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    Vor "Star Wars 9": So klug kommentiert J.J. Abrams den Fan-Hass
    Von Dennis Meischen — 28.11.2019 um 16:00
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    Vor Start des letzten Kapitels der Skywalker-Saga, „Episode 9: Der Aufstieg Skywalkers“, hat J.J. Abrams im Hinblick auf die negative Reaktion zu „Star Wars 8“ an die Fans appelliert: Man muss nicht mit allem einverstanden sein, um etwas zu lieben.

    Disney/Lucasfilm

    Es ist kein Geheimnis, dass die Stimmung innerhalb der großen und leidenschaftlichen „Star Wars“-Fangemeinde hinsichtlich der neuen Trilogie seit „Das Erwachen der Macht“ vergiftet ist. Dabei geht es nicht um unterschiedliche Meinungen zu „Star Wars 7“ und vor allem zu „Star Wars 8: Die letzten Jedi“ von Rian Johnson – das Problem besteht in der Gesprächskultur: Unter „Star Wars“-Fans wird zu viel gepöbelt und zu wenig zugehört.

    Der Gipfel des Fan-Hasses war erreicht, als die Schauspielerin von Rose Tico, Kelly Marie Tran, sich aufgrund von rassistischen und sexistischen Kommentaren veranlasst sah, Instagram zu verlassen.

    Lucasfilm
    Gerade die Figur der Rose Tico und ihre Darstellerin Kelly Marie Tran haben viel Kritik unter der Gürtellinie einzustecken.

    In einem Interview mit Esquire hat der Regisseur von „Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers“, J. J. Abrams, nun gegen diesen intensiven Fan-Hass Stellung bezogen und für mehr Akzeptanz und Entspannung innerhalb der „Star Wars“-Fans geworben.

    Alle mal wieder runterkommen

    Von Esquire danach gefragt, was er zu den heutigen, teils indiskutabel harschen Reaktionen auf „Star Wars“ denkt, hat Abrams geantwortet:

    „Ich denke, die größere Frage ist: Wie hat sich alles verändert? Die Reaktion auf ‚Star Wars‘, die zunehmenden Angriffe, die zunehmende Negativität, die Fandom-Bedrohung [Anmerk. der Red: in Anspielung auf „Die dunkle Bedrohung“, „The Phantom Menace“], wie es genannt wird, ist offensichtlich nicht nur ein Problem für ‚Star Wars‘. Und ich denke, wir leben in einer Zeit, in der du manchmal das Gefühl hast, nicht das richtige Spiel zu spielen, wenn du nicht spaltest, wenn du nicht etwas kreierst, das wie ein abstoßender Köder wirkt.

    Ich habe ‚Star Wars‘ immer geliebt, weil es ein so großes Herz hat. Habe ich deswegen immer an alles geglaubt und war mit allem einverstanden, was in jedem Film passiert ist, sei es in den Prequels oder in der Original-Trilogie? Nein. Aber liebe ich ‚Star Wars‘? Ja.

    Ich hoffe also – und da bin ich sicherlich naiv – dass wir zu einer Zeit zurückkehren können, in der wir den Dingen etwas mehr Spielraum lassen. Wir müssen nicht mit jedem einzelnen Aspekt von etwas übereinstimmen, um es zu lieben. Ich kenne niemanden, der einen Ehepartner oder Partner oder ein Familienmitglied oder einen Freund hat, der alles liebt und mit allem einverstanden ist, was diese Person ist und tut. Ich denke, wir müssen zu Maß und Akzeptanz zurückkehren. Und so denke ich als ‚Star Wars‘-Fan: Muss ich jedes einzelne Detail eines jeden der Filme lieben? Nein. Aber liebe ich ‚Star Wars‘? Zum Teufel, ja!“

    "Star Wars": Fan-Proteste seit mehr als 20 Jahren

    Toxische Fangemeinden sind im Zeitalter des Internets und der Sozialen Medien kein reines „Star Wars“-Phänomen – man denke nur an die 8. Staffel „Game Of Thrones“. Und doch ist das Problem bei „Star Wars“ besonders sichtbar, einfach weil die Fan-Gemeinde so groß ist – und die Filmreihe so alt.

    Zum ersten Mal richtig ins Kochen gerieten viele Fans 1997, als George Lucas seine Originaltrilogie in veränderter Fassung zurück in die Kinos brachte. Ein paar Jahre später wurden dann die Prequels mit immensen Anfeindungen konfrontiert. Ahmed Best, Darsteller der geradezu verachteten Figur Jar Jar Binks aus „Die dunkle Bedrohung“, trieb der Hass dabei sogar zu Selbstmord-Gedanken.

    Der Abschluss der Skywalker-Saga, „Star Wars Episode 9: Der Aufstieg Skywalkers“, startet am 18. Dezember 2019 in den deutschen Kinos.

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    Kommentare
    • Chobo
      Ja die Sache mit den Erwartungen ist sicher ein Problem, das denk ich auch. Ich hab mich damals vor Spiderman 1 (mit Toby M.) so hypen lassen (u.a. mit Berichten im McDonalds-Kinomagazin... *schäm*), dass ich dann im Kino ziemlich lustlos enttäuscht war.Ich find es ja andererseits auch großartig, wenn man sich für etwas begeistern lässt. Das macht einen ja auch erst so angreifbar, weil man sich ein Stück weit abhängig macht von dem was man liebt. Eben wie in einer guten Beziehung. ;-)Aber ich denke auch, dass es gut ist, immer wieder auf die Suche nach neuen Themen zu gehen - ob als Film oder Serie, ob als Buch (Space Operas), bei Animes usw. Aktuell fällt mir z.B. Attack on Titan ein. Wer nur halbwegs was mit Anime anfangen kann, erlebt da mMn Storytelling und Spannung auf allerhöchstem Niveau. Klar, man muss sich vll erstmal drauf einlassen, aber ich finde die Serie ist unglaublich atmosphärisch!Genauso bei guten Buchreihen - ich fand z.B. die Coruum-Trilogie absolut Blockbuster-tauglich. Oder der Revelation-Space-Zyklus von A. Reynolds (Chasm City!!). Diese Bücher erschaffen einen Tiefgang und eine Komplexität, die Filme einfach niemals erreichen können.
    • SchmitzKATZ
      OK!
    • WolfStark
      Toxische Fangemeinde beschreibt nichts weiter als ein gespaltenes Fandom, zumeist durch schlechte Entscheidungen der Lizenzinhaber. Normalerweise würde man ja als Firma oder Mitarbeiter das eigene Verhalten betrachten, stattdessen ist aber in den letzten Jahren zu beobachten, dass einige Firmen wohl glauben, dass der Konsument das Problem sei und nutzen dabei natürlich den Teil der Community, der noch zu ihnen hält. Eine sonderlich gute Business-Strategie ist das nicht gerade.
    • Jimmy v
      Ok, mir ging es nur um das Wie ,nicht um das Was. Ich verstehe die Kritik am Film. Ich finde sie teils nicht so krass, muss ich sagen, aber gut, die Diskussion wurde ja genügend geführt. ;)
    • DER Dunkle Lord
      Wenn J.J. Abrams Eines nicht ist, dann klug.
    • DER Dunkle Lord
      AMEN!
    • DER Dunkle Lord
      JA!
    • MandaloreSC
      Seh ich auch so. Als wir damals nach Episode 7 aus dem Kino kamen, da waren wir uns einig dass Han Solo Han Solo gewesen ist. Ford hat ihn toll gespielt, der Charakter war 1:1 der gleiche Haudegen wie früher. Sein Abgang von der Star Wars Bühne war zwar etwas vorhersehbar, aber er geschah mit Würde und der nötigen dramaturgischen Größe. Bei Luke war das eine komplett andere Sache. Muss man nicht lange durch Beispiele belegen, wenn sogar Hamill selbst sagt, dass er Jake Skywalker gespielt hat - den Bruder von Luke. Wäre das Machwerk The Last Jedi insgesamt wenigstens toll gewesen, dann könnte man dem Film vielleicht verzeihen wie er mit Luke umgegangen ist. Aber nö - der Film war zum kotzen! - Ackbar offscreen verheitzt, Emanzen-Holdo, Emanzen-Rose, Männer haben nix zu melden in dem Film, Charaktere werden ins Gegenteil verkehrt etc. Und auf der Positiv-Achse gabs gar nichts, außer vielleicht ein paar schöne Special-Effects und Musikeinlagen. Und den Film soll ich jetzt trotzdem mögen, weil ich Star Wars Fan bin? Und ich soll in Episode 9 gehen, weil ich der Sache jetzt wieder eine Chance geben soll? Nö, sorry - beides nicht gegeben. Ich bin mit der neuen Trilogie komplett fertig und schaue lieber The Mandalorian.
    • Jimmy v
      Nicht im Ausdruck, aber in der Sache stimme ich dir schon zu. ;) Ich versteh auch gar nicht, warum Kennedy so verdammt unprofessionell agiert. Sie ist eine erfahrene Produzentin. Sie kennt Lucas. Warum ist sie einerseits lustlos, andererseits desinteressiert und in Kombination aus beidem so schnöde dreist? Sie könnte SW doch auch an irgendjemanden abgeben und die Füße hochlegen, herrje!
    • Bruce Wayne
      Eben. Seltsamerweise beschweren sich dann doch alle so darüber, als ob man sie ganz arglistig getäuscht hätte.
    • Bruce Wayne
      Fantasy ist sowieso fast schon ein totes Filmgenre. Aber SciFi gibt einiges her. Fängt bei Autoren-Kino wie Arrival an und geht bis zu wahren Indie-Filmen wie Prospect.
    • Deliah C. Darhk
      Limited Edition ? Verdammt! Und ich habe nicht geboten .... *seufz*
    • Deliah C. Darhk
      Sei Dir gewiss, dieses Gefühl solltest Du nicht nur manchmal haben.Die Systematik ist offensichtlich, so offensichtlich, dass man für sie den Begriff 'Meinungsmache' wieder zurückholen sollte. Sonst steuern wir mit riesigen Schritten auf eine Meinungsdiktatur zu.Mit dem öffentlichen Auftrag der Aufklärung hat dieses Medienverhalten mE jedenfalls nicht mehr viel gemein.
    • Darklight ..
      War das nicht diese limitierte >/i> Fassung?!
    • Deliah C. Darhk
      Na ja, nur die helle Seite davon ...Ebay, 1 € + Versand
    • greekfreak
      Es gibt ein Interview wo sie sagt:Wir haben es ja sooo schwer neue SW Filme zu produzieren,denn im Gegensatz zum MCU,wo man ein grosses Source Material mit den Comics hat,gibt´s sowas nicht bei Star Wars.Wir mussten buchstäblich von null anfangen.WER HAT DENN DAS EXDENTED UNIVERSE UND DEN STORY-ENTWURF VON G.LUCAS IN DIE TONNE GEKLOPPT,DU ARROGANTE,UNFÄHIGE,DUMME F*§$%?!Da wird man ja aggressiv,vor lauter Dummheit,Unfähigkeit und geballter Arroganz.
    • Cirby
      Von Fantasy/SciFi gibts selten Indiproduktionen, da man dafür eben ein gewisses Budget benötigt.Ich kenne da die meisten Filme, und schaue daher auch mal günstige Vertreter an, wie die Skyline-Filme oder die Monsters-Filmreihe. Die waren wirklich günstig produziert. Da hat man dann aber mit Einschränkungen in allen Bereichen zu leben: Schauspiel, Drehbuch und natürlich Design und Worldbuilding.
    • Jimmy v
      Klar, ich will die Zeit auch nicht missen, und ab und an höre ich auch noch ein paar Songs aus dieser Zeit. Aber für ein ganzes Album reicht meine Muße nicht mehr.
    • SchmitzKATZ
      Haha, ich fand das Album damals wirklich ganz gut ;) Butterfly war mein Favourite, der Track versetzt mich immer noch in wohlig warme Nostalgie-Stimmung :D Solange man nicht für immer auf dem Numetal/Crossover-Film hängen geblieben ist, kann man aber ja ruhig zugeben, dass man sich das mal als Teil eines musikalischen Reifeprozesses zu Gemüte geführt hat (Eistee trinkend auf einer Keller-LAN) ;)
    • Max Müller
      Naja, es wenden sich ja viele ab mehr oder minder. Ist es nicht schon ein abwenden, wenn man den neuen Film nur 1x im Kino gesehen hat, die alten aber zig mal, Videos, DVDs besitzt etc pp.Ich habe zum Beispiel alle Star Trek Boxen zu Hause (noch die alten Grauen und Schwarzen, die damals ein halbes Vermögen gekostet haben), liebe Star Trek sogar noch mehr wie Star Wars. Und dann kam Discovery, von der ich Season 1 gesehen habe und nur noch wütend war aufgrund der Art und Weise wie das Franchise und dessen Moral in den Dreck gezogen wurden. Mit was neuem klar kommen, mag da noch gehen, aber so dumme, bekloppte Handlungen, hanebüchene Charaktere und nicht nachvollziehbare Entscheidungen der Hauptdarsteller ist einfach zu viel.Und gerade hier sehe ich die Parallele zu SW. Man hatte tolle Romane und hätte sich einfach die Thrawn Saga sichern und verfilmen können. Erfolg garantiert. Statt dessen macht man Filme, ohne einen Plan zu haben, was im nächsten passieren soll.Die Wut verflog, aber Staffel 2 hab ich mir nicht mehr angeschaut. Und trotzdem hofft man auf Picard und betet, dass sie es wieder hinbiegen.
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