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    Nach Rekorderfolg: Regisseur erwägt "Joker 2" – unter einer Bedingung
    Von Markus Trutt — 18.11.2019 um 14:15
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    Seit dem vergangenen Wochenende hat die lose Comic-Adaption „Joker“ über eine Milliarde Dollar eingespielt. Dem Riesenerfolg dürfte es auch zu verdanken sein, dass Regisseur Todd Phillipps einem Sequel nun etwas aufgeschlossener gegenübersteht.

    Warner Bros. / DC

    Seit einigen Tagen gehört das DC-Drama „Joker“ zum illustren Kreis der (nun) 44 Filme, die weltweit über eine Milliarde Dollar an den Kinokassen einspielen konnten. Noch nie zuvor ist dies einem Film mit R-Rating, also einer US-Altersfreigabe für Erwachsene, gelungen. Nach den geltenden Hollywood-Regeln dürfte eine Fortsetzung des etwas anderen Comic-Films (der mit geschätzten Produktionskosten von 50 bis 70 Millionen Dollar zudem vergleichsweise günstig ausfiel) eigentlich unvermeidlich sein.

    Und selbst Regisseur Todd Phillips scheint „Joker 2“ inzwischen nicht mehr gänzlich auszuschließen, auch wenn er das Sequel nicht um jeden Preis machen würde, sondern es für ihn eine ganz bestimmte Voraussetzung erfüllen müsste.

    Todd Phillipps rudert zurück

    Todd Phillips hat immer klar gemacht, dass „Joker“ als eigenständige Origin-Story des ikonischen Batman-Bösewichts ganz für sich stehen soll. Er und sein Hauptdarsteller Joaquin Phoenix hätten am Set zwar aus Spaß mit Ideen jongliert, wie die Geschichte um Arthur Fleck weitergehen könnte, aber eigentlich sei der Film nicht dazu gedacht gewesen, eine Fortsetzung zu bekommen.

    Nachdem Phillips später dann doch zumindest rein spekulativ über eine Fortführung gesprochen hat, scheint er in einem neuen Interview mit der L.A. Times im Vergleich zu seinen ursprünglichen Aussagen nun noch etwas weiter zurückzurudern.

    So zieht der Regisseur „Joker 2“ offenbar in Erwägung, wenn darin ähnlich relevante Themen wie im Vorgänger zur Sprache kommen würden.

    Inhaltliche Resonanz

    „Es dürfte nicht nur dieser wilde und verrückte Film über den Clown-Prinzen des Verbrechens sein“, so Phillipps gegenüber der L.A. Times. „Es müsste einen thematischen Nachhall haben – ähnlich wie der erste Teil. Deswegen hat der Film glaube ich so einen Anklang gefunden, es geht darum, was unter der Oberfläche passiert. So viele Filme drehen sich um den Funken, bei dem hier geht es um das Schießpulver. Wenn man das auf authentische Weise erneut einfangen könnte, wäre es interessant.“

    Gerade für eine (lose) Superhelden-Comic-Adaption ging man in „Joker“ einen durchaus ungewöhnlichen Weg und schnitt allerlei komplexe Themen an – von sozialer Ungerechtigkeit über die Entstehung von Verbrechen bis hin zu mentalen Erkrankungen. Nur nach dieser Formel – und natürlich mit Beteiligung von Joaquin Phoenix – würde „Joker 2“ für Todd Phillips funktionieren.

    "Joker 2" ohne Batman

    Was Fans des ersten „Joker“ in einem möglichen Sequel aber auf jeden Fall nicht erwarten sollten, ist ein Auftritt von Batman. Das machte Todd Phillips schon zuvor klar.

    Obwohl in „Joker“ nebenbei auch der Ursprung des Dunklen Ritters angerissen wird, würde es in einer Fortsetzung nicht um einen erwachsenen Bruce Wayne, sondern nur um die Weiterentwicklung von Arthur gehen.

    Ob „Joker 2“ letztlich wirklich kommt, bleibt abzuwarten. Da sich Todd Phillips offenbar allmählich für die Idee erwärmen kann, könnte das Projekt aber nun etwas wahrscheinlicher geworden zu sein. Dem Studio Warner dürfte nach dem Erstling jedenfalls viel daran gelegen sein, an dessen Erfolg anzuknüpfen.

    Ist "Joker" ein gefährlicher Film? Joaquin Phoenix hat eine Antwort für alle Kritiker parat

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    Kommentare
    • Bruce Wayne
      Und jeder Film braucht Entwicklung für seinen Protagonisten, oder zumindest sein Ensemble. - Achte mal auf den hinteren Part meiner Aussage ^^ Das ist nämlich genau der Grund, weshalb man Batman ins Spiel bringen muss. Er wird die neue Figur sein, die eine Arc durchgeht. Der Joker bleibt unverändert, aber es wird aus seiner Perspektive erzählt. So oder so - wir brauchen Bats für die Fortsetzung. Ansonsten stell dir mal Winter Soldier ohne Bucky oder Black Widow vor. Ziemlich langweilig, hm?
    • oestfichtl
      Kann schon sein. Ich meine eher politisch oder gesellschaftlich, halt irgendwas das mehr mit Gotham zu tun hat.Es gibt auch interessante geschichten ohne charakterentwicklung (flat arc) Ein bekanntes Beispiel wäre Cap America: Winter Soldier. Der ist gerade weil cap so stuhr ist so interessant. Batman im Mix wäre aber trotzdem super, aber ich glaube nicht, dass es so ein Wagnis mit 2 Bats geben wird.
    • Bruce Wayne
      Die Ideologie des Nihilismus nimmt er bereits im Erstling an. Ist dir das nicht aufgefallen? ^^ Und jeder Film braucht Entwicklung für seinen Protagonisten, oder zumindest sein Ensemble. Ansonsten würde keine Geschichte narrativ wirklich funktionieren, solange es kein Experimentalfilm werden soll. Daher brauchen wir eine neue Komponente - Batman.
    • oestfichtl
      Hm.. Ich kann teilweise verstehen was du meinst. Aber ich finde nicht, dass der Joker noch zwangsweise eine entwicklung in seiner Persönlichkeit brauch. Der Heath Ledger Joker ist auch ohne ausgekommen. Was den zweiten Teil interessant machen könnte, wäre wenn er eine Ideologie annimmt (was dem ersten Teil mMn echt gefehlt hat) und das in Verbindung mit organisierter Kriminalität für irgendwas aussagekräftiges genutzt wird.
    • Bruce Wayne
      Kann es sein, dass du dann Ende der Siebziger auch wieder aufgehört hast, dich mit dem Medium zu beschäftigen? ^^ Comic Relief war hier nun wirklich nicht nötig.
    • Sascha Krull
      Bin mit den Comics seit Anfang der 70er vertraut und kenne die diversen Origins des joker. Der Film hat mir zu wenig Comic-Relief!Meine persönliche Meinung.
    • Bruce Wayne
      Du hast seltsame Vorstellungen einer Comicverfilmung ^^
    • Bruce Wayne
      Das ist aber nicht spannend zu sehen. Sein Charakter ist bereits zementiert, er wird seine Persönlichkeit, sein Wesen, nicht verändern. Daher kommt keine charakterliche Entwicklung in die Sache. Dafür bräuchten wir Batman. Ich brauche keinen ganzen Film nur um zu sehen, wie der Joker anfängt bessere Pläne zu schmieden. Das kann ich mir einfach so dazu denken ^^
    • GoodGuyGoneWrong
      Als eine Art Stand-Alone Film war er ganz ordenlich. Auch wenn er seine Schwächen hat. Allerdings wäre es schade wenn man mit diesem Darsteller keine weiteren Joker-Auftritte zu sehen bekäme und - in meinen Augen - fast grenzenlose Ideen fallen ließe mit diesem Psycho was anzufangen.
    • dc_icon_comics
      Und das ist falsch ...
    • HalJordan
      Sehe ich genauso. Ich möchte kein Sequel, nur damit Joker 2 das Licht der Welt erblicken kann. Sollte Philips jedoch einige vielversprechende Ideen haben und eine würdige Fortsetzung auf die Beine stellen können, selbstredend mit Phoenix an Bord, hätte ich nichts gegen einen zweiten Teil.
    • hunter_x
      Hätte ich Bock drauf, wen man das ganze sinnvoll und stimmig weitererzählen kann!
    • oestfichtl
      Ich finde schon dass es bei der Figur noch Raum zur entwicklung gibt. Zum Beispiel wurde der Prince of Crime Aspekt des Jokers ja nicht wirklich im Film vertreten, dieser Joker jedenfalls ist kein kriminelles Genie das eine Mafia leiten könnte. Da könnte ein Sequel sich noch hin entwickeln.
    • Barbaros
      Ich würde einen zweiten Teil begrüßen, wenn dieser sich mehr traut.
    • BKone
      Kann ich so zu hundert Prozent unterschreiben.
    • Sascha Krull
      Teil 2 ist m.E. überflüssig, da Joker als allein stehendes Psychodrama überzeugt, als Comic Verfilmung zumindest bei mir total durchfiel!
    • DarrenArrowNo5 .
      Ein Sequel das nicht nur unnötig ist sondern sogar schaden verursachen könnte. Man hat jetzt die Entstehung des Jokers erklärt aber wie will man ohne Batman die Leute ein weiteres mal zwei Std. nur durch ihn und seinen Werdegang unterhalten ?Im Grunde KÖNNTE man jetzt mit 'The Batman' am Aufbau von eben jenen Wächter Arbeiten, die Geschehnisse in einer kurzen rückblende aufarbeiten und dann im zweiten Joker Film beide aufeinander treffen lassen. Dann aber würde es mir besser gefallen wenn der Joker im Hintergrund die Fäden zieht, es bestenfalls zu einem kurzen Blickkontakt kommt aber ohne Körperliches aufeinander treffen. Ein Stückweit die Unantastbarkeit eines 'Genies'.Aber wie gesagt, besser man lässt den Film für sich stehen.
    • Bruce Wayne
      Genau das wäre aber der logische nächste Schritt. Ein Joker-Film mit Bats als Nebenfigur.
    • Ilse Müller
      Unwahrscheinlich! Einen weiteren Batman neben Robert Pattinson wird es nicht geben und eine Jokergeschichte mit Batman in einer Nebenrolle kann ich mir auch kaum vorstellen bzw. ist es dann kein Jokerfilm mehr.
    • Ilse Müller
      Ein 2. Teil könnte durchaus Sinn machen aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Joaquin Phoenix (selbst mit einer fetten Millionengage) da mitmachen würde.Edit: Auf der anderen Seite würde Warner Brothers Phillipps aber auch Phoenix nach dem Milliardengewinn sicherlich die komplette Kontrolle über das Projekt geben- WB werden alles versuchen das es einen zweiten Teil gibt- und wenn alles so ist wie es Phoenix es sich erhofft sagt er vielleicht doch zu
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