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    "Wir sind die Welle": So könnte es in Staffel 2 der Netflix-Serie weitergehen
    Von Dennis Meischen — 08.11.2019 um 17:25
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    Die erste Season der deutschen Netflix-Serie „Wir sind die Welle“ endete schon nach sechs Folgen. Doch die Geschichte der Jugendbewegung scheint noch nicht abgeschlossen. Viele Figuren hätten in einer Fortsetzung noch offene Rechnungen zu begleichen.

    Netflix

    Eigentlich geht am Ende der ersten Staffel von „Wir sind die Welle“ gerade noch einmal alles gut. Unsere Jugendbewegung rund um Lea (Luise Befort) und Tristan (Ludwig Simon) wird zwar größtenteils festgenommen, es kommt jedoch immerhin niemand zu Schaden und das politische Statement ist für Nachahmer und Nachdenker deutlich gesetzt.

    Dass es in einer potentiellen zweiten Staffel der deutschen Netflix-Serie derweil nicht mehr ganz so glimpflich ablaufen könnte, scheint bei den angedeuteten Handlungssträngen jedoch vorprogrammiert.

    Im Interview mit FILMSTARTS verriet Produzent Dennis Gansel, dass bereits an Ideen für eine weitere Staffel von „Wir sind die Welle“ gearbeitet wird. Voraussetzung sei aber, dass die Serie gut beim Publikum ankommt und genug Zuschauer generiert (bislang hat Netflix nämlich noch kein grünes Licht für eine Fortsetzung gegeben). Sollte das klappen, wird der Fokus wohl in Zukunft auf radikalen Abspaltungen der Wellen-Bewegung liegen.

    Wen Gansel damit konkret meint, scheint klar. Immerhin hat sich Zazie (Michelle Barthel) am Ende von Episode sechs aus selbstsüchtigen Gründen mehr oder weniger offen von der Welle abgewandt. Doch neben ihr haben noch viele weitere Figuren mit den nun dummerweise nicht mehr maskierten Jugendlichen ein Hühnchen zu rupfen.

    Viele Figuren mit offenen Rechnungen

    Zunächst wäre da der abgehalfterte Polizist Paul Serner (Robert Schupp), der durch seinen harten Einsatz gegen die Welle seinen Job und seinen Lebensinhalt verlor und der am Ende von „Wir sind die Welle“ nach Rache dürstet.

    Einen wahrscheinlichen Verbündeten findet der Rechtsaußen-Sympathisant dabei in Horst Berndt (Stephan Grossmann), dem Vorsitzenden der rechtsradikalen NFD. Diese wurde ebenso wie die Neonazi-Gruppe um Marvin (Bela Gabor Lenz) in der Vergangenheit von der Welle gedemütigt. Der Zuschauer weiß, dass Unheil droht, als Berndt in der bis dato letzten Folge von „Wir sind die Welle“ in die Kamera raunt: „Wir müssen in dieser Stadt aufräumen.“

    Netflix
    Zazie (Michelle Barthel) macht sich am Ende von „Wir sind die Welle“ selbstständig.

    Die wohl größte Gefahr geht aber nichtsdestotrotz von Zazie aus, die sich mittlerweile im Besitz von Sprengstoff befindet. Wird sie die Eifersucht in die Hände der anderen Wellen-Gegner treiben oder macht sie ihren Ex-Gefährten durch gefährliche Eigenaktionen Probleme? Und wie wirkt sich das auf ihren herzensguten Freund Hagen (Daniel Friedl) aus?

    Droht ein Machtkampf innerhalb der Welle?

    Doch nicht alle Gefahren müssen von außen kommen – es drohen auch interne Spannungen. Sicher, zunächst ist Tristan froh, dass Lea seinen gefährlichen Plan vereitelt und die Welle bundesweit zum Gesprächsthema gemacht hat. Aber wie lange wird das anhalten? Gut möglich, dass erneut ein interner Machtkampf zwischen den eigenwilligen Charakteren Tristan und Lea um die konkreten Ziele der Welle ausbricht, der durch ihre romantischen Gefühle füreinander nur noch verstärkt wird.

    Und wie lässt sich die Bewegung noch kontrollieren, jetzt wo die Anführer den Medien bekannt sind?

    Obwohl uns die erste Seaon von „Wir sind die Welle“ noch nicht so zugesagt hat, bieten die Handlungsstränge also durchaus noch Potential für eine interessante Weiterführung, sollte es tatsächlich zu einer zweiten Staffel kommen. Wir können weiterhin gespannt sein.

    „Wir sind die Welle“ läuft seit dem 1. November 2019 auf Netflix.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Wir sind die Welle"

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    Kommentare
    • lily
      Was soll mir diese Serie eigentlich vermitteln? Regime sind gut solange sie nur links sind? Für mich kompletter Dummfug und Mainstreamschwachsinn.
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