Mein FILMSTARTS
    Gabriel Luna in "Terminator 6": Das hat der Killer-Roboter aus "Dark Fate" mit Tom Cruise in "Collateral" zu tun
    Von Daniel Fabian — 19.10.2019 um 15:30
    facebook Tweet

    Wie ist es eigentlich, in die Fußstapfen einer Action-Ikone wie Arnold Schwarzenegger zu treten? Und was hat Tom Cruise mit dem Killer-Cyborg in „Terminator: Dark Fate“ zu tun? Gabriel Luna stand FILMSTARTS am Set von „T6“ in Ungarn Rede und Antwort.

    2019 Twentieth Century Fox

    Sattt an den enttäuschenden „Terminator: Genisys“ knüpft „Terminator 6: Dark Fate“ dort an, wo Franchise-Schöpfer James Cameron einst aufhörte – und zwar nach den Ereignissen des herausragenden zweiten Teils. Ein Umstand, der den Newcomer Gabriel Luna vor eine wahre Herkules-Aufgabe stellte: Denn der Texaner gibt in „T6“ nun den neuen Terminator – und damit den Nachfolger von Arnold Schwarzenegger und Robert Patrick, deren Darbietungen als Killer-Maschinen in „Terminator 2: Tag der Abrechnung“ bis heute Kultstatus genießen...

    FILMSTARTS: Du trittst als neuer Terminator in die Fußstapfen einer der größten Action-Ikonen aller Zeiten. Wie fühlt es sich für dich als Schauspieler, aber auch als Fan an, plötzlich einen Terminator zu spielen? 

    Gabriel Luna: Ich habe diese Filme immer geliebt, sie sind einfach ikonisch. Und das Lustige ist, dass ich in meiner Karriere immer wieder „Terminator“-Momente gespürt habe – etwa am Set von Robert Rodriguez' TV-Serie „Matador“ oder bei „Agents Of S.H.I.E.L.D.“ während einer Verfolgungsjagd durch den L.A. River. Und jetzt bin ich hier und mache tatsächlich die Fortsetzung zu „T2“. Es fühlt sich einerseits unwirklich an, gibt mir andererseits aber auch das Gefühl, genau da zu sein, wo ich schon immer hingehörte.

    Ein Terminator wie Tom Cruise

    FILMSTARTS: Wie kamst du überhaupt zur Rolle? Wie hast du den Casting-Prozess erlebt?

    Gabriel Luna: Ich wurde für Testaufnahmen eingeladen, ohne auch nur irgendwas von einem Skript zu sehen. Ich sollte eine Szene aus Michael Manns „Collateral“ nachspielen und in die Rolle des von Tom Cruise verkörperten Auftragskiller schlüpfen – und da wusste ich sofort, dass es wohl um den Part des Terminators geht. Die Rollen sind nämlich durchaus vergleichbar, denn in beiden Fällen handelt es sich um reservierte, wortkarge, stoische Killer, die man im ersten Moment aber durchaus für charmant oder gar attraktiv halten könnte. 

    Außerdem macht es den Terminator-Part auch irgendwie aus, nur zu sprechen, wenn es auch nötig ist. Ich finde ohnehin, dass weniger immer mehr ist. Und wenn ich an den ersten „Terminator“-Film denke, war das damals auch schon so. Arnold hatte kaum Sprechtext.

    2019 Twentieth Century Fox
    Gabriel Luna und Arnold Schwarzenegger in "Terminator: Dark Fate"

    FILMSTARTS: Wie war es denn für dich, Arnold Schwarzenegger zu treffen und mit Mr. Universe persönlich zu trainieren?

    Gabriel Luna: Es fühlte sich einfach an wie der Superbowl der Trainings-Sessions. Besonders lustig war, als ich ihn zum ersten Mal traf: Ich habe seine Hand geschüttelt und meinen Arm dabei besonders angespannt, um Arnold zu beeindrucken. Er meinte nur: „Dein Bizeps sieht echt gut aus!“ Das waren seine ersten Worte an mich.

    Mehr Action als je zuvor: FILMSTARTS am Set von "Terminator 6: Dark Fate"

    FILMSTARTS: Dabei hast du danach doch sicher nochmal an Masse zugelegt, oder?

    Gabriel Luna: Ja, ich hatte im ersten Monat auch täglich fünf bis sechs Stunden Training – Waffentraining, Stunttraining und Workouts. Während den Dreharbeiten bleibt natürlich nicht mehr so viel Zeit dafür, aber meine Trainer waren immer zur Stelle, damit ich zwischendurch immer mal wieder die Bewegungsabläufe üben und körperlich in der Rolle bleiben konnte. Allein während der Dreharbeiten in Budapest habe ich über sieben Kilo zugenommen.

    Ein schweres Erbe

    FILMSTARTS: Die Bösen in den „Terminator“-Filmen sind nicht nichtsdestotrotz oft auch Publikumslieblinge. Hattest du auch mit dieser Gratwanderung zu kämpfen, gleichzeitig böse zu sein und dennoch gut anzukommen?

    Gabriel Luna: Ich sage immer: Ich bin so böse wie dein Toaster, deine Mikrowelle oder dein Kühlschrank. Ich mache das, wozu ich gebaut wurde. Ist ein Kühlschrank böse? Nein, er hält dein Eis kalt. Ich bin ein Terminator, ich terminiere. Und ich denke, das Publikum weiß das auch und bringt den Killer-Robotern deswegen nicht einfach blinden Hass entgegen, sondern kann diesen Umstand richtig einordnen. Aber ja, das ist natürlich auch, was gerade die ersten beiden Terminator-Filme auszeichnet.

    Auch wenn ich eine neue Figur spiele, schließt „Dark Fate“ doch an „Terminator“ und „Terminator 2“ an. Deswegen braucht es innerhalb der Figuren auch einen roten Faden – oder wie in meinem Fall eben Kabel. Sowohl körperlich als auch in meinem Spiel habe ich versucht, eine Eigenkreation zwischen Arnolds T-800 und Robert Patricks T-1000 zu erschaffen.

    StudioCanal / 2019 Twentieth Century Fox
    Nahm sich Robert Patrick (links) aus "Terminator 2" zum Vorbild: Gabriel Luna (rechts)

    Technologie: Fluch und Segen

    FILMSTARTS: Die Spezialeffekte in den ersten beiden „Terminator“-Filmen – sowohl praktisch als auch digital – waren bahnbrechend. Inwiefern versucht man mit „Dark Fate“ hier anzuschließen?

    Gabriel Luna: Die Effekte in den ersten beiden „Terminator“-Filmen waren revolutionär. Aber heute leben wir in einer Zeit, in der wir einfach schon alles gesehen haben. Also ist es, finde ich, nur logisch, zurück zum Ursprung zu gehen und neu anzufangen. Natürlich wird es im Film jede Menge CGI geben, gleichzeitig wurde aber auch versucht, die handgemachten Effekte unter den heute gegebenen Möglichkeiten zu perfektionieren.

    Ich finde nicht nur die Symbiose aus visuellen und praktischen Effekten wichtig, um Action greifbar zu machen, sondern letztlich auch immer die Bedeutung, die eine Szene für den Plot hat – ansonsten sind die größten, explosivsten Actionszenen wertlos. Darauf haben wir besonders Wert gelegt.

    FILMSTARTS: Die „Terminator“-Filme sind nicht zuletzt auch eine Technologie-Kritik. Wie stehst du selbst zum unaufhaltsamen Fortschritt auf der Überholspur?

    Gabriel Luna: Ich war damals einer der letzten, die sich auf Facebook anmeldeten und ihr Nokia gegen ein iPhone ausgetauscht haben. Tatsächlich besitze ich seit mehr als zehn Jahren nicht einmal einen Computer. Mein Büro ist das hier [zeigt auf sein Handy], darin habe ich alles, was ich brauche.

    Wenn es ums Filmemachen geht, finde ich es aber sehr wichtig, sich mit der Technik, die wir nutzen, auseinanderzusetzen – und zwar auch als Schauspieler. Die ganze Crew versucht, einen vor der Kamera gut aussehen zu lassen, also ist das Geringste, was ich tun kann, mich mit ihrer Arbeit auseinanderzusetzen, um ihnen ihren Job zu erleichtern. Und das ist nur möglich, wenn ich die technischen Aspekte ihrer Arbeit verstehe.

    „Terminator: Dark Fate“ läuft ab dem 24. Oktober 2019 deutschlandweit im Kino.

    facebook Tweet
    Ähnliche Nachrichten
    Das könnte dich auch interessieren
    Kommentare
    • Defence
      Wie gesagt, T3 finde ich persönlich auch besser als seinen Ruf.Bei T2 ergab der Humor imo aber storytechnisch noch Sinn. John versucht den T-800 menschlicher wirken zu lassen und scheitert dabei. Allein diese Szene, wo der T-800 versucht zu lächeln und dabei selten dämlich aussieht fand ich schon witzig, wenn ich ehrlich bin.^^EditAuch von mir nochmal ein persönliches Welcome back. Freut mich, das Du wieder entsperrt bist.
    • Sentenza93
      Da muss ich T3 echt mal etwas in Schutz nehmen. Den dümmlichen Humor hatte T2 auch schon. Ab T2 hat schon die, nennen wir es, Blockbusterritis eingesetzt. Insgesamt ist T2 besser als T3, aber Letzterer ist insgesamt nicht so schlecht, wie er oft gemacht wird.
    • xollee
      T3 fand ich ebenfalls wegen dem Humor grauenvoll. Terminatrix war ok auch wenn etwas zu Überzeichnet... In der Szene in der sie fast diesen Orgasmus bekam als sie merkte das sie an John Conners Blut genukelt hat... oder mit der Fernsteuerung der mechanischen Autos. Fand aber auch das Nick Stahl und Claire Danes nicht gepasst haben. Bei beiden muss ich immer zu sehr an Yellow Bastard und Julia denken.
    • Shiro
      Liegt wohl eher dadran, das heutzutage jeder Schauspieler genötigt wird, als Werbeträger aufzutreten und sich den Fragen der Journalisten zu stellen hat... obwohl es für die allermeisten nur ein Job ist, für den sie ein paar Monate bereit stehen...
    • Defence
      Hätte man bei T3 den teilweise unerträglichen und infantilen Humor (aufgepumpte T*tten und Talk to the Hand als Beispiel) weggelassen, wäre dieser Film tatsächlich ein würdiger Nachfolger gewesen, zumal, wie Du ja auch schon schreibst, das Ende überraschend gelungen in all seiner Konsequenz war.Fury Road sah nicht nur gut aus, sondern ich war auch positiv überrascht über den Einfallsreichtum und die Kreativität, insbesonders bei den Verfolgungsjagden.Auf dem Papier klang es vlt etwas dröge im Vorfeld, aber was man als Zuschauer präsentiert bekam, ob Stabhochspringer, Gitarrenspieler usw, war einfach nur klasse.
    • Shiro
      Schon bei T3 (ja genau, der mit der Terminatrix, den ich immer noch als gute, würdige Fortsetzung von T2 ansehe, mit einem überraschend dystopisch-düsterem Ende) wurde damals betont, wie stolz man war, die Verfolgungsjagd mit dem Kran durch die Häuser echt, also real, inszeniert zu haben und nicht am Computer...Abgsehen davon... Fury Road sah einfach nur verdammt echt aus, alles, weil es unverschämt gut gemacht/getrickst war :)
    • xollee
      Heute leben wir in einer Zeit in der wir alles gesehen haben. Und das soll der Grund sein warum Kinozuschauer Specialeffekte schlecht, langweilig und störend finden?Ich finde schlechte Effekte schlecht. Und die Trailer von Dark Fate sind voll davon.Natürlich dauert es maximal 45 Min. maskentechnisch den Schauspielern grüne Flächen ins Gesicht zu kleistern anstatt der 8h+ die Arni öfter mal auf den Stuhl für T2 verbringen musste. Natürlich sind echte Explosionen, wirklich zerstörte Gebäude/Fahrzeuge deutlich teurer und aufwendiger. Aber sie wirken echt und die Bilder beeindrucken im Kino dann auch. CGI will ich hier nicht komplett verteufeln. Es gibt gutes CGI, mit dem man auwendig gemachte echte Effekte unterstützen kann... mit denen man Landschaften ändern kann...aber das was da im Kino seit Jahren abgeht ist nicht mehr auszuhalten. Ich bin so froh das ich hin und wieder mal noch ein Fury Road oder Blade Runner 2049 im Kino genießen darf. Klar gibts da haufen CGI... aber es gibt auch mindestens genau so viel echte Effekte und Stunts. Das schafft eine realistische Welt.
    • Greaea
      Also mir kommt der Terminator definitv zu menschlich rüber, genau wie ja sein weiblicher gegenpart der ja aber ein verbesserter Mensch sein soll.
    • WhiteNightFalcon
      Irgendwie klingen einige von Lunas Antworten völlig gaga.
    • Robert
      Um dein Beispiel fort zu führen: Vincent und Jules (Pulp F.), Ripley (Alien), Ghost Dog, Nikita,Uma Thurmann in Kill Bill, Mike in American Ultra, Sharlto Coplay spielt in District 9 und in Gringo jeweils einen lustigen Auftragskiller, und last but not least, wo sich die Geister scheiden werden, Thanos...irgendwie symphatisch für mich... :)
    • Kai Asmus
      Ein Terminator wie Tom Cruise? Wenn dem so wäre, dann würde ich einen großen Bogen um Dark Fate machen. Luna beschreibt lediglich, dass er einen wortkargen, gar sympathischen Killer wie in Collateral, während der Testaufnahmen, spielen sollte. Das hat, zum Glück, mit Cruise selbst wirklich nichts zu tun. Es gibt zahllose, sympathische Killer in der Filmgeschichte. Zum Beispiel Leon, Riddick, T-1000, Scarface, Hannibal, etc!
    Kommentare anzeigen
    Folge uns auf Facebook
    Die beliebtesten Trailer
    Booksmart Trailer DF
    Gesponsert
    Sonic The Hedgehog Trailer DF
    Fantasy Island Trailer DF
    Last Christmas Trailer DF
    The Irishman Trailer OmdU
    Die Eiskönigin 2 Trailer DF
    Alle Top-Trailer
    Alle Kino-Nachrichten
    Diese umstrittene "Star Wars"-Szene wurde SCHON WIEDER geändert
    NEWS - Reportagen
    Mittwoch, 13. November 2019
    Disneys "Arielle"-Remake hat nun endlich seinen Prinz Eric!
    NEWS - In Produktion
    Mittwoch, 13. November 2019
    Disneys "Arielle"-Remake hat nun endlich seinen Prinz Eric!
    "Die Stockholm Story": Deutscher Trailer zu einer absurden, aber wahren Geschichte
    NEWS - Videos
    Dienstag, 12. November 2019
    "Die Stockholm Story": Deutscher Trailer zu einer absurden, aber wahren Geschichte
    Die neuesten Kino-Nachrichten
    Neustarts der Woche
    ab 07.11.2019
    Midway - Für die Freiheit
    Midway - Für die Freiheit
    Von Roland Emmerich
    Mit Ed Skrein, Patrick Wilson, Woody Harrelson
    Trailer
    Zombieland 2: Doppelt hält besser
    Zombieland 2: Doppelt hält besser
    Von Ruben Fleischer
    Mit Woody Harrelson, Jesse Eisenberg, Emma Stone
    Trailer
    Unsere Lehrerin, die Weihnachtshexe
    Unsere Lehrerin, die Weihnachtshexe
    Von Michele Soavi
    Mit Paola Cortellesi, Stefano Fresi, Odette Adado
    Trailer
    Der letzte Bulle - Der Kinofilm
    Der letzte Bulle - Der Kinofilm
    Von Peter Thorwarth
    Mit Henning Baum, Maximilian Grill, Florence Kasumba
    Trailer
    Recep İvedik 6
    Recep İvedik 6
    Von Togan Gökbakar
    Mit Şahan Gökbakar, Nurullah Çelebi, Somer Karvan
    Trailer
    Lara
    Lara
    Von Jan-Ole Gerster
    Mit Corinna Harfouch, Tom Schilling, André Jung
    Trailer
    Filme veröffentlicht in der Woche
    Back to Top