreisen sind eine Einbahnstraße. Während es für Rya offenbar möglich ist, durch ihr Eingreifen einen Bürgerkrieg in der Zukunft abzuwenden, kann sie ihren eigenen Tod gleichzeitig nicht verhindern.

    Entscheidend ist also der objektive (oder historische) Verlauf der Zeit: Die Zeitreisende kann in der bereisten Zeit für die Zukunft Ereignisse verändern, indem sie in der Gegenwart handelt. Doch Ereignisse in der Zukunft (Lockes Warnung) können die Gegenwart (Ryas Tod) nicht beeinflussen, da diese Gegenwart zum Zeitpunkt der Warnung immer schon vergangen ist. Ryas Lebensverlauf ist vorgeschrieben – sie wird durch Lockes Hand im Jahr 1988 sterben, egal, wie die Zukunft im Jahre 2024 aussieht.

    FILMSTARTS-Kritik zu "In The Shadow Of The Moon"

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