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    "Joker" und Netflix setzen Oscar-Kurs fort: Die Schauspieler nominieren ihre besten Kollegen
    Von Tobias Mayer — 11.12.2019 um 17:43
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    Die US-Schauspielergewerkschaft vergibt ihre eigenen Preise, die Screen Actors Guild Awards – und ist dabei ein verlässlicher Indikator für die Oscars. Nun sind die Nominierungen draußen. Sie bestätigen den durch die Golden Globes gesetzten Trend…

    2019 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved / Niko Tavernise / A.M.P.A.S.

    Der alljährliche Oscar-Zirkus beginnt wie immer schon lange vor der Oscar-Verleihung (die am 9. Februar 2020 stattfinden wird). Eine schwer zu überblickende Zahl von Organisationen aus Kritikern und Filmschaffenden vergibt eigene Preise, zu denen dann wie bei den Oscars erst die Nominierungen und ein paar Wochen später die tatsächlichen Gewinner bekanntgegeben werden.

    Heute war die Gewerkschaft der US-Schauspieler dran (SAG-AFTRA). Die SAG-Nominierungen sind deswegen interessant, weil sie ähnlich wie die Golden Globes verlässlich die Oscars spoilern: Sie sind ein guter Indikator dafür, welche Filme und Menschen mit Goldjungen ausgezeichnet werden (viele Schauspieler der Gewerkschaft stimmen auch über Oscars ab und sie sind die größte Gruppe in der Oscar-Academy).

    Joaquin Phoenix kommt seinem Oscar näher

    Joker“ – die Qualität des DC-Films ist höchst umstritten (auch in der FILMSTARTS-Redaktion), der Kassenerfolg und nun auch die Oscar-Chancen sind es definitiv nicht. Die US-Schauspieler haben nun Joaquin Phoenix als besten Darsteller nominiert, so wie es vorher auch die Journalisten taten, die die Golden Globes vergeben (hier wurde „Joker“ auch in der Kategorie Bester Film nominiert, die es bei den SAG-Awards so nicht gibt).

    Außerdem kann auch Streaming-Gigant Netflix weiterhin darauf hoffen, die etablierten Studios durchs Absahnen von Oscars zu ärgern (hat 2019 schon mit „Roma“ geklappt). Adam DriverScarlett Johansson und Laura Dern („Marriage Story”) sowie das komplette Ensemble aus Martin Scorseses Mafia-Abgesang „The Irishman“ sind unter den Nominierten, wobei Robert De Niro wie bei den Globes nicht extra bedacht wurde. Sowohl im Bereich Film als auch im Bereich Serie ist Netflix übrigens das Studio mit den meisten Nominierungen.

    Vergeben werden die Screen Actors Guild Awards am 19. Januar 2020. Hier sind alle Nominierten aus dem Bereich Film:

    Beste Schauspieler (Hauptrolle):

    Beste Schauspielerin (Hauptrolle):

    Bester Schauspieler (Nebenrolle):

    Beste Schauspielerin (Nebenrolle):

    Bestes Schauspielensemble:

    Bestes Stunt-Ensemble:

    Die komplette Liste der Nominierten findet ihr auf sagawards.org. Dort gibt’s auch die Nominierungen im Bereich Serien – wo unter anderem die HBO-Hits „Chernobyl“ und „Game Of Thrones“ (ja, trotz achter Staffel), die Amazon-Kritikerlieblinge „Fleabag“ und „The Marvelous Mrs. Maisel“ sowie die Netflix-Dauerbrennter „Stranger Things“ und „The Crown“ stark vertreten sind.

    Die Golden-Globe-Nominierungen 2020

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    Kommentare
    • DerHitman
      „Joker– die Qualität des DC-Films ist höchst umstritten (auch in der FILMSTARTS-Redaktion)...und wohl auch nur da. Wirklich jede negative Kritik, die ich bisher finden konnte, beschäftigt sich in der Wertung nicht mit dem Film, sondern mit der Botschaft. Böser weißer cis-Mann, incel-Ikone und ähnliches Vokabular lässt da immer sehr schnell durchscheinen, welch Geistes Kind der jeweilige Verfasser ist. Die einzige deutsche negative Kritik neben der von FS kommt von einer bekennenden Männerhasserin, die nur eine Plattform für ihre Ergüsse geboten bekommt, da sie die Chefredakteurin ist - übrigens eine weitere Parallele zur FS-Kritik, die derart weit am eigentlichen Film vorbeigeht, dass jeder normale Redakteur längst auf der Straße gelandet wäre. Aber FS betont lieber weiter, wie unfassbar umstritten ein eigentlich gar nicht umstrittener Film ist, bevor man einen Fehler gesteht - muss dann aber auch mit allen Konsequenzen und Kommentarbereichen voller Gegenreaktionen leben, so lange man selbst weiter darauf herumreitet. Alle bisher 9 Kommentare hier beziehen sich nicht auf den Artikel, sondern auf die mehrere Monate alte lächerliche Kritik, was bei einer Seite für Filmkritiken- und News doch die ein oder andere Alarmglocke läuten lassen sollte.
    • Cineast
      Ich habe auch geschrieben, Kritiken, die ich gelesen habe.Das stimmt schon. Knapp 1/3 der Kritiken der Kritiker sind negativ und ca. 9/10 (88%) der Zuschauer haben eine positive Meinung zu dem Film.Sorry, aber für mich ist das nicht umstritten. Im Gegenteil: weit mehr als die Mehrheit der Kritiker nahm den Film positiv auf. Von den Zuschauern ganz zu schwiegen.Bei beispielweise König der Löwen sind lediglich 50% positive Kritiken von den Kritikern und ebenfalls 88% der Zuschauer fanden den Film gut.Trotzdem wird das nicht in den Artikeln von König der Löwen erwähnt.
    • Cineast
      Konsequent ist es schon. Nicht falsch verstehen, jeder soll seine Meinung haben und Filmstarts hat natürlich das Recht eine andere zu haben.Es gab jedoch auch in der Vergangenheit Filme bei denen die Kritik von Filmstarts von den anderen abgewichen ist.Ich kann mich allerdings nicht erinnern, dass bei diesen Filmen das so oft erwähnt wurde.Außerdem wurden diese Filme nicht als umstritten bezeichnet, wenn Filmstarts (mehr oder weniger fast alleine) mit ihrer Meinung da standen.
    • HappyTiger
      Mag sein, dass du nu zwei negative Kritiken gelesen hast, aber dann solltest du nicht Rotten Tomatoes dafür anführen, denn dann hast du dort nicht sehr genau hingeschaut oder sehr selektiv gelesen. Da sind über 160 negative Kritiken verzeichnet. Das sind knapp ein Drittel der dort verzeichneten Kritiken, die man eigentlich auch aufgrund des Designs der Webseite nur schwer übersehen kann.
    • Questor
      Ich finde es im Gegenteil eher konsequent. Die Kritik widerspricht dem allgemeinen Trend, hier konsequent zur eigenen Kritik zu stehen ist besser als diese unter den Tisch fallen zu lassen und sich dem Vorwurf der Wendehalsigkeit auszusetzen.Vor allem weil einfach nur sachlich darauf hingewiesen wird dass man es anders gesehen hat und nicht irgendwas im Sinne von offenbar scheint das Publikum sich nicht an ziemlich simpler Küchenpsychologie zu stören.Der Umgang mit der Kritik löst bei mir (ganz im Gegensatz zur Kritik :-D) keinen Widerspruch aus
    • Ilse Müller
      Das gleiche dachte ich auch- unabhängig davon ob Filmstarts nun falsch mit ihrer Bewertung von Joker liegt- in jedem Joker- Artikel wird erwähnt, dass der Film sehr umstritten ist.
    • Cineast
      Ich finde es immer wieder unterhaltsam, wie Ihr, in beinahe jedem „Joker“ Artikel erwähnt, dass dieser künstlerisch umstritten sei.Bis auf die Kritik auf dieser Webseite und noch eine, habe ich keine richtig negative Kritik zu diesem Film gelesen.Ganz im Gegenteil. Ähnlich sieht es auch in meinem Freunden/ Bekanntenkreis und beispielsweise bei Rotten Tomatoes aus.Nichts für ungut: ich möchte euch nicht angreifen.Ich fände es jedoch persönlich besser, wenn dieser Passus nicht erwähnt würde und das stünde euch auch besser zu Gesicht.
    • Michael H
      Hab jetzt auch endlich mal Joker im Kino gesehen (ov), und muss sagen: wow, allein die schauspielerische Leistung ist echt bemerkenswert. Musste auch noch mal die Kritik von Filmstarts durchlesen, warum es denn nun so wenig Sterne gab. Paar Sachen kann ich nach empfinden, einiges gar nicht. Insgesamt ist der Film ein Schlag in die Magengrube und macht zu Weilen echt Angst, wenn man so aktuell in die Gesellschaft blickt. Und ja im Grunde kann man schon sagen: der Junge hat einfach echt Pech gehabt im Leben. :DAlso in Punkto Oscar: definitiv die Leistung vom Hauptdarsteller aber auch der Score geht ziemlich unter die Haut.
    • Sentenza93
      Also wirklich realistische Chancen bei Joker in der ganzen Award-Season, sowohl bei den Oscars als auch den Globes unter anderem, hat vermutlich wirklich nur Phoenix. Finde es sehr schön, dass die HFPA da mal Eier bewies und den Film auch in mehreren Kategorien nominierte, aber allein wegen dem ganzen Drumherum wird der eigentliche Film, und auch Phillips, wohl leer ausgehen.
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