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    So reagieren Robert Downey Jr. und Samuel L. Jackson auf Scorseses Marvel-Kritik
    Von Markus Trutt — 08.10.2019 um 18:25
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    Mit seinen harschen Worten in Richtung MCU hat Regielegende Martin Scorsese in der Marvel-Gemeinde für Wirbel gesorgt. Nach James Gunn und Joss Whedon nehmen nun auch ein paar der Franchise-Stars Stellung zur Kritik an „Avengers 4: Endgame“ und Co.

    The Walt Disney Company

    „Ich schaue [diese Filme] nicht. Ich habe es versucht, aber das ist für mich kein Kino“erklärte Oscarpreisträger Martin Scorsese kürzlich in Bezug auf die megaerfolgreichen Leinwand-Abenteuer des Marvel Cinematic Universe (MCU), die für ihn eher wie Themenparks seien. Dass Marvel-Fans sich mit den Worten des Regisseurs von Meisterwerken wie „GoodFellas“ oder „Casino“ nicht anfreunden können, ist wenig überraschend. Aber auch immer mehr Beteiligte am MCU melden sich dazu zu Wort...

    Das sagt "Nick Fury" Samuel L. Jackson

    Nachdem sich „Guardians Of The Galaxy“-Regisseur James Gunn und „Avengers“-Macher Joss Whedon trotz aller Lobpreisung für Martin Scorsese etwas enttäuscht über seine Vorverurteilung der Marvel-Filme und seine Annahme, diese seien nicht in der Lage, emotionale Erfahrungen zu vermitteln, zeigten, wurden jetzt auch die MCU-Stars Samuel L. Jackson, Robert Downey Jr. und Karen Gillan auf die Sache angesprochen.

    Am deutlichsten äußerte dabei noch Jackson, der in mehreren MCU-Filmen als (Ex-)S.H.I.E.L.D.-Direktor Nick Fury zu sehen war, Unverständnis über Scorseses Worte – auch wenn er im Endeffekt doch recht versöhnlich zu dem Schluss kommt, dass Meinungen nun mal verschieden sind. Über Scorseses obige Aussage urteilte er gegenüber Variety:

    „Das wäre, als würde man sagen, Bugs Bunny ist nicht komisch. Filme sind Filme. Auch nicht jeder mag sein Zeug. Wir schon, aber nicht jeder. Es gibt viele Italo-Amerikaner, die nicht denken, er sollte auf diese Weise Filme über sie machen. Jeder hat eine Meinung, das ist okay. Es hält niemanden davon ab, Filme zu machen.“

    Das sagt "Iron Man" Robert Downey Jr.

    Robert Downey Jr., der nach elf Jahren im MCU mit „Avengers: Endgame“ dieses Jahr seine Abschiedsvorstellung als Iron Man gab, äußerte sich in der Radioshow von Kult-Moderator Howard Stern zunächst noch versöhnlicher als Jackson, indem er klarstellte, dass er Scorseses Meinung schätzt und von seinen Aussagen nicht beleidigt ist, da es wie mit allem anderen sei: „Wir brauchen alle unterschiedlichen Perspektiven, um einen Mittelweg zu finden und weiterzumachen.“

    Dennoch ergebe es in Downey Jr.s Augen keinen Sinn zu sagen, dass Marvel-Filme kein Kino wären, schließlich laufen sie nun mal in Kinos. Man könne zwar viel darüber diskutieren, ob diese Blockbuster den Film als Kunstform abwerten würden, dass Downey Jr. hier aber von einem „Problem“ (in Anführungszeichen) spricht, macht schon klar, dass er selbst wohl nicht dieser Überzeugung ist.

    Das sagt "Nebula" Karen Gillan

    Nebula-Darstellerin Karen Gillan erklärte dem Hollywood Reporter derweil, dass Marvel-Filme in ihren Augen definitiv Kino sind, da sie auf visuelle Weise Geschichten erzählen und das das Kino nun mal ausmachen würde. Hinzu käme, dass gerade in den „Guardians Of The Galaxy“-Filmen, von denen sie Teil war, so viel Herz und Seele steckt. „[Regisseur James Gunn] packt so viel von seiner eigenen Persönlichkeit hinein, seinen Sinn für Humor. Das ist ein Abbild davon, wer er als Person ist, und daher ist es sehr filmisch. Er ist ein Künstler.“

    Kunst oder nicht, die Flut an Marvel-Filmen in den Kinos wird in den kommenden Jahren nicht abbrechen. Martin Scorsese bringt seinen neuen Film „The Irishman“ am 14. November 2019 ebenfalls für kurze Zeit auf die große Leinwand, zwei Wochen später dann aber direkt zum Streamingdienst Netflix.

    Nach Scorseses Marvel-Kritik: Das sagen James Gunn und Joss Whedon

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    Kommentare
    • josijosiah8 josijosiah8
      Gibts denn eine Definition davon, wann ein Film eine Geschichte erzählt?Find das Argument bislang unschlüssig.
    • Rockatansky
      Bin auch wenig an interessiert an der Mannschaft (wenn ich das schon höre). Mir ging es ehr um darum, wie sehr mich solche Fans nerven...
    • Matthias@VorfreudeaufFilm
      Ich bin seit ein paar Jahren nicht mehr so heiß auf die Spiele der Nationalelf. Aktuell ist ja wieder Länderspielpause. Aber Fussball ist für mich in erster Linie Vereinsfußball. Ist aber natürlich Geschmacksache. ;)
    • HicksBerlin
      Deine Meinung. Ich dagegen empfinde Endgame als geradezu fantasie- und belanglos. Wirkliche Tiefe gibt es dort kaum, selbst da nicht, wo es mal nötig gewesen wäre. James Gunn hatte in Infinity War die ganze Zeit die Verantwortung für seine Charaktere. Er hat ihre Parts und ihre Texte geschrieben und das hat man auch gemerkt. Endgame konnte dann aber nicht mehr das halten, was Infinity War angeteasert hatte. Ganze Plots sind einfach fallen gelassen worden, statt dessen strotzt der Film vor lauter Fanservice, dass es fast schon peinlich ist.
    • Deliah C. Darhk
      Naaaaaa, ... .Nicht so ganz. Grün ist sie ja durchaus, und 'Hure' steht nicht zwingend für Prostitution, sondern auch für Hörigkeit (wobei die wörtliche Übersetzung des Wortstammes (huri) allerdings 'Jungfrau' bedeutet).Am Anfang von GotG 1 ist Gamorss Thanos noch hörig.Die Filme erzählen so eigentlich erst die Geschichte ihrer Emanzipation quasi von der 'grünen Hure' weg zu der selbstbestimmten Person.
    • Deliah C. Darhk
      Weniger arrogant, als deine unzähligen Diffamierungen als Hater & Trolle gegen jeden der sachlich kritisiert, was Dir - in der Regel auch auf Nachfrage - unargumentiert gefällt.
    • Piet
      Eine Szene hab ich oben schon genannt.Desweiteren:Die Interaktion mit TonySich selbst zu erschießenDie Interaktion mit GomorraDas sind alles Szene mit ihr, die in Endgame deutlich besser waren als Ihre Parts in Guardians 1 & 2.Wie viele hier schon schrieben: dafür waren andere Charaktere Schwächer die Gunn besser genutzt hat. Wahr. Das ändert nichts an meiner Aussage das die Russo Brother SIE besser eingesetzt haben;)
    • Piet
      Ich wollte hier auch nicht gegen Gunn schießen. Der Mann hat es drauf, keine Frage. Es ging mir hier nur um Nebula's Charakter.My father is many things. A liar is not one of themErstklassige Line, erstklassig gespielt.Um mal ein Beispiel zu nennen.
    • Gravur51
      Zu deinem ersten Satz. Tut mir leid dass du dich so fühlst. Hoffe es geht bald wieder bergauf.
    • icon_dc_comics
      Alles gut... muss dich nicht entschuldigen 😊
    • Rockatansky
      Schon klar, die Szenen fand ich auch gut. Aber wo die Russos da mehr aus Ihr rausgeholt haben sollen erschliesst sich mir nicht so ganz. Erstens hat Gunn den Charakter ja so aufgebaut und starke oder auch lustige Szenen gab es eben auch in GotG. Speziell in dem ehr schwächeren 2. Teil, war sie für mich sogar eins der Glanzlichter. Dazu muss man auch sagen, dass das Avengers-Finale und die Guardians-Filme von der Tonart sehr verschieden sind und daher ein Vergleich schon mal nicht sehr fair ist.
    • HicksBerlin
      Nun ja.. die Guardians-Parts in IW stammen von Gunn.. soviel dazu.Bei Endgame war er weniger involviert, und das merkt man eben, wie nachlässig dort einige der Charaktere abseits der Avengers behandelt wurden.Gunn ist alles andere als albern. Viele sehen in seinen Filmen die eigentlichen Highlights im MCU, in denen es nicht nur um Effekte geht.
    • WhiteNightFalcon
      Endgame hatte schon nen paar gelungene Szenen, etwa die mit Tony zu Beginn. Find auch das grantige: Roadie sei vorsichtig bei der Landung, da sitzt nen Idiot in der Landezone, immer zum Schmunzeln.
    • Rockatansky
      Was macht Gillan in Endgame denn soviel besser als in den Gunn-Filmen? Ich fand die auch da schon sehr gut, speziell eben im Zusammenspiel mit Gamora.
    • WhiteNightFalcon
      Manche Künstler sind nunmal auch Selbstdarsteller. Die Tage erst nen Bericht über Maler gelesen und der gute Rembrandt zb war quasi der erste Künstler, der im großen Maßstab Selfiverliebt war, weil er der Maler mit den meisten Selbstbildnissen ist.
    • Rockatansky
      Noch schlimmer sind die, die alle 2 Jahre mal eine WM oder EM gucken und dann meinen einen mit Fussballphrasen voll labern zu müssen. Ein Grund warum ich Rudelgucken meide wie ein Vampir das Sonnenlicht...
    • Rockatansky
      Ist das etwa nicht so? Es sind doch auch alle Araber mit langem Bart Taliban. Heutzutage kann man sich aber auch auf nichts mehr verlassen.
    • FilmFan
      In IW konnte Gamora erstmals glänzen. Rocket blühte richtig auf. In Endgame gefiel mir erstmals Nebula richtig gut. Das war zweimal ganz großes emotionales Kino. Gunn wird seine alberne Schiene fahren und ihr Fans werdet ihn dafür lieben. Ganz großes Kino.
    • FilmFan
      Na endlich mal Klartext ;). Ich fand Karen als Nebula in Endgame auch klasse. Gunn ist, in meinen Augen, nach zwei albernen GotG Filmen als Film-Messias von seinen Fans gefeiert, total überbewertet.
    • Jimmy v
      Na ja. Dieser Tage herrscht das vor, was Sozialwissenschaftler tribalism nennen: Alle sortieren sich zu Grüppchen und grenzen sich besonders voneinander ab, weil es keine breiten, großen Großidentitäten gibt. Zu so etwas gehören eben auch Fanboys, die irgendwelche Sachen blind verteidigen. Du bist dafür eigentlich das perfekte Beispiel: Du stellst dich hin, sagst MCU-Film X ist geil und ihr seid dumm, denn MIR macht das Spaß! o.Ä. Begründungen usw. fehlen vollkommen.
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