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    Darum haben sich "Star Wars"-Filme wie "Rogue One" erst mal erledigt
    Von Tobias Mayer — 06.10.2019 um 15:00
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    Mit der Vorgeschichte „Rogue One: A Star Wars Story“ startete eine Kino-Nebenreihe, die sich nach „Solo“ schon wieder erledigt hat. Der Grund: Disney will keine Übersättigung.

    Disney / Lucasfilm

    Jedes Jahr ein neuer „Star Wars“-Film im Kino! Was Disney und Lucasfilm nach der Übernahme vorhatten, war ein Novum fürs Franchise: Vergingen bisher drei Jahre zwischen den neuen Filmen einer Trilogie, sollten den Fans die „Star Wars“-Teile nun um die Ohren gehauen werden wie Schüsse aus einem Blaster – denn dieses Modell funktioniert beim erfolgreichen Marvel Cinematic Universe ja schließlich ebenfalls bestens.

    In den Jahren 2015 bis 2019 zog Disney die Sache durch: Mit „Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers“ wird im Dezember der fünfte (!) Sternenkrieg innerhalb von fünf Jahren veröffentlich werden. Doch schon zuvor wurde intern auf die Bremse getreten. Denn Disney machte die Erfahrung, dass es tatsächlich zu viel „Star Wars“ geben kann.

    Han Solo ist schuld!

    Geplant war, die neuen Trilogien durch abgeschlossene „A Star Wars Story“-Filme wie „Rogue One“ und „Solo“ zu ergänzen. Hinter verschlossenen Türen wurde zum Beispiel an einem „Boba Fett“-Spin-off und einem „Obi-Wan“-Film gewerkelt. Doch während der (für „Star Wars“-Verhältnisse) raue Kriegsfilm „Rogue One“ – trotz Kostenexplosion bei umfangreichen Nachdrehs – zum Kassenerfolg wurde und unter Fans sehr beliebt ist, killte ausgerechnet ein Spin-off über den jungen Fan-Liebling Han Solo die weiteren Pläne.

    Solo: A Star Wars Story“ kam zwar bei Kritikern wie Publikum nicht schlecht an, aber es gingen eben einfach zu wenige überhaupt ins Kino. Nun dürfte sich auch bei Disney und Lucasfilm rumgesprochen haben, dass kaum jemand ein gesteigertes Interesse daran hatte, jemand anderen als Harrison Ford als sympathisch-grummeligen Schmuggler zu sehen (so gut Alden Ehrenreich seine Sache auch macht).

    Doch klar ist auch: Wäre „Solo“ der erste „Star Wars“-Film seit vielen Jahren gewesen, hätte er deutlich mehr eingespielt als enttäuschende 392,9 Millionen Dollar weltweit. So kam er aber nicht mal ein halbes Jahr nach „Die letzten Jedi“ in die Kinos, dem dritten „Star Wars“ innerhalb von zwei Jahren. Zum Vergleich: „Rogue One“, der zweite „Star Wars“-Film nach zehnjähriger Pause, machte mehr als eine Milliarde.

    "Star Wars" soll wieder zum Event werden

    Disney-Boss Bob Iger, der das Unternehmen durch konsequentes Melken bekannter Marken zum erfolgreichsten Filmstudio überhaupt machte, gab anschließend die Parole aus, dass „Star Wars“ wieder zum Event werden muss – und ein richtiges Event passiert nun mal nur alle paar Jahre und nicht alle zwölf Monate (Silvester wird mit zunehmendem Alter ja auch immer langweiliger).

    Anstatt 2020 also ein weiteres Spin-off wie „Rogue One“ oder „Solo“ in die Kinos zu bringen, ist nach „Star Wars 9“ vorerst Pause. 2022, drei Jahre später, soll der Auftakt einer neuen, bislang noch unbekannten Trilogie starten (wahrscheinlich zur „Star Wars“-Reihe der „GoT“-Macher). Die nächsten Kinotermine sind 2024 und 2026.

    Nun befindet sich die Planung bei Lucasfilm zwar derzeit im Fluss und es ist nicht ausgeschlossen, dass 2022 vielleicht doch kein Trilogie-Auftakt kommt, sondern ein Einzelfilm (gerade wurde bekannt, dass sich Marvel-Mastermind Kevin Feige zum Ideen-Austausch mit Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy traf). Aber der Beginn einer neuen „Star Wars“-Trilogie ist definitiv ein größeres Event als ein abgeschlossener Film. 

    Eine neue Hoffnung für "Rogue One"-Fans

    Hinzu kommt, dass Lucasfilm die Zukunft der „Star Wars“-Nebenreihen eher beim neuen Streaming-Dienst Disney+ zu sehen scheint, wo plötzlich zur Serie wird, was nach altem Plan bestimmt ein Film geworden wäre.

    Das „Boba Fett“-Kino-Spin-off hat sich erledigt – stattdessen kommt eine Serie mit einem Typen, der ungefähr genauso aussieht: „The Mandalorian“ startet im November in den USA und Anfang 2020 in Deutschland. Der „Obi-Wan“-Film ist ebenfalls tot – stattdessen kommt eine ganze Serie über den weise-verschmitzten Jedi (Ewan McGregor). Auch für „Rogue One“-Fans wird etwas dabei sein: eine Serie mit dem Rebellen Cassian Andor (Diego Luna) und seinem bissigen Droiden-Kumpel K-2SO, die wie „Obi-Wan“ voraussichtlich 2020 verfügbar sein wird.

    „Rogue One: A Star Wars Story“ läuft am 6. Oktober 2019 ab 20.15 Uhr auf ProSieben. Der Artikel entstand zu diesem Anlass.

    "Star Wars 9": Diese Fan-Lieblinge sollen angeblich sterben

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    Kommentare
    • Saints ofchaos Deluxe
      Cronologie vor Qualität. Episode 9 ist - da noch nicht erschienen- gar nicht auf meiner Liste. Angesichts dessen was man vermutet eher im Mittelfeld. Tatsächlich finde ich 8 (!) bis jetzt als Fortsetzung am Besten ( als Fortsetzung von Krieg der Sterne...also den richtigen Filmen). Erzählerisch betrachtet, sind diese 3 tatsächlich am schwächsten....machen aber viel Wett mit den Creature Features/ Puppen und Modellen.......und natürlich den zwar zweidimensional aber sympatische Figuren. Eine Klassische Epos Erzählung....war gut.Episode 1 war auch für damals Top....den furchtbaren Anakin ausgeklammert. Leider drehte sich um diesen wahnisnnig schlecht geschriebenen Charakter Episode II....der dank Solo nicht mehr der mieseste Film der Saga ist. Alleine der Yoda- der für die Xte DVD Fassung mittlerweile nachbearbeitet wurde - war im Kino nur ein grüner, hüpfender Punkt. Die Animation von Anakin auf Naboo auf einem Viech reitend.......Sharknado hat bessere Haie gehabt :-)Was war ich- und viele andere alte Krieg der Sterne Fans- froh, dass Episode III 1. das Ende und 2. kein Totalausfall war. Danach war übrigens für mich Schluss...ich meine Clone Wars ist ne nette kleine Kindersendung gewesen...Aber Egal. Ne Die Prequel sind die größere Seuche als die Sequels
    • WhiteNightFalcon
      So seit 1983?
    • Jimmy v
      Aber es hängt ja auch nicht alles von Gilroy ab. Er hatte die Idee, andere haben sie umgesetzt - dope.
    • WhiteNightFalcon
      Wobei ich sagen muss, das würde mich wundern, wenn ich mir anschaue, wie mau Gilroys Regie bei seinem Bourne-Film war.
    • greekfreak
      Was mich am meisten gestört hat: die hatten da Schauspieler wie Forrest Whitaker,Mads Mikkelsen oder Donnie Yen und die wurden komplett verschwendet.
    • Jimmy Conway
      Kann dir nur beipflichten. Genau diese Punkte kamen bei Solo ALLE zusammen. Es gibt da nicht DEN einen Punkt.
    • Jimmy v
      ...weswegen man sich fragen muss, warum sie dem Fanservice nicht trauen? Wäre für sie doch viel leichter, auf so eine Weise auch Geld zu machen (das will Disney doch). Ich meine, sie haben auch heute alle technischen Möglichkeiten, etwa um Luke zu verjüngen, der dann Raumschiffe durch die Gegend wirft... why not...?
    • Jimmy v
      Siehe meine Antwort oben: Die beste(n) Fanserivce-Szene(n) stammen wohl von Tony Gilroy aus den Nachdrehs.
    • Jimmy v
      Rogue One war gerade dann geil, wenn die alten Figuren kamen. Die neuen haben mich gar nicht gejuckt, und was aus dem Grund, was du nennst: Die Kernkompetenzen bzw. die Hauptidee des Films wurde gar nicht ernst genug genommen.Interessant finde ich übrigens, dass die Darth Vader Szene von Tony Gilroy reingenommen wurde, der die Nachdrehs zu verantworten hatte. Der selbst steht Star Wars ziemlich neutral gegenüber und ist nicht mal ein Fan oder kennt sich wirklich gut aus - so viel zur These, es müsste unbedingt ein Super-Obernerd auf den Regie- oder Chefposten bei Star Wars ums zu richten. Die Vader-Szene hat ja wohl jeder gefeiert - zu recht!
    • Jimmy v
      Es ist eine Mischung aus mehreren Sachverhalten, die zum Flop führten und alle irgendwie zusammenwirken:- Das Interesse war von Anfang an verhalten. Bei den drei angekündigten Spin-Offs wollte kaum jemand einen anderen Han Solo als Harrison Ford sehen.- Dazu passte auch die Kalkulation Disneys/Lucasfilms: Man wollte mal gucken, ob ein anderer Darsteller funktioniert. Die Erwartungen waren also ohnehin niedriger, meine ich.- Die massiven Nachdrehs, die Verwerfungen über den Inhalt...- ...und das damit gestiegene Budget, wodurch der Film natürlich mehr einspielen musste, um Gewinn zu machen.- Der Film kam allein zeitlich kurz nach Episode 8 - keine Sättigungsphase.- Der Film kam als zeitlicher Nachfolger eines arg polarisierenden Films - selbsterklärend.- Die Konkurrenz außerhalb von Star Wars war zu dem Zeitpunkt auch groß.Keiner kann reklamieren nur einer dieser Gründe war es gewesen - auch wenn das leider viele tun.
    • Alex M
      Leider falsch interpretiert. Solo war nicht so erfolglos, weil der Markt übersättigt ist, sondern weil nach ep8 die Fans keinen Bock mehr hatten Disney für die Vergewaltigung von SW zu belohnen. War Rogue One mMn der beste der neuen SW Filme und ep7 noch akzeptabel, so war Ep.8 der Tiefpunkt aller Sw Filme (ewok Filme etc ausgenommen ;)). Story schlecht, storytelling grauenvoll, Logik nicht vorhanden.. lediglich die Schauspieler und die Optik waren top, wenn man die schlechteste Choreographie ausnimmt (tronsaalszene)..
    • Jimmy Conway
      Doch, sehr natürlich :-)Da ich die Prequles letzte Woche wieder auffrischte, kenne ich wieder die inszenatorischen, darstellerischen und dramaturgischen Mängel. Aber Ep. 3 bleibt freilich der beste der Prequels.
    • as140
      aber natürlich auch als die Prequels.So natürlich ist das nicht, wenn man die Qualität der anderen Sequels betrachtet. Und Episode 3 würde ich nach wie vor als besser enstufen. Aber das ist dann auch Geschmackssache.
    • as140
      Nicht umsonst ist in meinem Regal Solo die Qualitäts Grenze ( Also Episch Öde 1-3, Solo und dann kommen die guten Star Wars Filme).Impliziert das Solo wäre besser als Episode 1-3? Und wo sind Ep 7-9 in deiner Auflistung?
    • Jimmy Conway
      Er ist auch ganz klar besser als die Prequels. Für micht stimmte fast alles. Look, Dramaturgie, Musik, ich fand auch einige neue Charaktere gut, gerade der zynische Droide, Ben Mendelsohns Krennic, Mads Mikkelsen (auch wenn nicht so viel zu tun), Felicity Jones und Diego Luna habe ich auch schnell als Heldenduo akzeptieren können, gerade weil beide ambivalent angelegt wurden.
    • Jimmy Conway
      Rogue One ist einfach toll! Da bin auch auch der Meinung, besser als die zwei Nachfolgefilme, aber natürlich auch als die Prequels. Für mich steht er auf Platz vier der besten Star Wars Filme. Gerade die letzten 20 Minuten boten für mich Emotionen und einen geilen Soundtrack, die ich dann auch bei allen MCU und DCEU Filmen vermisse (kleiner Wink von Marty).
    • Saints ofchaos Deluxe
      Keiner wollte Solo. Rouge one auch nicht unbedingt...nur war dieser richtig gut und Solo das mieseste was die neuzeit zu bieten hat.Nicht umsonst ist in meinem Regal Solo die Qualitäts Grenze ( Also Episch Öde 1-3, Solo und dann kommen die guten Star Wars Filme).Vielleicht brauchts wieder so ne Kinder Serie wie Clone Wars damit es Fan Nachwuchs gibt?!
    • WhiteNightFalcon
      Gareth Edwards hat die Marke halt ernst genommen, statt einfach zu sagen: Ich schätze Star Wars und es dann trotzdem zu misshandeln, wie Rian Johnson.
    • WhiteNightFalcon
      Wir leben im Internetzeitalter. Da sind manche schon gestresst, wenn du nicht binnen zehn Minuten auf ne Whatsapp antwortest, die sie dir geschrieben haben.
    • WhiteNightFalcon
      Im Prinzip Richtig. Nur ist Disney seine Dominanz im Weihnachtsgeschäft wichtiger. Von 2021 -> 2027 wird diese Zeit im Wechsel von Avatar 2-4 und der neuen Star Wars-Trilogie besetzt.Allein bei dem Gedanken kriege ich Alpträume.
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