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    Die finale Szene von "Star Wars 9" erklärt – habt ihr sie richtig verstanden?
    Von Tobias Mayer — 03.01.2020 um 16:34
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    Am Ende von „Episode 9: Der Aufstieg Skywalkers“ gibt’s ein Wiedersehen, an dem nur drei Personen beteiligt sind. Drehbuchautor Chris Terrio erklärt, warum.

    The Walt Disney Company

    Es folgen Spoiler zu „Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers“

    Als Rey nach Tatooine geht, um Lukes Kindheitshaus zu besuchen, erscheinen ihr die Machtgeister des alten Luke und der alten Leia. Manche Fans haben sich gefragt, warum Rey nicht noch andere tote Jedi sieht, allen voran den frisch verstorbenen Ben Solo. Aber laut Chris Terrio, der gemeinsam mit J.J. Abrams das „Star Wars 9“-Drehbuch schrieb, war es eine wohlüberlegte Entscheidung, ausschließlich die Skywalker-Geschwister zu zeigen.

    Warum sind nur die Macht-Geister von Luke und Leia zu sehen?

    Dem Hollywood Reporter sagte Terrio:

    „Wir haben auf jeden Fall darüber diskutiert, wer am Ende zu sehen sein sollte. Es ist nicht so, dass Rey nie andere Macht-Geister sehen wird, wo sie jetzt die erste der neuen Jedi ist. […] J.J. hatte jedoch die klare Idee, dass er den Moment nicht schmälern wollte, in dem Leia endlich als Machtgeist zu sehen ist und die Zwillinge endlich vereint sind.

    […] Wir haben viel darüber geredet, wie Leia ihre Heimat verloren hat. Alderaan ist weg. Also konnte sie Luke niemals zeigen, wo sie als Prinzessin aufwuchs, aber Luke hätte seine Schwester dahin mitnehmen können, wo er als Farmer aufwuchs. Doch die Zwillinge kamen nie gemeinsam nach Tatooine. Die Idee, die Zwillinge zusammen zu sehen, nachdem die Lichtschwerter beerdigt wurden, war für mich und J.J. also sehr bewegend.“

    Wie Chris Terrio weiter ausführt, war es den Autoren außerdem wichtig, Leia hervorzuheben (eben nicht nur als ein Teil einer Reihe Jedi zu zeigen). Limitiert durch das vorhandene Carrie-Fisher-Material sollte das Menschenmögliche getan werden, Leia als Machtnutzerin im Bewusstsein der Zuschauer zu verankern, die eine Jedi hätte werden können – und am Ende von „Star Wars 9“ zu betonen, dass Rey in der einzigartigen Position war, bei zwei Skywalkern in die Lehre zu gehen.

    Meinung eines Fans: Zu wenig Leia

    Ich habe die „Star Wars“-Filme so oft geschaut wie keine andere Filmreihe und „Star Wars 9“ mittlerweile dreimal, aber nicht eine Sekunde daran gedacht, dass es für Luke und Leia ein Bedürfnis sein könnte, gemeinsam auf Lukes Heimat Tatooine zu stehen – Luke wollte den langweiligen Sandklumpen ja vor allem so schnell wie möglich verlassen.

    Dass Rey nur ihre beiden Meister sieht, weil sie ihre Wahlfamilie sind, kann ich dagegen nachvollziehen. Allerdings zeigt sich an der Stelle des Films und in Chris Terrios Erklärung ein Grundproblem der Sequel-Trilogie, das vor allem bei „Star Wars 9“ nicht mehr befriedigend gelöst werden konnte:

    Leias Bedeutung für die Geschichte der neuen Filme bleibt vor allem eine Behauptung. In „Star Wars 7“ kommt sie kaum vor, in „Star Wars 8“ mag sie ihre besten Sätze haben und ihre Führungsstärke mag aufblitzen, einen beträchtlichen Teil des Films über liegt sie aber im Koma. Für „Star Wars 9“ konnte die verstorbene Carrie Fisher dann überhaupt nicht mehr vor der Kamera stehen.

    J.J. Abrams holte raus, was ging, Leias Integration ist die vielleicht größte technische Leistung und die Absicht dahinter ehrenwert – doch weder Leias eigene Geschichte als Fast-Jedi, noch ihre Bedeutung als Lehrerin von Rey sind bei mir so wirklich angekommen. Sie hat bereits seit „Star Wars 7“ den randständigsten Part aller drei großen Rückkehrer der Originaltrilogie. Dieses Problem ist nichts, was eine Machtgeist-Szene am Ende der Trilogie lösen könnte.

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