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    "Avengers 4: Endgame": So brutal hätte der große Heldentod im Finale werden können
    Von Markus Trutt — 09.01.2020 um 18:45
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    Der Tod von „Iron Man“ Tony Stark in „Avengers: Endgame“ ist so schon schwer zu verdauen. Doch hätte die Szene visuell noch wesentlich härter ausfallen können, wie die Effekt-Spezialisten des MCU-Blockbusters nun verrieten.

    Disney

    Der Showdown von „Avengers 4: Endgame“ dürfte kaum einen Fan des Marvel Cinematic Universe (MCU) kalt gelassen, sondern stattdessen für so manche Träne gesorgt haben – was nicht zuletzt dem tragischen Ableben von Ur-Avenger Tony Stark (Robert Downey Jr.) geschuldet ist. Um seine Freunde und die Welt zu retten, bringt Tony mit einem Schnipser des vollbesetzten Infinity-Handschuhs das ultimative Opfer – wohlwissend, dass ihm die Aktion das Leben kosten wird, nachdem sie schon Thanos und dem Hulk schwere Verletzungen zugefügt hat.

    Während die Szene in ihrer jetzigen Form vor allem emotional an die Nieren geht, gab es von ihr während der Produktion des Films auch ungleich grausamere Versionen, die wohl eher auf den Magen geschlagen hätten...

    Zerfetztes Gesicht und hängender Augapfel

    Wie Matt Aitken, der Visual Effects Supervisor bei „Avengers 4“, nun im Interview mit dem Magazin Insider verriet, hätten er und sein Team den Regisseuren Joe und Anthony Russo verschiedene Varianten für die Visualisierung von Tonys Zustand nach seinem verheerenden Schnipser präsentiert. Und um dabei die ganze Bandbreite der Möglichkeiten vorzuführen, sind sie auch ins Extreme gegangen.

    „Bei einem der Designs hat die Energie der Steine voll sein Gesicht getroffen und einen Augapfel rausploppen lassen, der dann an seiner Wange herunterhing“, erklärte Aitken sehr bildlich und fügte dann noch kichernd hinzu: „Dafür haben sie sich nicht entschieden“.

    Bei einer etwas abgeschwächteren, aber immer noch recht expliziten Variante hätten sich die Effektspezialisten um Aitken wiederum am Two-Face-Design aus Christopher Nolans „The Dark Knight“ orientiert. Hier wäre man ähnlich wie beim halb verbrannten Harvey Dent weiter unter die Hautoberfläche gegangen und hätte die Sehnen und Zähne gesehen.

    Der richtige Mittelweg

    Dass die mehr in eine Horror-Richtung gehenden Vorschläge am Ende nicht im fertigen Film landen, war Aitken und Co. eigentlich schon von Anfang an klar, ihnen ging es nur darum, alles zwischen zwei Extremen abzubilden, damit die Russos am Ende genau das für sie passende Design, das irgendwo in der Mitte davon lag, auswählen konnten.

    Dabei war es wichtig, mit Tonys Look in seiner Sterbeszene deutlich zu machen, dass seine Verletzungen so schwer sind, dass er sich davon nicht mehr erholen kann, ohne aber das Publikum zu vergraulen, zu dem auch Familien und jüngere Zuschauer gehören. Bei der angestrebten massentauglichen Altersfreigabe der Marvel-Filme wäre ein heraushängendes Auge ohnehin kaum vorstellbar.

    Noch entscheidender war laut Aitkens Kollegin Jen Underdahl aber, dass eines der extremeren Designs nur unnötig von dem kraftvollen Moment und der Performance von Robert Downey Jr. bei diesem rührenden Abschied abgelenkt hätte.

    Enthüllt: Das ist Tonys berührender letzter Gedanke in "Avengers: Endgame"

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