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    Disney toppt Netflix mit "The Mandalorian" – und spielt zwei Vorteile voll aus
    Von Tobias Mayer — 27.11.2019 um 12:29
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    Die neue „Star Wars“-Serie „Mandalorian“ ist unter den Streaming-Serien in den USA gefragter als „Stranger Things“ – der Netflix-Hit war lange Spitzenreiter. Die Marke „Star Wars“ und der altmodische Veröffentlichungsrhythmus haben sich bewährt.

    Disney

    Branchenbeobachter meinen, dass sich die Zukunft des Film- und Seriengeschäfts auf dem Streamingmarkt entscheiden wird. Seit November 2019 hat Netflix dort mit Disney+ einen großen Konkurrenten (der bis Ende März 2020 in vielen weiteren Ländern verfügbar sein wird, darunter Deutschland). Zum Start des neuen Streamingdienstes übertraf Disney die Erwartungen – und kann sich nun über eine weitere Erfolgsmeldung freuen:

    Laut einer aktuellen Analyse der Marktforschungsfirma Parrot Analytics, die regelmäßig für den Business Insider angefertigt wird, ist der Disney+-Neustart „The Mandalorian“ in den USA nun die gefragteste Streaming-Serie – nachdem „Stranger Things“ fünf Monate lang an der Spitze war.

    Was heißt „gefragteste Streamingserie“? Parrot Analytics berücksichtigt dazu die Abrufzahlen und lässt zusätzlich Äußerungen in Sozialen Netzwerken mit in die Bewertung einfließen, wobei ein Stream höheres Gewicht hat als ein Like oder Kommentar. Die Abrufzahlen basieren mutmaßlich auf Umfragen, weil Netflix und Disney diese Zahlen erfahrungsgemäß höchstens dann rausgeben, wenn es ihnen gerade günstig erscheint.

    Nun muss man beachten, dass Disney+ zum US-Start mit einer kostenfreien Probezeit lockt. Dennoch zeigt der „Mandalorian“-Erfolg, dass sich für Disney zwei Vorteile ausgezahlt haben, die auch im weiteren Kampf um die Zuschauer von Bedeutung sein könnten (gut sind ja beide Serien, „Stranger Things“ wie „Mandalorian“).

    Vorteil 1: Disney hat "Star Wars", Netflix nicht

    Disney-Chef Bob Iger holte seit Amtsantritt 2005 fleißig große Marken unters Dach des Mäusekonzerns: Pixar, Marvel, „Star Wars“, kürzlich noch u. a. die „Simpsons“ und „X-Men“. Zum Start von Disney+ ist der Konzern dahingehend bestens aufgestellt – und zu den vielen bekannten Filmen und Serien im Katalog werden sich demnächst diverse Fortführungen gesellen, darunter neue „Star Wars“- und Marvel-Serien.

    Netflix dagegen kauft zwar auch Bekanntes ein (siehe den spanischen TV-Hit „Haus des Geldes“, der nun auf dem Streamingdienst fortgeführt wird), muss sich die Marken ansonsten aber selbst aufbauen.

    Das kostet Zeit – und ein richtiger Ausreißer, der außerhalb einer Nische Aufmerksamkeit bekommt und dessen Logo viele Menschen auf T-Shirts tragen, gelang bisher im Grunde nur mit „Stranger Things“.

    Vorteil 2: Disney veröffentlicht "The Mandalorian" wöchentlich

    Netflix revolutionierte das Serien-Gucken, als die erste Staffel „House Of Cards“ 2013 in einem Rutsch veröffentlicht wurde. Binge-Watching, dem vorher ausschließlich mit DVD-Sets gefrönt werden konnte, kam in Mode. Warum Zuschauer wie im Fernsehen auf neue Folgen warten lassen, wenn man ihnen gleich alles auf einmal bieten kann?

    Es stellte sich inzwischen raus, dass das traditionelle Veröffentlichungsmodell durchaus seine Vorteile hat. Denn Serien profitieren davon, wenn Medien über einen längeren Zeitraum darüber schreiben und Zuschauer wöchentlich twittern. Wer aber eine ganze Staffel auf einmal in sich reinschlingt, erinnert sich zum Schluss kaum noch daran, was wann passierte – und tauscht sich vor allem übers Ende aus.

    „The Mandalorian“ jedoch ist – wie jüngst auch „Game Of Thrones“ – wöchentlich im Gespräch (was den zusätzlichen Vorteil hat, das Abonnenten ihre Abos verlängern, um alles zu gucken). Aryas erstes Mal, der Kaffeebecher, die Dunkelheit der Schlacht – all das wäre deutlich weniger stark und lang diskutiert worden, wenn HBO seine Prestige-Serie am Stück veröffentlicht hätte.

    Und bei „The Mandalorian“ freuen sich die Zuschauer nun Woche für Woche darüber, was … . Nee, das spoilern wir an dieser Stelle nicht!

    Wer die neue "Star Wars"-Serie noch gucken will, sollte nicht "Mandalorian" googeln!

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    Kommentare
    • Micro_Cuts
      Star Wars Fans die mit Episode 1 und später aufgewachsen sind.
    • Howard Philips
      Die Netto-Laufzeit der Handlung ohne Vor-/Nachspann und Prolog waren bei Folge 2 26 min. Bei Folge 3 sogar nur 25.
    • Skywalker
      Die letzte Folge hatte ca 38min.
    • ObiWann
      Wir reden hier nach wie vor von Star Wars ,natürlich hat The Mandalorian mehr Zuschauer wie Stranger Things ,was auch absolut logisch ist .
    • ObiWann
      Damit ist eigentlich alles gesagt ,guter Text 👍👍👍
    • Kein_Gast
      Wenn eine Serie heute nur wöchentlich eine Folge zeigt, fang ich sie gar nicht erst an ehe sie komplett verfügbar ist.
    • Cirby
      Was ist denn deiner Meinung nach die Zielgruppe für the Mandalorian?
    • Cirby
      Das Model lässt sich ja schnell ändern, ist also kein Vorteil.Und Star Wars ist nur für die Fans von Belang. Da gibt es zwar viele - aber zu den riesigen Kundenstamm von Netflix zu kommen, das ist ein weiter weg.
    • Bruce Wayne
      Bin ganz ehrlich: Bisher hat mich jede Mandalorian Episode enttäuscht. Ich mag das Konzept, und technisch gesehen, ist die Serie auch über alle Zweifel erhaben. Aber nie geht eine Episode wirklich in die Tiefe. Der Protagonist der Serie ist bis jetzt ein unterentwickeltes Abziehbild und auch die Inszenierung bleibt sehr ambitionslos. Das fühlt sich wie eine unangenehme Mischung aus Kino-Star Wars und Serien-Stilmitteln an. Besonders bei den Actionszenen. Kein stilistisch-konsistente Bildsprache wie es ein Breaking Bad beispielsweise hingekriegt hat (das Beispiel nehme ich bewusst, weil BB zwar nie richtig filmreif gewirkt hat, dies aber eben auch nicht nötig hatte. Dieser ganz eigene Stil hat perfekt ins Fernsehen und zur Serie gepasst). Davon abgesehen ist das World Building stark limitiert und die Story....naja, Innovation ist etwas Anderes. Stark mittelmäßig soweit.
    • S-Markt
      ich bin großer star wars fan (ich meine nicht den prequellschrott und schon gar nicht die cgi serie), aber leute, die filme sind ja nu keine raketenwissenschaft. jeder, der genug geld in die hand nimmt (und nicht nur 5,20euro, wie netflix bei another world) sollte keine all zu großen probleme haben, eine eigene scifiserie zu produzieren, die mandalorian den rang ablaufen kann. und wenn das klappt, gibts obendrauf auch noch merchandisekohle.
    • lordmoli
      etwas überspringen käme mir gar nicht in frage.. bei diesem gefühl ist die serie für mich beendet. klar gibts auch bei guten serien langweiligere folgen d.H. aber nicht das der Inhalt nicht wichtig ist.
    • Steffen Krause
      Werde es mir holen aber nicht wegen den beiden bescheuerten Vorteilen die hier genannt werden. Vorteil 1 sie haben Star Wars, Vorteil 2 sie haben ne Star Wars Serie.
    • Micro_Cuts
      Ich wollte mir eigentlich Disney+ für nen Monat holen um die Star Wars Serie durch zu schauen. Nachdem ich aber von der Handlung gelesen und paar Clips gesehen habe vor allen von Baby Yoda wurde mir klar das ich anscheinend nicht zu der Zielgruppe gehöre.Somit ist Disney+ vollkommen uninteressant für mich. Sister Act habe ich schon 25 mal gesehen, die MCU Serien sind bis auf Loki (und da muss ich erst n Trailer sehen) mit den langweiligen Charakteren besetzt die auch schon in den Filmen die Nebenrolle inne hatten.Netflix bietet mir weiterhin ein viel besseres und vielfältigeres Angebot.
    • HalJordan
      Und der nächste Werbeartikel für Disney+
    • Don Rumata
      Wöchentliche Bereitstellung finde ich bei Schwergewichten unter den Serien besser, weil man dann jede Folge einzeln in den Foren diskutieren kann, wie es z.B. bei GoT ausgiebig betrieben wurde. Wenn der Witcher in einem Rutsch rauskommt wird er viel weniger Beachtung im Netz und in den Medien bekommen.Ansonsten wundere ich mich etwas, das der Mandalorian mehr Zuschauer haben soll als Stranger Things. Hat Disney schon so viele Abos an den Mann gebracht?
    • Luksman
      Ich finde die Angelegenheit ist ein zweischneidiges Schwert. Zum einen finde ich es gut, dass Netflix alle Folgen auf einmal anbietet, auf der anderen Seite ist es ein bisschen wie Fast Food. Da ich nicht die Zeit habe, habe ich es noch nie geschafft eine komplette Serie zu bingen - deshalb kann ich dazu nichts sagen. Finde es nur schade, wenn man bswp. 1-2 Jahre auf die nächste Staffel wartet und diese dann an einem Tag wie einen leckeren Burger verschlingt. Daher tendiere ich eher zur wöchentlichen Veröffentlichung a la Game of Thrones, wo man sich nach jeder Folge mit Kollegen und Freunden austauschen kann.Aber das ist nun mal das Konzept von Netflix. Würde mir wünschen, dass z.B. The Witcher wöchentlich erscheint.
    • Rockatansky
      Das Blöde ist aber (zumindest beim ersten mal gucken) woher weisst Du welches die Lückenfüller sind?
    • Captain Schleckerhöschen
      Bei mir kommt's immer drauf an was abgeht und wie spontan die Stimmung ist. mal 1, 2 Folgen am Tag mal 3,4. Generell finde ich es nicht schlecht wenn alles sofort verfügbar ist. So kann man die ein oder andere nervige Lückenfüller Folge von Serien wo entweder jeder Charakter eine blöde Einzelgeschichte erlebt oder ständig Rückblenden Zusammenfassungen gezeigt werden überspringen.
    • Rockatansky
      Bingen finde ich im Prinzip nicht schlecht. Grade bei Comedyformaten wie Modern Family (schau ich zur Zeit) oder meinetwegen auch Stranger Things finde ich das durchaus praktisch, wenn man viel Zeit hat, sonst nix läuft und leicht Bekömmliches konsumieren will. Bei Serien wie das derzeit laufende Watchmen zum Beispiel, macht es durchaus Sinn die Folgen erstmal etwas Sacken zu lassen, da man hier auch selbst ein bisschen mit- und nachdenken darf. Ich würde die Show nicht als klassische Hausaufgabenserie bezeichnen, aber ich denke, es würde einem einiges entgehen, wenn man fix 4-5 Folgen hintereinander wegguckt.
    • Howard Philips
      Ich bin da wohl einer der wenigen, aber mich nervt diese Veröffentlichungspraxis von The Mandalorian, weil es so offensichtlich ist, dass Disney nur einen langen Film produziert hat und diesen häppchenweise serviert. Die letzte Folge hatte 25 Minuten. Prinzipiell wäre es ein solider Film geworden. So ist es eine teure Serie mit Western-Flair.
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