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    Weltweites Einspielergebnis: Knackt "Joker" noch die Milliarde Dollar?
    Von Carsten Baumgardt — 24.10.2019 um 19:30
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    „Joker“ ist eine der Überraschungen der Kinosaison 2019: bei den Kritikern kontrovers diskutiert, vom Publikum geliebt. An der Kinokasse läuft Todd Phillips Werk überragend. Doch reichen die Einnahmen noch für den nächsten Box-Office-Meilenstein?

    Warner Bros.

    Todd Phillips, der bisher für seine kommerziell überragend erfolgreiche „Hangover“-Trilogie bekannt war, hat mit seinem ebenso gewagten wie polarisierenden Psycho-Drama „Joker“ den Jackpot geknackt: Der New Yorker trifft millimetergenau den Nerv des aktuellen Publikums. In den kühnsten Träumen hätte das Studio Warner Bros. nicht erwartet, dass die nur zwischen 55 und 70 Millionen Dollar (je nach Quelle) teure DC-Comicverfilmung mit Joaquin Phoenix in der Titelrolle in Kürze zum erfolgreichsten R-Rated-Film aller Zeiten am weltweiten Box Office werden wird.

    „Joker“ steht aktuell bei einem weltweiten Einspielergebnis von 745,1 Millionen Dollar. Um sich die Spitzenposition in diesem Ranking zu sichern muss der Film nur noch „Deadpool 2“ (785,0 Millionen Dollar) und „Deadpool“ (782,6 Millionen Dollar) überholen – was am Ende des kommenden Wochenendes wahrscheinlich der Fall sein wird. Dann sollte der Gewinner des Goldenen Löwen von Venedig die 800-Millionen-Dollar-Marke überschreiten, dieser Rekord ist also nur noch Formsache.

    Doch höchstwahrscheinlich wird es „Joker“ nicht schaffen, in den elitären Kreis der 43 Filme vorzustoßen, die weltweit mehr als eine Milliarde Dollar an der Kinokasse umgesetzt haben.

    500 Millionen Dollar Gewinn für "Joker"

    Forbes rechnet nach derzeitiger Lage mit minimal 875 Millionen Dollar und maximal 945 Millionen. Das Kino-Branchenblatt Deadline, das gerade eine sehr interessante Analyse veröffentlicht hat, aus der hervorgeht, dass „Joker“ am Ende einen gigantischen tatsächlichen Gewinn von rund einer halben Milliarde Dollar machen wird, kalkuliert den DC-Film mit 900 Millionen Dollar ein.

    Warner Bros.
    Keine Frohnatur: der Joker (Joaquin Phoenix)

    Denn alles, was jetzt noch kommt, muss aus den vorhandenen Märkten generiert werden, weil „Joker“ überall angelaufen ist – außer China! Doch ein Start im Reich der Mitte ist aufgrund des ambivalenten Inhalts sowieso nicht realistisch.

    Aber selbst wenn „Joker“ kurz vor der Ziellinie der Milliarden Dollar stehen bleiben wird, ist der Erfolg (in dieser Dimension) so überraschend wie herausragend.

    "Joker" wird "Aquaman"-Bestmarke verpassen

    Einen weiteren Rekord wird „Joker“ somit ebenfalls knapp verpassen: Die erfolgreichste DC-Comicverfilmung bleibt weiterhin „Aquaman“ (1,148 Milliarden Dollar) vor „The Dark Knight Rises“ (1,085 Milliarden Dollar) und „The Dark Knight“ (1,005 Milliarden Dollar).

    „Batman V Superman“ (873,6 Millionen Dollar), „Wonder Woman“ (821,8 Millionen Dollar) und „Suicide Squad” (746,8 Millionen Dollar) wird „Joker“ definitiv verdrängen und auf Platz 4 vorrücken. Wobei es zu beachten gilt, dass alle genannten DC-Verfilmungen zwischen 149 („Wonder Woman“) und 250 bzw. 300 Millionen Dollar („Batman V Superman“, je nach Quellen) in der reinen Produktion gekostet haben.

    Das „Joker“-Marketing schlägt laut Deadline mit satten 120 Millionen zu Buche und darf nicht unbeachtet in der Einschätzung bleiben. Damit liegt der „günstige“ Film nämlich durchaus in der Werbe-Kategorie der großen, superteuren Blockbuster.

    Warner Bros. hat zum Beispiel auch 110 Millionen Dollar Marketing für „A Star Is Born“ ausgegeben, obwohl das Musik-Drama nur 36 Millionen Dollar in der Produktion gekostet hat – und am Ende durch den Marketing-Push und den Buzz beim Publikum 435 Millionen Dollar einspielte. Rechnet man Produktion und Marketing zusammen sind „Joker“ und „A Star Is Born“ aber natürlich immer noch wesentlich günstiger als die teuren Blockbuster.

    Auch deutsches Publikum im "Joker"-Hype

    In Deutschland schlägt sich „Joker“ ebenfalls prächtig und überschritt am zwölften Tag der Spielzeit die Zwei-Millionen-Besucher-Marke. Am kommenden Wochenende wird Todd Phillips‘ Film Platz 1 der deutschen Kinocharts gegen „Terminator: Dark Fate“ verteidigen. Insidekino rechnet derzeit mit einer Gesamtbesucherzahl von rund 3,5 Millionen in den deutschen Lichtspielhäusern – mehr als „The Dark Knight Rises“ (3,2 Millionen) und „The Dark Knight“ (2,8 Millionen).

    „Joker“ läuft seit dem 10. Oktober 2019 in den deutschen Kinos.

    "Joker": So stehen die Oscar-Chancen für den Film und Joaquin Phoenix

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    Kommentare
    • DerHitman
      Dann wiederhole ich mich: wie kommst du ohne jegliche Ahnung auf kranken Mist oder diesmal kranker Scheiß?Und genau das Ich hasse den DC-Mist ist eines dieser angesprochenen Vorurteile. Aquaman war Action, Shazam war Comedy, Joker ist Drama. Innerhalb einen Jahres drei völlig unterschiedliche DC-Filme. Hasst du Comics? Denn damit hat der neue Joker so gut wie nichts zu tun, er ist keine Comicverfilmung. Oder hasst du einfach nur gute Filme? Dann kann ich dir auch nicht helfen, du solltest dann aber vielleicht deinen Nutzernamen überdenken.
    • FilmFan
      Wenn er mir aufgezwungen wird werde ich wohl den kranken Scheiß gucken müssen. Und wieso dumme Vorurteile?. Ich hasse diesen ganzen DC-Mist. Einzige Ausnahme Wonder Woman. Und lass mich in Ruhe meine Meinung verbreiten ;).
    • DerHitman
      Und SS und JL waren keine Blockbuster? Hat also gar nichts damit zu tun
    • dc_icon_comics
      Beide sind auch Blockbuster... Joker nicht
    • DerHitman
      Wie kommt man, ohne den Film gesehen zu haben, auf so dumme Vorurteile wie kranker Mist? Sieh dir den Film endlich an und danach schäm dich für deine Meinung
    • DerHitman
      Lange her, Aquaman, Shazam und Joker waren klasse
    • Santi
      Ich werde mir so kranken Mist jedenfalls nicht reinziehenDas denke ich mir bei Marvelfilmen auch ständig
    • Phil
      Ha ha, exakt mein Gedanke beim Lesen.
    • Micro_Cuts
      Da stimme ich 3000 mal zu
    • Cirby
      Ehrlich gesagt war der nicht wirklich krank, selbst wenn die Marketingmaschinerie dies glauben lassen wollte.Aber in diese Schublade passt der Film nicht rein. Es gab nicht einen wtf-Moment.
    • SchmitzKATZ
      Wäre tausendmal verdienter als ein Oscar für irgendeinen generischen Marvelmist :)
    • FilmFan
      Ich werde mir so kranken Mist jedenfalls nicht reinziehen. Aber zumindest weiß ich nach all den euphorischen Artikeln wer den nächsten Oscar erhält.
    • Rolf Peters
      Das macht Mut und zeigt, dass das Publikum wohl auch Filme ohne CGIKrachBum Overkill annimmt.
    • TechNerd
      Verdient. Einfach nur Verdient.Der Film ist ein Meisterwerk und Joaquin Phoenix gebührt endlich der Oscar.Einer der besten schauspielerischen Leistungen, die ich seit langem gesehen habe.Das was nicht mal mehr Schauspielerei.., das war Kunst !
    • jimbob
      Wohl auch zu Recht, denn immerhin bist du auch voll auf diese Kampagne angesprungen, obwohl du diesen Film von Vornherein als überflüssig und uninteressant abgestempelt hast :D
    • Marc T
      Wobei der Film bei näherer Betrachtung einen noch größeren Erfolg zu verbuchen hat;Denn ja, nur noch Deadpool muss überholt werden, aber die Tatsache, dass ein R-Rated Film, ohne jegliches Universum UND! ohne 3D in den Kinos anlief und dabei mehr als nur gefeiert wird aufgrund seiner Story ist für unsere Zeit ein verdammt hohes Unterfangen. Denn man vergisst oft, was diese Filme seit ca. 2010 aufgrund ihres 3D- Zuschlages dazu verdient haben, oder die Leute haben, was schade ist, aufgrund der seriellen Erzählstruktur der cinematischen Universen diverse Filme gesehen. Deshalb kann ich den guten Mister Scorsese gut verstehen, aber das ist ein anderes Thema 😉.
    • dc_icon_comics
      900 mio ist mehr als genug und verdient ... das auch ohne CGI Overkill ... weiter so DC ... nur mit SSQ v JL, habt ihr verkackt.
    • Rockatansky
      Naja wenn's mit der Milliarde nicht klappt, kann man den Film ja einfach mit ein paar belanglosen extra Postcredit-Szenen nochmal in's Kino bringen...
    • greekfreak
      Ich sag nur so viel: Man wird die Marketing-Kampagne für diesen Film,in Zukunft in Marketing Seminaren lehren.
    • Dennis Beck
      Krasser Erfolg. Freut mich für den Film.
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