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    Nach seiner Marvel-Kritik: Martin Scorsese legt nochmal nach!
    Von Markus Trutt — 14.10.2019 um 09:30
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    Mit seiner Aussage, dass Marvel-Filme wie „Avengers 4: Endgame“ kein Kino seien, hat Martin Scorsese kürzlich bereits für Wirbel gesorgt. Nach viel Gegenwind rückt die Regielegende davon aber keineswegs ab, sondern bestärkt seine Kritik noch einmal.

    Walt Disney / 2016 Sundance Institute

    Filme aus dem Marvel Cinematic Universe (MCU) würden laut Oscarpreisträger Martin Scorsese („Departed“, „The Wolf Of Wall Street“) nicht das bieten, was Kino wirklich ausmachen würde. So seien sie dem Filmemacher zufolge eher wie Freizeitparks, die keine emotionalen Erfahrungen auf die Zuschauer übertragen würden. Obwohl es zu diesen kontroversen Aussagen bereits allerlei Gegenstimmen gab – nicht nur von erzürnten Marvel-Fans, sondern auch von einigen MCU-Machern –, denkt der 76-jährige Meister-Regisseur gar nicht daran zurückzurudern.

    MCU-Filme erzählen keine richtigen Geschichten

    Sowohl auf einer Pressekonferenz beim BFI London Film Festival als auch bei einer Veranstaltung der British Academy Of Film And Television Arts (BAFTA) am vergangenen Wochenende wiederholte Scorsese seinen Themenpark-Vergleich und führte diesen noch etwas weiter aus (via The Hollywood Reporter): „Das ist kein Kino, das ist etwas anderes. Wir sollten davon nicht überrollt werden. Wir brauchen Kinos, die einschreiten und Filme zeigen, die narrativ sind.“

    In Scorseses Augen schließen sich das aktuelle Unterhaltungskino, das viel auf Effekte und Spektakel setzt, und das Erzählen von Geschichten also offenbar aus. Daher müsse man verhindern, dass die Lichtspielhäuser vollständig von solchen Werken eingenommen werden. Auch wenn er sie am Anfang als Beispiel genannt hat, dürfte sich seine Kritik dabei nicht mehr nur auf die MCU-Abenteuer, sondern auf viele Blockbuster allgemein beziehen.

    Falsche Auffassung von Kino

    „Kinos sind Vergnügungsparks geworden“, so Scorsese weiter. „Das ist okay, aber es sollte nicht alles in diesem Sinne übernommen werden. Es ist gut für die, die diese Art Film mögen, und da ich weiß, wieviel in sie gesteckt wird, bewundere ich, was sie tun. Es ist einfach nur nicht mein Ding. Es erschafft eine andere Art von Publikum, das denkt, dass das Kino ist.“

    Was Kino in Scorseses Augen tatsächlich ist, kann er demnächst wieder mit seinem neuen Film „The Irishman“ demonstieren. Das Gangster-Epos mit Robert De Niro, Al Pacino und Joe Pesci läuft ab dem 14. November 2019 zunächst in ausgewählten Kinos, bevor es am 27. November dann auf Netflix erscheint.

    So reagieren Robert Downey Jr. und Samuel L. Jackson auf Scorseses Kritik

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