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    "V Wars" neu auf Netflix: "Eine Vampir-Serie, wie es sie noch nie gegeben hat"
    Von Markus Trutt — 05.12.2019 um 18:25
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    Zwei Jahre nach dem Ende von „Vampire Diaries“ hat Ian Somerhalder mit „V Wars“ nun direkt die nächste Vampir-Serie am Start. Im Interview hat er uns verraten, was die Netflix-Produktion so besonders macht.

    Netflix

    Nachdem er acht Jahre lang als Blutsauger Damon Salvatore in „Vampire Diaries“ selbst die Fangzähne ausgefahren hat, wechselt Ian Somerhalder in „V Wars“ auf die menschliche Seite. Als Dr. Luther Swann versucht er in der neuen Netflix-Serie, die Ausbreitung einer mysteriösen Vampir-Seuche zu stoppen, die seinen besten Freund in ein Monster verwandelt und schließlich zu einem Konflikt zwischen blutrünstigen Kreaturen und Menschen führt.

    Abseits des bloßen Auftauchens von Vampiren scheint „V Wars“ allerdings wenig mit „Vampire Diaries“ gemein zu haben – und sich auch sonst von allem abzuheben, was das Vampir-„Genre“ in Film und Fernsehen bislang hervorgebracht hat. Zumindest wenn man Hauptdarsteller, Produzent und Episoden-Regisseur Ian Somerhalder Glauben schenkt, der uns im Gespräch Rede und Antwort stand...

    Vampire ohne übernatürliche Elemente

    „‚V Wars‘ ist eine geerdetere Serie“, erklärte uns Somerhalder im FILMSTARTS-Interview. „Es ist das erste Mal überhaupt, dass wir Vampire sehen, die keinerlei übernatürlichen Ursprung haben. Es hat alles ein wissenschaftliches und medizinisches Fundament.“ Für den Ex-„Vampire Diaries“-Star sei die Serie somit quasi das „28 Days Later“ unter den Vampir-Geschichten.

    In „V Wars“ geht der um sich greifende Vampirismus von einem im Eis der Arktis eingeschlossenen Krankheitserreger aus, der durch das Schmelzen der Polkappen in Folge der Klimaerwärmung freigesetzt wird. Damit wird auch schon deutlich, dass die Macher der Serie nicht nur unterhalten, sondern durchaus auch etwas aussagen wollen, wie uns Somerhalder dann auch bestätigte:

    „Wir behandeln viele große Themen, mit denen wir aktuell in der Gesellschaft zu tun haben: Rassismus, Ländergrenzen, Krankheiten, Klimawandel, Politik und die Angst davor.“

    Düster dank Netflix

    Um die Geschichte mitsamt ihrer Bezüge zu gegenwärtigen realen Problemen wie gewünscht erzählen zu können, war es auch von Vorteil, eine Serie für Netflix und nicht etwa für einen klassischen TV-Sender zu produzieren, der strengeren Restriktionen unterworfen ist.

    So konnten auch düstere Töne angeschlagen und heftigere Szenen umgesetzt werden – obgleich etwa der Einsatz von Gewalt laut Ian Somerhalder nie zum Selbstzweck erfolgen, sondern stets dazu dienen sollte, die Geschichte voranzutreiben und etwas beim Zuschauer auszulösen: „Ich bin überhaupt kein Freund von Gewalt“, so Somerhalder. „Aber sie hat eine spezifische Daseinsberechtigung in unserer Serie.“

    Auch auf diese Weise soll der Zuschauer noch stärker mit den Figuren mitfühlen – und das nicht nur auf menschlicher, sondern auch auf Vampir-Seite. Die Enstehung von deren Parallelgesellschaft wird anhand des Schicksals von Luthers Freund Michael (Adrian Holmes) nämlich ebenfalls ausgiebig beleuchtet, betonte Somerhalder uns gegenüber: „Die Vampire haben mit ihren ganz eigenen Problemen und Unterschieden untereinander zu kämpfen, was uns die Möglichkeit gab, dynamische Geschichten auf beiden Seiten zu erzählen.“

    Trotzdem was für "Vampire Diaries"-Fans?

    Ist „V Wars“ mit dem bodenständigen, finsteren Ansatz also überhaupt noch etwas für Liebhaber der Blutsauger-Herzschmerzgeschichten aus „Vampire Diaries“? Auch dazu hatte Ian Somerhalder eine diplomatische Antwort parat: „Wenn ihr Fans meiner Arbeit, von ‚Vampire Diaries‘ oder einfach dem Vampir-Genre an sich seid, dann gebt der Serie eine Chance. Schaltet sie ein, schaut die Episoden, wir haben uns den Arsch dafür abgearbeitet. Es wird diese wirklich einzigartige Welt aufgebaut, bei der wir es nicht erwarten können, sie noch weiter zu erforschen.“

    Wieviel Wahrheit in Somerhalders vielversprechenden Worten steckt, kann jetzt jeder selbst herausfinden. Alle zehn Folgen der ersten „V Wars“-Staffel können ab sofort bei Netflix abgerufen werden.

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    Kommentare
    • mat76
      Habe auch abgebrochen. Lahm ohne Ende, nichts was fesselt
    • Sascha H.
      Die ist wirklich nicht gut. Sind gerade fertig geworden aber gut ist anders. Das nervigste is tatsächlich die Dummheit der Figuren und die komplett präsente unlogik in allen Bereichen. Und komplett Schwachsinnige Handlungstränge und teile der Geschichte. Zuletzt hab ich mich bei the following beim anschauen so über die Dummheit der Personen aufregen müssen.Hoffentlich kommt keine 2. Staffel. Nach der lächerlichen letzten badass szene kann das nur noch schlechter werden...
    • Kein_Gast
      Die Pilotfolge ist ein überaus spannender Mix aus Seuchenthriller und Vampierhorror. Selten hat mich eine erste Folge so angefixt wie in diesem Fall.Folge 2 lässt dann leider etwas nach, aber ist zumindest noch unterhaltsam. Ich bleib am Ball.Fazit folgt...
    • Werner Teppich
      Huh.. mir ist da nichts besodneres oder aufdringliches aufgefallen. Komisch, oder? Und dabei bin ich empfindlich, wenn sowas mit dem Holzhammer daher kommt, wie bei Sabrina oder Charmed.Fand die erste Folge nicht umwerfend, aber auch nicht schlecht... mal schauen...
    • Christian Bartels
      Alles in allem gute, solide Unterhaltung. Ja einige Entscheidungen sind seltsam, mehr Hintergrundgeschichte zu den beiden Hauptcharakteren wäre prima gewesen, alles in allen bisschen viel Drama anstelle Action. Trotzdem aber solide handwerklich und effektechnisch gute Action. Alles recht geerdet. Zum Ende hin kann ich zwar vieles nur bedingt nachvollziehen (Entscheidungen). Aber der Luther BadAssMoment am Ende entschädigt dann und gibt wohl die Richtung für Season 2 vor.
    • Cosmocratress
      Wenn kein okkulter Scheiss drin ist, vor allem keine bescheuerten Engel etc. dann werd ich mir das mal reinziehen. Was die Kritiker hier so sagen, geht mir am Arsch vorbei.
    • Micro_Cuts
      Ne die Serie war richtig scheiße. Deswegen hab ich sie an einem Tag durch geschaut
    • FilmFan
      Wieder nichts für mich. Bin bereits beim lesen des Artikel eingenickt.
    • isom
      Ah so ,das mit dem Engel war mir entfallen ,ich bin auch dabei ,ich mag geerdeten Horror .
    • Erik B.
      Mich nervt der Hauptdarsteller, der gefühlt alle 5 Minuten eine Sexszene hat nur um seine frühere Klientel aus Vampire Diaries zu bedienen. Dann noch dieser diverse Cast, der einem regelrecht ins Gesicht geklatscht wird. Warum schafft es Netflix nicht Diversität harmonisch einzubringen? Sie müssen es immer überbetonen, was es unnormal und zu bemüht erscheinen lässt (guck mal, eine schwarze Frau kann auch Wissenschaftlerin sein, und das im Jahr 2019. UNGLAUBLICH!!! Wir sind sooo progressiv *selber-auf-die-Schulter-klopf*).Nach einer Folge abgebrochen.
    • Philmaster09
      Bin enttäuscht. Schwache Charaktere, ohne Hintergrundgeschichte. In den ersten 4 folgen passiert nahezu nichts wirklich relevantes. Und dann ist da noch die Dummheit der Charaktere, die mein Vorredner angesprochen hat. Schade
    • Ber Nie
      Bin gerade bei Folge 4 und breche ab - der angesprochene wissenschaftliche Hintergrund hat mich zunächst interessiert (ausnahmsweise nichts okkultes), aber die Charaktere verhalten sich in ihren Rollen teilweise strunzdumm.Luther, der Protagonist, hat Sohn, Ex-Frau und eine neue Frau, ist universitärer Leiter der Seuchenforschung - und willigt direkt in Folge 1 ein, spontan zur Forschungsstation in der Antarktis zu reisen, wobei er anstelle eines Teams und Ausrüstung seinen besten Freund mitnimmt. Da dieser zum Antagonisten und emotionalen Gegengewicht aufgebaut werden soll, hätte ich dann eine Rückblende erwartet, beide bei Forschungsreisen im Dschungel o.ä., der Freund ein Bear Grylls? Stattdessen rast er im Sportwagen über eine Landstraße (wo?) und verspricht ihn gleich abzuholen (von wo?) - Schnitt, beide sind im Helikopter unterwegs. Über seinen besten Freund wissen wir nichts, weder welchen Job er hat noch was ihn qualifiziert anstelle eines Teams mitzukommen. Und für alle an der Forschung beteiligten ist das auch vollkommen okay, Datenschutz, Risiken und sonstiges gibt es scheinbar nicht...Durch die bisher 3.2 Folgen zieht sich eben jene Dummheit wie ein roter Faden durch - angeblich schlaue Charaktere verhalten sich plötzlich dumm; Entscheidungen werden nicht aus der Situation und nachvollziehbar getroffen, sondern um die Handlung voranzutreiben - dazu kommt ständiges Gequängel des Hauptcharakters und seines Sohnes, das sich nie in deren Handlungen widerspiegelt. Überhaupt verlegt sich die Serie dem Zuschauer vieles durch platte Aussagen auf die Nase zu binden, anstatt es zu zeigen - das führt dann wie in Star Wars Episode 2 dazu dass man lieber die Hintergrundgeschichte als die vorgesehene Handlung sehen würde.Mich würde gerade vielmehr interessieren, wie sich die beiden Freunde (Bruder) eigentlich kennen gelernt haben, was sie so zusammengeschweißt hat dass keine Logik der Welt es vermag zu widersprechen, wenn sie ohne Ausrüstung/ Schutzkleidung/ Team zu einer verlassenen Forschungsstation in die Arktis fliegen, in der unter anderem Krankheitserreger untersucht wurden.Zum Thema Viren - aus der Seuche des Vampirismus wird eine genetische Veranlagung konstruiert (Erklärung eher beiläufig wie bei Neandertalern), nicht weil die Wissenschaftler auf die Idee gekommen wären, sondern weil der Sohn plötzlich dem Vater erklären muss dass auch die Vampirlegenden einen wahren Ursprung haben.Damit hätte ich an sich leben können, wenn die Charaktere noch den Bogen bekommen würden, aber da einfach jeder neue Charakter sich bar jeder Nachvollziehbarkeit saudumm benimmt, reicht es mir nichtmal als seichte Unterhaltung.Ähnlich der neuen Welle glaube ich den Drehbuchautoren gerne, dass sie möglichst viele aktuelle Themen verarbeiten wollten, aber auch hier scheitern sie an einer nachvollziehbaren Handlung, die mich mitnimmt. Geht es mir um die soziopolitischen Inhalte, finde ich diese in Talkrunden und Reportagen deutlich besser aufbereitet, dafür bedarf es keiner Serie - eine Serie, die nur Themen abarbeitet und das auf Kosten der Charaktere und Handlung, hat für mich dagegen versagt.
    • lex s
      Naja schon irgendwie, da die Ältesten eigentlich aus den Überresten vom gefallenen Erzengel Ozryel entstanden sind. Also schon übernatürlich bzw Fantasy. Wenn diese Serie jetzt das ganz als Krankheit behandelt ohne theologischen Hintergrund, bin ich dabei🖖
    • Darklight ..
      Warum habe ich grade nur das Gefühl, das sie mir dann nicht gefallen wird...😅😎Ehrlich...gut!?!!
    • Werner Teppich
      Sieht aus wie ein Hybrid aus True Blood und WWZ (mit einer Prise The Strain)... nur dem Trailer nach absolut nichts neues und ich weiß nicht, ob etwas automatisch düster ist, sobald es kein absolut albern-unglaubwürdiger Vampire-Diaries-Kindergarten ist (Damon war das einzig aushaltbare an der Serie)... zumal bodenständig-düster auch gehyped und inflationär gebraucht wird.Auf der anderen Seite... schon viele objektiv mittelmäßige Vampir-Produktionen haben überraschend gut unterhalten... TB, The Strain, etc. Ich schaue mal wohlwollend in 1-3 Folgen rein.
    • Micro_Cuts
      Ich bin bei Folge 8 :)Bis jetzt gefällt mir die Serie richtig gut. Düster, viel Blut, sehr interessante Charaktere, ... kann so weiter gehen.
    • isom
      Ähhhhhhhh ,was ist mit Strain ???? ,die waren auch nicht übernatürlich.
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