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    Trotz Kontroverse: "Joker" pulverisiert nächsten Kino-Rekord
    Von Christian Fußy — 07.10.2019 um 11:21
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    Der „Joker“-Film mit Joaquin Phoenix hat in den USA einen absoluten Bilderbuchstart hingelegt und damit einen weiteren vormals von „Venom“ gehaltenen Rekord übertroffen.

    2019 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved / Niko Tavernise

    Nachdem es „Joker“ bereits gelang, „Venom“ den Oktober-Rekord für die höchsten Einnahmen durch Preview-Vorstellungen abzuknüpfen, hat das Comic-Drama um den verbrecherischen Clown nun erneut eine Bestmarke übertroffen, die vorher von Sonys Symbionten-Action gehalten wurde. In den USA konnte „Joker“ am Startwochenende satte 93,5 Millionen US-Dollar (Zahlen von Box Office Mojo) in die Kinokassen spülen und ist damit der erfolgreichste Film, der jemals im Oktober veröffentlicht wurde.

    „Venom“ war es 2018 gelungen, am ersten Wochenende eine Summe von 80 Millionen US-Dollar einzuspielen. Anders als bei dem frisch entthronten Blockbuster handelt es sich bei „Joker“ bemerkenswerterweise um einen Film mit R-Rating, den Zuschauer unter 17 Jahren nur in Begleitung von Erwachsenen sehen dürfen. „Venom“ war in den USA hingegen schon ab 13 Jahren freigegeben.

    "Joker"-Kinostart mit Kontroverse

    Seit seiner Premiere auf den Filmfestspielen von Venedig, wo der Film mit dem Hauptpreis ausgezeichnet wurde, wird „Joker“ vor allem in den Vereinigten Staaten von einer heftigen Diskussion begleitet. So wird dem Film und seinem Regisseur Todd Phillips („Hangover“) vorgeworfen, mit der Stilisierung der Titelfigur Joker, bzw. Arthur Fleck (Joaquin Phoenix), Gewalt zu glorifizieren und gleichzeitig psychische Krankheiten zu stigmatisieren.

    Darüber hinaus wurde und wird immer noch befürchtet, dass sich eine Tat wie der Amoklauf in Aurora, Colorado, der sich 2012 während einer Vorstellung von „The Dark Knight Rises“ ereignete, wiederholen könnte, weshalb bei vielen „Joker“-Screenings strenge Sicherheitsvorschriften und ein Verkleidungs- bzw. Maskierungsverbot gelten. Außerdem wandten sich die Angehörigen des Massakers in einem offenen Brief an Warner Bros. und baten um Unterstützung bei ihrem Kampf für schärfere Waffengesetze.

    Laut Phillips sei „Joker“ eine Reaktion auf das was er im Interview mit Vanity Fair „woke culture“ nennt. Aus Angst, von seinem Publikum auf Twitter für verletzende oder geschmacklose Witze abgestraft zu werden, habe Phillips dem Comedy-Genre den Rücken gekehrt und sich entschieden, stattdessen einen in seinen Worten „respektlosen“ Comicbuchfilm zu drehen. Sein Statement sorgte vielerorts für hochgezogene Augenbrauen und wurde von der Presse sowie von Kollegen wie Taika Waititi kritisiert.

    Hierzulande startet „Joker“ am 10. Oktober 2019.

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