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    Die besten Science-Fiction-Filme aller Zeiten
    Von FILMSTARTS-Redaktion — 24.12.2019 um 15:00
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    Die FILMSTARTS-Redaktion hat diskutiert und sich entschieden: Hier ist pünktlich zum Fest der Liebe die neue, upgedatete Liste mit den unserer Meinung nach 80 besten SF-Filmen aller Zeiten. Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern und Debattieren.

    Constantin Film

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 30: "Vergiss mein nicht" (2004)

    Sein Gespür für skurrile Geschichten mit farbenfrohen Figuren hat der Autor Charlie Kaufman bereits mit „Being John Malkovich“ und „Adaption.“ eindrucksvoll bewiesen – immerhin gab es für beide Drehbücher jeweils eine Oscar-Nominierung. Aber abstauben konnte er einen der begehrten Goldjungen erst 2005, als er für das Original-Drehbuch zu Michel GondrysVergiss mein nicht“ ausgezeichnet wurde. Inwiefern das Meisterwerk als Science-Fiction einzuordnen ist?

    Nun, auch ohne futuristische Sets, Raumschiffe, Roboter oder Zeitreisen dreht sich in „Vergiss mein nicht“ alles um die Kernfrage der Science-Fiction schlechthin: Wohin führt uns die ständig zunehmende Technologisierung von Umwelt und Mensch? Und wollen wir da überhaupt hin? Jim Carrey spielt einen Mann, der sich mittels einer neuen Technologie schmerzhafte Beziehungserinnerungen und damit seinen Liebeskummer aus dem Hirn radieren lassen will. Erst im Verlauf des surrealen Films wird ihm inmitten kollabierender Erinnerungsszenarien klar, dass diese ganz besondere Form des Roulette-Spiels mit Psyche und Persönlichkeit nicht ohne Nebenwirkung bleibt...

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Vergiss mein nicht“
    „Vergiss mein nicht“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „Vergiss mein nicht“

    Concorde Video

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 29: "12 Monkeys" (1995)

    Terry Gilliams Zeitreise-Thriller „12 Monkeys“ fordert dem Publikum mit seinen verschachtelten Handlungssträngen und Zeitebenen einiges an Geduld und Aufmerksamkeit ab. Aber der clever konstruierte Plot lohnt die Mühe, außerdem bietet die detailverliebt gestaltete Endzeitwelt samt Geisterstadt mit Tierbewohnern grandiose Schauwerte. Durch diese muss der Protagonist Cole (Bruce Willis) streifen, um den späteren Ausbruch eines verheerenden Virus zu ergründen und zu verhindern. Neben Willis brillieren Brad Pitt als rätselhafter Insasse einer Irrenanstalt und Madeleine Stowe als skeptische Psychiaterin. Mit all diesen Qualitäten ist Gilliams bis zur letzten Sekunde spannender und philosophisch inspirierender Film ganz zweifelsfrei ein moderner Science-Fiction-Klassiker.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „12 Monkeys“
    „12 Monkeys“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „12 Monkeys“

    STUDIOCANAL

    Die besten SciFi-Filme – Platz 28: "Total Recall – Die totale Erinnerung" (1990)

    Paul Verhoevens „Total Recall - Die totale Erinnerung“ ist nicht nur ein herausragender Actionfilm, sondern gehört auch als Science-Fiction-Film zu den besten des Genres. Stark ist bereits das Setting: Die Ausgestaltung des Mars und vor allem seiner mutierten Bewohner macht „Total Recall“ zu einer besonders schrägen visuellen Erfahrung. Dabei läuft Douglas Quaid (Arnold Schwarzenegger) nicht nur einer Frau mit drei Brüsten, sondern auch einem aus einem fremden Bauch herauswachsenden Rebellenführer über den Weg.

    Zudem fordert der Film den Zuschauer mit verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten, denn genau wie für den Protagonisten bleibt auch für das Publikum am Ende die Frage offen: War der Trip zum Mars nur eine auf Kundenwunsch eingepflanzte synthetische Erinnerung? Oder war er erlebte Realität? Damit ist das futuristische Szenario unserer Filmerfahrung gar nicht so unähnlich, denn als Kinogänger lassen wir uns schließlich ebenfalls kostenpflichtig in „fremde Erlebniswelten“ versetzen und fragen anschließend oft nach der „emotionalen Wahrheit“ dieser Erlebnisse.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Total Recall – Die totale Erinnerung“
    „Total Recall – Die totale Erinnerung“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „Total Recall – Die totale Erinnerung“

    20th Century Fox

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 27: "Brazil" (1985)

    Dass Terry Gilliam über eine überbordende Fantasie verfügt, wird wohl niemand bestreiten, der jemals einen Film des einzigen amerikanischen Monty-Python-Mitglieds gesehen hat. Doch bei wohl keinem seiner anderen Filme greifen Einfallsreichtum und Botschaft so gut ineinander wie bei „Brazil“. Frei nach dem großen Vorbild „1984“ verarbeitet Gilliam hier autobiografische Erfahrungen zu einer pechschwarzen und bitterbösen Satire über Technologisierung und Bürokratisierung, Kontrollzwang, Sicherheitswahn und dergleichen mehr – Themen, die heute aktueller sind als je zuvor. Gilliam entwirft in fantastischen Sets und mit verblüffenden Spezialeffekten eine albtraumhaft-technokratische, von skurrilen Charakteren bevölkerte Welt, in der die Menschen nur in ihren Träumen frei sein dürfen und gleichzeitig für das Verfolgen eben dieser Träume rigoros bestraft werden.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Brazil"
    „Brazil“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „Brazil“

    Warner Home Video - DVD

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 26: "Inception" (2010)

    Wenn man mit seinem neuesten Film ein sagenhaftes Einspielergebnis von über einer Milliarde US-Dollar erzielt hat, gehen oftmals selbst Hollywood-Studios, die in der Regel finanzielles Kalkül über originelle Ideen stellen, die Argumente aus – so geschehen bei Christopher Nolan. Nachdem der Star-Regisseur mit seiner zweiten Batman-Adaption „The Dark Knight“ einen der erfolgreichsten Filme aller Zeiten aufs Parkett zauberte, konnte das zuständige Studio Warner Brothers zu dessen lang gehegtem Herzensprojekt „Inception“ nur schwer Nein sagen – und dürfte dies im Nachhinein wohl auch kaum bereut haben.

    Eindrucksvoll unterstrich Nolan, dass er zu den besten Regisseuren unserer Zeit gehört, und präsentierte mit seinem Science-Fiction-Thriller „Inception“ einen faszinierenden Mix aus opulenter Blockbuster-Action und psychologisch-philosophischen Fragen. Da werden ganze Straßenzüge spektakulär auf den Kopf gestellt und packende Kämpfe in rotierenden Hotelkorridoren ausgetragen. Wie ein Jahrzehnt zuvor in „Matrix“ fragt auch Nolan mit seiner Geschichte um Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) und sein Traum-Heist-Team danach, woran wir Begriffe wie Realität oder Traum überhaupt dingfest machen können – fällt der Kreisel, oder fällt er nicht…?

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Inception"
    „Inception“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „Inception“

    Twentieth Century Fox

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 25: "Star Wars: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter" (1983)

    Star Wars: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ gilt bei nicht wenigen Fans als schwächster der ersten drei zuerst entstandenen „Star Wars“-Teile, bringt die Ur-Trilogie aber zu einem überaus würdigen Abschluss und nimmt als actiongeladenes Popcorn-Spektakel ebenfalls seinen festen Platz in der Filmgeschichte ein. Luke Skywalker (Mark Hamill) hat die Niederlage gegen seinen Vater und Erzfeind Darth Vader (David Prowse) verdaut und kämpft mit der Frage, wie aus Ex-Jedi Anakin Skywalker ein Handlanger des Imperiums werden konnte. Während der Imperator (Ian McDiarmid) einen neuen Todesstern baut, muss Skywalker Prinzessin Leia (Carrie Fisher) und Draufgänger Han Solo (Harrison Ford) aus den Fängen von Jabba The Hut befreien.

    Wie schon in „Das Imperium schlägt zurück“ überließ „Star Wars“-Mastermind George Lucas einem Kollegen den Regiestuhl: Der Waliser Richard Marquand ist der einzige Nicht-Amerikaner, der je bei einem „Star Wars“-Film Regie führte. Das Ergebnis ist ein weiteres Science-Fiction-Meisterwerk, das einen weniger düsteren Grundton als der Vorgänger anschlägt. „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“, der wie die anderen Teile mehrfach digital überarbeitet wurde, erhielt neben einem Sonder-Oscar für die besten visuellen Effekte auch Nominierungen für Ton, Tonschnitt, Filmmusik und Szenenbild.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Star Wars: Episode VI"
    „Star Wars: Episode VI“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „Star Wars: Episode VI“

    Nipponart

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 24: "Ghost In The Shell" (1995)

    Heutzutage stürzt sich der Mensch zur Entspannung in die Weiten des World Wide Web, gewährt Einblicke in sein Privatleben auf Social-Media-Plattformen und kauft bequem vom heimischen Schreibtisch aus, was ihm gerade unter den Mauszeiger kommt. Welche Gefahren eine solch gläserne und vernetzte Gesellschaft mit sich bringt, wird einem durch ansteigende Cyber-Kriminalität und Spionageaffären schmerzlich vor Augen geführt. Als mahnender Vorbote dieser Entwicklung kann der Anime „Ghost in the Shell“ von Mamoru Oshii gesehen werden, das auf einem Manga aus dem Jahre 1989 basiert.

    In dieser düsteren Zukunftsvision bedroht ein Hacker die Sicherheit der Welt: Er hat einen Weg gefunden, sich in die künstlichen Gehirne von Cyborgs einzuklinken und diese nach seinen eigenen Wünschen zu kontrollieren. Nicht nur, dass der Anime heutzutage aktueller ist als jemals zuvor, auch der Einfluss auf die westliche Filmkultur darf nicht unterschätzt werden. Neben renommierten Regisseuren wie Steven Spielberg und James Cameron zeigten sich auch die Wachowski-Geschwister beeindruckt von der Techno-Dystopie und ließen sich bei ihrer „Matrix“-Trilogie maßgeblich von dem Anime inspirieren. Das Hollywood-Remake war da nur eine Frage der Zeit.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Ghost In The Shell“
    „Ghost In The Shell“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „Ghost In The Shell“

    20th Century Fox

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 23: "Planet der Affen" (1968)

    „Ich habe sowohl die Erde als auch das 20. Jahrhundert ohne Bedauern zurückgelassen… irgendwo im Universum muss es doch etwas Besseres als den Menschen geben.“ Mit diesen Worten gibt Charlton Heston als Astronaut Taylor bereits im Prolog von „Planet der Affen“ die Richtung von Franklin J. Schaffners Science-Fiction-Abenteuer vor. Die Gesellschaftsparabel reflektiert Themen, die nicht nur zur Entstehungszeit aktuell waren, sondern es auch heute noch sind. Die berühmte Schlusspointe ist natürlich ein deutlicher Kommentar zum Kalten Krieg, funktioniert aber auch im 21. Jahrhundert noch als Umweltplädoyer.

    Aber auch vor dem finalen Twist wird der menschlichen Gesellschaft mit dem Kastensystem der Affen ein Spiegel vorgehalten. Ob Rassismus oder autoritäre Staatsgewalt, viele der Anklagepunkte von „Planet der Affen“ besitzen eine universelle Gültigkeit. Dass Schaffners Adaption von Pierre Boulles Roman „La Planète des singes“ mit seinem erhöhtem Actionanteil in erster Linie ein Genre-Film ist, schmälert die Wirkung nicht. Denn aufgrund der von der ersten bis zur letzten Sekunde gehaltenen Spannung erreichte die beklemmende Zivilisationskritik nur ein umso größeres Publikum.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Planet der Affen“
    „Planet der Affen“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „Planet der Affen“

    Koch Media GmbH - DVD

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 22: "Fahrenheit 451" (1966)

    Der Science-Fiction-Klassiker „Fahrenheit 451“ des französischen Regisseurs François Truffaut, eine Adaption des gleichnamigen Ray-Bradbury-Romans, wird oft ein wenig unterschätzt. Dabei punktet Truffaut mit seinem ersten Farbfilm nicht nur durch die präzise Zeichnung einer totalitären Gesellschaft, in der das Bücherlesen gänzlich verboten ist, sondern gleichermaßen mit der Besetzung und der musikalischen Untermalung. So zeichnet sich Julie Christie in einer Doppelrolle aus und Komponist Bernard Herrmann („Psycho“) setzt gewohnt markante Akzente. Einziger Wermutstropfen bleibt der Streit zwischen den seit den Zeiten ihres gemeinsamen Klassikers „Jules und Jim“ befreundeten Oskar Werner und François Truffaut, der eine weitere Zusammenarbeit zwischen ihnen bei späteren Projekten verhinderte.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Fahrenheit 451“
    „Fahrenheit 451“ auf DVD und Blu-ray*
    „Der Trailer zu „Fahrenheit 451“

    LUCAS FILM

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 21: "Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“ (1977)

    Mit einem bescheidenen Budget von elf Millionen US-Dollar verfilmte 1977 ein junger, ambitionierter Regisseur aus dem New-Hollywood-Dunstkreis unter großen Strapazen den ersten Teil seiner Geschichte um einen erbitterten Kampf zwischen Gut und Böse in einer weit, weit entfernten Galaxis. 40 Jahre später ist die von George Lucas nach Joseph Campbells sogenannter Hero’s-Journey-Formel gesponnene und von zahlreichen begnadeten Designern visualisierte „Star Wars“-Saga längst pure Popkultur-Mythologie geworden.

    Lucas‘ phänomenale Weltraumoper „Krieg der Sterne“ begeistert mit atemberaubenden Weltraumschlachten, packenden Lichtschwert-Duellen, kreativ gestalteten Kulissen, einem zeitlosen John-Williams-Soundtrack – und hat mit Luke Skywalker, Yoda, Darth Vader, Han Solo, Obi-Wan Kenobi, R2 D2, C-3PO, Chewbacca sowie Prinzessin Leia zahlreiche unvergessliche Charaktere im Gepäck. Virtuos fließen hier Märchen, Western, Samurai-Film und Science-Fiction ineinander. Die Sci-Fi-Aspekte umfassen dabei keineswegs nur abgedrehte Zukunftstechnologien, sondern ebenso die Darstellung eines kosmisch-totalitären Regimes und die der „Macht“, einer kosmischen Energie, die alles Leben durchdringt und die Luke Skywalker auf einer mystischen Reise ergründen muss!

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“
    „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“ auf DVD und Blu-Ray*
    Der Trailer zu „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“

    Auf der nächsten Seite: Frühe Mondfahrt, Neo-Tokyo und ein spätes Sequel...

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