Schnell-Bewerter
Mein FILMSTARTS
    Diese "Terminator"-Filme müsst ihr vor "Dark Fate" (nicht!) unbedingt gesehen haben
    Von Daniel Fabian — 23.10.2019 um 15:45
    facebook Tweet

    Man könnte meinen, zumindest die ersten beiden „Terminator“-Filme sollte man kennen, um „Dark Fate“ folgen zu können - immerhin schließt Teil sechs an „Tag der Abrechnung“ an. Solche Vorkenntnisse braucht man allerdings nicht notwendigerweise…

    StudioCanal

    Seit Monaten wird immer wieder betont, dass man jetzt, wo „Terminator“-Schöpfer James Cameron wieder mit an Bord sei, zurück zu den Ursprüngen der Reihe gehe. Die letzten drei Fortsetzung sind also „nie passiert“ – oder spielen zumindest für „Terminator 6: Dark Fate“ keine Rolle.

    Stattdessen soll jetzt die Geschichte von Widerstandskämpferin Sarah Connor (Linda Hamilton), die spätestens mit „Terminator 2 - Tag der Abrechnung“ zu der neben Ellen Ripley wohl größten Actionheldin der Filmgeschichte aufstieg, fortgeführt werden.

    Wer Sarah Connors Geschichte nicht kennt, braucht sich allerdings nicht gleich verpflichtet zu fühlen, die ersten beiden Filme vor „Terminator 6“ unbedingt nachzuholen!

    "Dark Fate" funktioniert auch ohne "Terminator 1 und 2"

    Bereits beim Besuch am Set des Films im September 2018 wurde uns versichert: Auch wenn „Dark Fate“ eine Fortsetzung des legendären zweiten Films ist, sei der Film gleichzeitig als Reboot zu verstehen.

    So wolle man neuen potentiellen „Terminator“-Fans ermöglichen, sich ohne große Vorkenntnisse in der Welt der zeitreisenden Killer-Cyborgs zurechtzufinden, ohne dafür die alten Filme gezwungenermaßen kennen zu müssen. So wie einst Sarah Connor von einem Moment auf den nächsten in den Krieg zwischen den Menschen und den Maschinen geworfen wird, ist es nun eben Dani Ramos (Natalia Reyes), die plötzlich nicht mehr weiß, wie ihr geschieht.

    Twentieth Century Fox
    Kampfbereit: Linda Hamilton und Natalia Reyes in "Terminator: Dark Fate"

    Der Autor dieser Zeilen hat nach der Pressevorführung deswegen auch direkt mit Kollegen anderer Medien gesprochen, die „Dark Fate“ als ihren ersten „Terminator“-Film gesehen haben. Das Fazit der immerhin drei Personen: Sie wüssten nicht, was sie verpasst haben sollen. Man muss also tatsächlich keinen Vorgänger kennen, um dem jüngsten Kapitel der Cyborg-Saga folgen zu können.

    Und genau das wollte Regisseur Tim Miller mit „Terminator 6“ erreichen. Auch wenn das natürlich nichts daran ändert, dass „Terminator“-Neulinge in „Dark Fate“ sehr wohl etwas in verpassen (sie merken es nur nicht, weshalb es sie auch nicht stört).

    Nachholen lohnt sich trotzdem

    Auch wenn „Dark Fate“ nicht erfordert, die Vorgeschichte von Sarah Connor und des T-800 zu kennen, lohnt es sich gleich aus mehreren Gründen, „Terminator“ und „Terminator 2“ vor dem Kinobesuch (noch mal) zu schauen.

    Sarah Connors Geschichte wird fortgesetzt: Während alle Welt die Reihe in erster Linie mit Arnold Schwarzenegger in Verbindung bringt, heben die Macher des jüngsten Kapitels immer wieder hervor: „Terminator“ ist eigentlich die Geschichte von Sarah Connor – zumindest wird sie das mit „Dark Fate“ wieder. Und wer verstehen will, warum Sarah Connor in „Terminator 6“ so ist, wie sie ist, oder was es eigentlich mit der Anfangssequenz des Films auf sich hat, kommt um die ersten beiden Filme nicht herum.

    Zahlreiche Anspielungen im Film: Wer die ersten beiden Kapitel der Sci-Fi-Saga kennt, wird im Film außerdem eine Reihe von Hommagen finden. Von einigen offensichtlichen Zitaten, die zum Teil auch schon im Trailer vorkommen, über die Darstellung gewisser Figuren bis hin zu ganzen Szenenabläufen steckt „Dark Fate“ nämlich voller solcher Referenzen, die natürlich doppelt Spaß machen, wenn man die Verbindungen zu früheren Filmen auch erkennt.

    Viel wichtiger als diese inhaltlichen Verknüpfungen ist aber natürlich ein ganz anderer Grund, warum jeder James Camerons zwei Klassiker kennen sollte.

    Zwei verdammt gute Filme: Mit verhältnismäßig geringen Mitteln schuf Cameron nämlich 1984 mit dem ersten „Terminator“-Film einen Science-Fiction-Meilenstein, den er sieben Jahre später mit dem für die FILMSTARTS-Redaktion besten Actionfilm aller Zeiten fortsetzte. Ganz ungeachtet dessen, dass „Dark Fate“ an jene beiden Kultfilme anschließt, lohnen sich diese also schon, weil sie zum Besten gehören, was das Sci-Fi-Kino des 20. Jahrhunderts zu bieten hatte.

    Also, selbst wenn ihr „Terminator 6“ kein Interesse entgegenbringen solltet – die ersten beiden Filme sind ganz großes Kino und lohnen in jedem Fall!

    „Terminator: Dark Fate“ läuft ab dem 24. Oktober 2019 deutschlandweit im Kino.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Terminator: Dark Fate"

    facebook Tweet
    Ähnliche Nachrichten
    Das könnte dich auch interessieren
    Kommentare
    • greekfreak
      Die Prämisse von Terminator ist das diverse Parteien versuchen die Zukunft zu ändern.In Teil 1 schickt Skynet den T-800 ins Jahr 1984 um die Geburt von John Connor zu verhindern.In Teil 2 schickt er den T-1000 um den jungen John zu terminieren.Währendessen versuchen Sarah,John und der T-800 ihrerseits die Zukunft zu verändern,indem sie Cyberdyne und den Chip zerstören,nachdem Sarah vorher versucht hat Myles Dyson,quasi den Vater von Skynet zu killen.Kyle Reese sagt ja zu Sarah in T1:There´s no fate,but we make for ourselfs. Nichts ist voherbestimmt,die Zukunft ist nicht in Stein gemeisselt.Was sagt T3?Du kannst die Zukunft nicht ändern,alles was du tun kannst ist überleben und weiterkämpfen.In anderen Worten,die Zukunft und dein Schicksal sind voherbestimmt und es ist im grunde Wurst was du tust.In anderen Worten,alles was in den ersten beiden Teilen passierte war umsonst,denn die voherbestimmte Zukunft,tritt so oder so ein.Wenn das nicht die totalle Umkehrung der Prämisse dieses Fränscheises ist,was dann?!
    • Greaea
      warum wird die prämisse geändert ?Es war nie sie sicherheit das sdie zukunft geändert wird.Es ging primär darum das Conner nicht draufgeht.Um dann den Widerstand anzuführen.Die Zukunft zu ändern war eine Möglichkeit, aber nie eine absolute.Wie könnte man das auch sagen, die wussten wie die Zukunft aussieht aber sie waren keine hellseher jedes eigenen augenblicks darüber.
    • Klaus S aus S
      verdammt dabei hätte ich so gerne was witziges von dir gelesen :)
    • Greaea
      ich wollte irgemdwas witziges sagen, aber dann viel mir doch ein guter grund ein.In youtube zeiten gibt es doch immer wieder und auch hier bei Terminator ein.Was sie wissen müssen bevor sie Terminator 6 schauen wollen.oder ähnliches.Und selbst auf Wikipedia kann man sich die Vorgeschichte durchlesen.Also schauen ist nicht unbedingt notwendig um der geschichte folgen zu können.
    • Simon Missbach
      Terminator-Filme, die man gesehen haben muss:Der TerminatorTerminator 2: Tag der AbrechnungDas war's.
    • Kai Asmus
      Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass irgendwann eine Fortsetzung von Salvation erscheint.
    • FilmFan
      So macht man Werbung für eine weitere überflüssige Fortsetzung. Man muss Teil 1 und 2 nicht gesehen haben. Umgedreht wird ein Schuh draus. Alles nach T2 kann man sich schenken. Stattdessen wird dem Fan der beiden Ur-Filme zwei ausgediente Alt-Stars und eine weitere hanebüchene Story nach T2 vorgesetzt.
    • Daniel Fabian
      In der Regel, ja. Ist ja auch eine durchaus nachvollziehbare Herangehensweise. Man wollte in dem Fall aber eben auch nochmal extra für Unwissende hervorheben - die Dark Fate vielleicht bloß als sechsten Terminator-Film wahrnehmen oder sogar als den neuen dritten, der er ja quasi ist -, dass man nichtsdestotrotz keine Vorkenntnisse braucht. Und ich finde, dass man das tatsächlich ganz gut hinbekommen hat.
    Kommentare anzeigen
    Back to Top