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    "Mord im Orient-Express": So geht es mit Hercule Poirot weiter
    Von Dennis Meischen — 29.12.2019 um 14:00
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    Für den Agatha-Christie-Klassiker „Mord im Orient-Express“ versammelte Kenneth Branagh als eitler Privatdetektiv Hercule Poirot ein Star-Ensemble um sich. Ähnlich hochkarätig besetzt kommt 2020 nun „Tod auf dem Nil“ ins Kino.

    2017 Twentieth Century Fox

    Er ist die bekannteste literarische Schöpfung der Bestseller-Autorin Agatha Christie neben Miss Marple: Der spleenige und schnauzbärtige belgische Privatdetektiv Hercule Poirot – ein eitler Mann mit einem hohen moralischen Kompass und einer ebenso hohen Meinung von sich selbst.

    Nach gefeierten Darstellungen durch Sir Peter Ustinov, Albert Finney und David Suchet schmiss 2017 auch Regisseur Kenneth Branagh („Thor“) seinen Hut als Poirot in den Ring und inszenierte und spielte die Hauptrolle bei dessen berühmtesten Fall „Mord im Orient-Express“.

    Das klassische Krimistück besticht durch hochkarätige Darsteller wie Penelope Cruz („Vanilla Sky“), Johnny Depp („Fluch der Karibik“), Judi Dench („Skyfall“), Daisy Ridley („Star Wars“), Josh Gad („Die Schöne und das Biest“), Michelle Pfeiffer („Maleficent 2“), Willem Dafoe („Spider-Man“), Derek Jacobi („Gladiator“) und Marwan Kenzari („Aladdin“).

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Mord om Orient-Express"

    Und mit ähnlicher Star-Power geht es für Poirot in seinem nächsten Fall in Ägypten weiter - die Romanadaption „Tod auf dem Nil“ startet am 15. Oktober 2020.

    So geht es mit "Tod auf dem Nil" weiter

    Am Ende von „Mord im Orient-Express“ wird bereits wenig subtil angedeutet, dass es Poirot bald ins Land der Pyramiden verschlagen wird. Nach der mittlerweile kultigen Auflösung des Zugmord-Rätsels und einer schweren moralischen Entscheidung erhält der Detektiv ein Telegramm, das ihn augenzwinkernd an den Nil beordert.

    Es wird interessant sein zu sehen, ob dieser kleine Witz tatsächlich am Beginn von Branaghs zweitem Einsatz als Poirot noch einmal aufgegriffen wird. Zumindest wird Tom Bateman („Da Vinci’s Demons“), der schon im ersten Fall zu sehen war, wieder als Bouc auftreten und so möglicherweise die Verbindung zwischen den beiden Filmen schaffen.

    Twentieth Century Fox France
    Hercule Poirot umgibt sich oft mit illustren Persönlichkeiten.

    Neben Kenneth Branagh sind wieder einige Hochkaräter mit an Bord. So wurden unter anderem bereits Annette Bening („American Beauty“), Russel Brand („Rock Of Ages“), Gal Gadot („Wonder Woman“), Rose Leslie („Game Of Thromes“), Armie Hammer („Codename U.N.C.L.E.“), Sophie Okonedo („Hotel Ruanda“), Emma Mackey („Sex Education“) und Letitia Wright („Black Panther“) als Darsteller bestätigt.

    „Tod auf dem Nil“ ist der nach „Mord im Orient-Express“ sicherlich bekannteste Fall des Belgiers. Im Roman wird Poirot während einer Urlaubs-Schifffahrt auf dem Nil in ein mörderisches Liebesdreieck gezogen, bei dem nichts so ist, wie es anfangs scheint. Zuletzt war der Klassiker 1978 mit Peter Ustinov als Detektiv fürs Kino verfilmt worden.

    Was wird Poirots nächster Fall?

    Sollte „Tod auf dem Nil“ wie „Mord im Orient-Express“ zum finanziellen Erfolg werden, ist nicht ausgeschlossen, dass wir Kenneth Branagh auch ein drittes Mal als Poirot sehen werden. An möglichem Stoff für einen weiteren Fall mangelt es dabei sicher nicht. Immerhin hat Christie 33 Romane, über 50 Kurzgeschichten sowie ein Theaterstück mit dem belgischen Detektiv in der Hauptrolle verfasst – und das obwohl sie ihn persönlich im Gegensatz zu Miss Marple nie mochte.

    Bekannte Geschichten für die nächsten Branagh-Verfilmungen wären etwa „Alibi“, „Das Böse unter der Sonne“, „Der Wachsblumenstrauß“ (1963 mit Miss Marple verfilmt), „Die Morde des Herrn ABC“ oder „Die Großen Vier“. Interessant wäre auch eine Neuinterpretation von Poirots allererstem, damals revolutionärem Fall „Das fehlende Glied in der Kette“ oder seines letzten in „Vorhang“, den er quasi vom Totenbett aus löst.

    „Mord im Orient-Express“ läuft am heutigen Sonntag, den 29.12.2019, um 20.15 Uhr auf Sat.1.

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    Kommentare
    • FilmFan
      Also ich fand Branagh´s Mord im Orientexpress ganz schön zäh. Kaum Spannung und die Darsteller schienen auch nicht voll bei der Sache. Ich fand ihn trotz Starpower sehr langweilig. Das Abenteuer auf dem Nil nächstes Jahr werde ich mir aber dennoch ansehen. Wonder Woman Gal Gadot will ich mir auf keinen Fall im nächsten Poirot Fall entgehen lassen.
    • Dennis Beck
      Ich fand Mord im Orient-Express durchschnittlich. Vielleicht wird´s besser.
    • WhiteNightFalcon
      Vorlagengetreu ist eigentlich ne Stärke von Branagh, wenn er Regie führt.Schon sein Debut, Henry V. war diesbezüglich klasse.
    • WhiteNightFalcon
      Ich mochte Mord im Orient Express. Von daher bin ich gespannt.
    • Andreas Huettner
      Gremlins 2...Abgesehen davon: Mord im Orient Express war großartig gefilmt, gut gespielt und relativ Vorlagen-Getreu... Ich erwarte, dass Tod auf dem Nil mit ähnlichen Vorzügen auftrumpfen kann. Das reicht mir zumindest zwischendurch mal für nen gemütlichen Heimkino-Sonntagabend.
    • Larry Lapinsky
      Abwarten ... Besetzung und Look des letzten waren klasse - der Rest wirklich ausbaufähig!
    • isom
      An David Suchet (dem besten Poirot) kommt er zwar nicht an ,aber der Film war schön anzusehen und Brannagh zurückhaltender als sonst.
    • Saints ofchaos Deluxe
      Ich ahne furchtbares. Sir PEter Ustinov hat feine Evergreen Whodunnit geliefert. Der Hercule Poirt war mit Witz und Charme gesegnet. Monsieure Porridge aus eine Leichezum Dessert war ebenfalls eine humorvoll angelegte Figur.Gilderoy Lockhards Poirot war so schwermütig, das passte null auf die Liebgewonnen Figur.Ich kann ja Verstehen das man in Honeywood kein Bock mehr hat selbst denken....aber muss denn alles verschlimmbessert werden?Wird es ein Remake von Casablanca geben? Nur mit einem Glücklichen Ende ( Naaaa wer weiß aus welchem Film dieses Zitat ist)?
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