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    "The Mandalorian": Die "Star Wars"-Serie ist zu kurz
    Von Tobias Mayer — 30.11.2019 um 08:00
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    Die erste „Star Wars“-Realserie „The Mandalorian“ entpuppt sich als spaßiger Space-Western, der Hardcore-Fans ebenso anspricht wie „Star Wars“-Gelegenheitszuschauer. Dabei irritiert allerdings ein wenig, dass die Folgen bisher nur 30 Minuten dauern.

    Disney

    Achtung, Spoiler zu „The Mandalorian“!

    +++ Meinung +++

    Als George Lucas „Star Wars“ erfand, hatte er die Film-Serials der 30er und 40er im Kopf. Das waren Serien fürs Kino, in denen Typen wie der titelgebende Weltraumheld in „Buck Rogers“ wöchentliche Abenteuer erlebten – wobei eine Folge „Buck Rogers“ nach etwa 20 Minuten auch schon wieder vorbei war.

    So gesehen steht Showrunner Jon Favreau mit „The Mandalorian“ voll in der Tradition von George Lucas' Inspiration. Die ersten vier Folgen der „Star Wars“-Realserie auf Disney+ dauern jeweils nur um die 30 Minuten – und da sind Abspann sowie „Was bisher geschah“-Intro eingerechnet! Aber wo diese Verknappung in Zeiten von „jede Folge muss eine Stunde dauern, obwohl wir nix zu erzählen haben“-Netflix-Serien durchaus sympathisch ist, bringt sie im Falle von „The Mandalorian“ auch ein Problem mit sich:

    „Star Wars“ passt nicht in eine halbe Stunde.

    Nach vier Episoden „Mandalorian“ sieht es so aus, als solle jede Folge ein kleiner „Star Wars“-Film für sich sein, Actionsequenz und Lektion inklusive. So sehr ich den Westernstil auch mag und so sehr mich fasziniert, wie viel der durchgehend maskierte Mandalorianer (Pedro Pascal) mit wenigen Gesten und Sätzen ausdrückt: Ich muss leider zugeben, dass die Wirkung einiger Entwicklungen und Ereignisse einfach verpufft, weil halbstündige Folgen einfach nicht genug Platz bieten.

    SO VIEL "STAR WARS" IN SO WENIG ZEIT

    In der ersten Episode wehrt der Mandalorianer schnell mal ein riesiges Eismonster ab (ist ja „Star Wars“, muss also irgendwo ein Riesenmonster rein), in der zweiten Folge wird sein kaputtes Raumschiff fix in einer Zeitraffersequenz repariert, in Episode 3 erfolgt der Entscheidungswechsel von „was interessiert mich Baby Yoda?“ hin zu „ich muss Baby Yoda retten!“ in gefühlter Hyperraumgeschwindigkeit. Und Folge 4 ist „Die glorreichen Sieben“ (bzw. „Die sieben Samurai“) in 30 Minuten gequetscht!

    Jon Favreau und sein Kreativteam aus unter anderem „The Clone Wars“- und „Rebels“-Macher Dave Filoni sind Pioniere: Sie haben die erste „Star Wars“-Realserie gedreht und dabei bisher trotz allem einen starken Job gemacht. Womöglich hatten sie dabei von Disney ja die Vorgabe, alles bitte etwas kürzer zu halten, damit die Kosten nicht völlig ausufern (für die acht Folgen der ersten Staffel wurden in der Produktion angeblich auch so schon 100 Millionen Dollar ausgegeben).

    Doch vielleicht werden die „Star Wars“-Macher von der ersten Staffel „The Mandalorian“ etwas lernen, wovon künftige Serien wie „Obi-Wan“ profitieren: 

    Es ist ok, nicht in jeder Episode das ganz große „Star Wars“-Feuerwerk abzufackeln, wenn die Zeit so knapp bemessen ist. Lasst den Kenobi ruhig mal eine Folge lang in der Tatooine-Cantina rumsitzen.

    „The Mandalorian“ läuft seit November in den USA auf Disney+. In Deutschland startet die Serie zusammen mit dem neuen Streamingdienst erst am 31. März 2020.

    Darum ist die "Star Wars: Obi-Wan"-Serie mit Ewan McGregor so interessant!

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    Kommentare
    • flic6
      Nein, das ist es nicht, das stimmt, aber ich hab ja auch nicht gesagt, dass es gar nichts Neues gibt, sondern lediglich das GROßE Innovationen ausbleiben, die Serie vertraut größtenteils auf alte und bekannte Grundstrukturen von Star Wars und verändert unser Verständnis der Galaxis nur wenig, das heißt aber nicht das es da nichts Neues gibt, was Spaß machen kann und mir machen die ersten vier Folgen bisher wirklich viel Spaß!
    • Mr.Kanister Fister
      Der geblendete Apple Jünger hat gesprochen...hört...hört
    • lily
      Man kann sich das angucken aber wirklich gut ist das doch auch nicht wenn man ehrlich ist. Die Protagonisten ein Rüstungsträger ohne Gesicht und eine der üblichen Kindchenschemadarstellungen von Disney. Das ist einfach weder besonders originell noch besonders gut.
    • Tyramizou
      Dein Gejammer ist auch ne ziemliche Lachnummer.
    • Tyramizou
      Dieses Gejammer, es wäre zu kurz... es geht mir sowas von auf die Nerven. Es gibt heute wohl keine Geniesser mehr, geschweige denn Kritiker mit Format. Es wird nur noch gejammert.Was The Mandalorian in 30 Minuten hinbekommt, das bekommen andere Serien nicht mal in über 50 Minuten hin. DARAN sollte man sich mal halten.Der ganze TWD-Müll, der jetzt auch noch in ein zweites völlig unnötiges Spin-off geht, könnte sich von Jon Favreaus Können eine fette Scheibe abschneiden.
    • Captain Schleckerhöschen
      Shitflix aktiviere ich erst wieder wenn die the Witcher Serie endlich online ist und wehe die ist nicht gut. Die Trailer machen zumindest Bock auf mehr. Den meisten anderen Kram auf netflix kann man echt vor Langeweile in die Tonne treten, jo. Aber es geht tatsächlich noch wesentlich schlechter als netflix momentan. Apple tv + als Streaming Dienast unterbietet alles je dagewesene und die Flaggschiffserie See beweist das alles Geld der Welt kein mieses Drehbuch retten kann. Apple tv+ ist für mich momentan DIE Lachnummer in der Streaming Landschaft. Dagegen wirkt netflix schon wieder professionell.^^
    • Rockatansky
      Vielleicht kommt es mir hier nur so vor, aber ich finde es schade, dass Serien wie TWD oder jetzt auch The Mandalorian hier gefühlt die ganze Aufmerksamkeit bekommen, aber Shows wie Watchmen (wo sich Diskussionen auch wirklich mal lohnen würden) etc. irgendwie unter Eurem Radar zu bleiben scheinen. The Mandalorian ist in Deutschland ja noch nicht mal zu sehen, dennoch werden hier die Folgen bereits seziert. Klar, ist grad der heißeste Sch... und Star Wars sowieso, aber vielleicht könnte man 1 x die Woche auch ein paar andere Serien besprechen und vielleicht dafür aus 10 besten Momenten WTD nur 5 machen (da ich sowieso bezweifle, dass es tatsächlich satte 10 Momente pro Episode gibt, die es Wert wären auseinandergenommen zu werden)...
    • Cirby
      Ist ja auch nicht schlecht, sich Zeit zu nehmen. Vorausgesetzt, man hat etwas zu erzählen/ zu zeigen.
    • Gravur51
      The Irishman nahm sich auch zeit, und er ist großartig
    • ImPredio
      Naja mit aber ziemlich langem Abspann, Intro etc. 38min. lang
    • Bruce Wayne
      Ist es das was, Star Wars und das Thema ausmacht? Recycelte Story-Strukturen ohne eigene Kreativität? Das fände ich doch ein wenig schade.
    • flic6
      Und sie wirkt eigentlich noch nicht mal gehetzt!
    • flic6
      Du hast Recht das da bisher nichts groß Innovatives zu sehen war, aber ich finde das braucht die Serie auch gar nicht, mir machen die ersten vier Folgen trotzdem Spaß, ich finde einfach man merkt, dass da Leute am Werk sind, die wirklich Ahnung haben von Star Wars und denen das Thema am Herzen liegt und nicht solche Pfeifen wie Rian Johnson die Lust darauf haben die Fangemeinschaft zu spalten, weil das ja anscheinend einen guten Film ausmacht!
    • flic6
      no source material! ;)
    • flic6
      Oder du schaust dir einfach Episode 7, 8 und Solo an! :)
    • flic6
      Muss sagen, dass mich die kurzen Laufzeiten bei den ersten vier Folgen bisher nur wenig bis gar nicht gestört haben. Die waren allesamt gut bis sehr gut und haben Spaß gemacht! Natürlich hätten 10 Minuten mehr pro Folge auch nicht weh getan aber ich glaube das passt so schon alles ganz gut!
    • greekfreak
      30-40 Min. mit Daddy Mando und seinem kleinen grünen Sohnemann sind mehr als genug.Wenn ich Bock auf langweiligen Filler habe,kann ich mir Netflix Serien angucken.
    • greekfreak
      Aber laut Kathleen Kennedy gibt´s keine 800 Seiten langen SW Bücher.
    • Gold Kreis
      ich warte auf das buch^XD
    • Bruce Wayne
      Ich stimme da zu. Die (spärlichen) Entwicklungen des Protagonisten sind so gerusht und unnachvollziehbar, dass es fast so wirkt als ob man Szenen geschnitten hätte. Mir kommen irgendwie 2 der 4 Episoden bereits wie Filler vor, und besonders die letzte Folge hat sich da keinen Gefallen getan (hey, all die Arbeit für gar nichts). Davon abgesehen sind diese Stories doch sehr.....altmodisch. Ich meine gerade die letzte Ep. Ich weiß, viele Leute wollen nach TLJ gar keine Entwicklungen mehr in Star Wars sehen, aber ist das jetzt die Alternative? Altbekannte Story-Strukturen im Zeitraffer abhaken? Ist das bereits genug um das Interesse der Zuschauer zu wecken? Ich nehme hier mal einen Vergleich zu einer anderen 30 Minuten-Folgen Serie her: Ash vs Evil Dead. Da haben sich die Macher bewusst dagegen entschieden eine große, epische Story zu erzählen, und dennoch genug Charakterarbeit reingesteckt um wenigstens ein bisschen Progression ins Geschehen zu bringen. Viel wichtiger aber: Fast jede Episode war kreativ, und einzigartig. Ob nun von den abgedrehten Prämissen, den Stilmitteln oder einfach nur dem Level an Gags und Horror. Das war 110% in jeder Folge, selbst wenn's am Ende nur ein Filler war. Was haben wir bisher groß Innovatives in Mandalorian gesehen? So ziemlich nichts. Ich hoffe stark, dass es sich noch bessert, aber sicher bin ich mir da nicht.
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