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    Rekord: Netflix gibt 2020 so viel Geld für neue Serien und Filme aus wie noch nie
    Von Björn Becher — 17.01.2020 um 10:25
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    Bei Netflix denkt man offenbar nicht daran, kleine Brötchen zu backen. Obwohl das Geschäft des Streaminggiganten längst nicht profitabel ist, sollen 2020 fette 17,3 Milliarden Dollar in neue Inhalte fließen.

    Netflix

    Satte 15,3 Milliarden Dollar gab Netflix bereits 2019 für neue Inhalte aus, doch 2020 soll das laut einer Vorabeinschätzung der Wall-Street-Analysten von BMO Capital Markets noch einmal überboten werden: 17,3 Milliarden Dollar werden 2020 demnach in neue Inhalte fließen – das sind die Ausgaben für Content, also allen voran für Filme und Serien. 

    Dazu zählen aber auch andere Inhalte wie die bei Netflix immer beliebteren und erfolgreicheren Reality-Formate oder Stand-Up-Comedy-Specials. Inbegriffen ist das Geld für die Macher dahinter. Selbst bei einer buchhalterischen Gewinn- und Verlustrechnung sollen die reinen Content-Ausgaben für 2020 noch 11,1 Milliarden Dollar betragen.

    Netflix macht große Schulden

    Wegen der riesigen Ausgaben ist Netflix auf fremdes Geld angewiesen. Die Schulden des längst nicht profitabel agierenden Unternehmens betragen aktuell angeblich schon 13,5 Milliarden Dollar. Die Wall-Street-Experten sehen trotzdem noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht und gehen davon aus, dass mindestens die nächsten sechs Jahre die Ausgaben für neue Inhalte jährlich weitere Rekord-Höhen erreichen.

    Netflix haut aktuell so viel Content raus wie noch nie. Allein im 4. Quartal 2019 sollen 802 Stunden an originalem (!) Content auf der Streamingplattform erschienen sein, also nur Inhalte, die von Netflix selbst oder für Netflix exklusiv produziert wurden – wie zum Beispiel „The Irishman“, „6 Underground“ und „The Witcher“. Darin eingerechnet sind noch nicht die erworbenen Lizenzen für die Ausstrahlung von vorher bereits anderswo gezeigten Serien und Kinofilmen.

    Keine Chance für Disney+?

    Netflix dürfte so viel investieren, weil das Unternehmen klar den Anspruch hat, den Status als beliebteste und erfolgreichste Streamingplattform auszubauen und eine marktdominierende Stellung zu erreichen. Da Amazon Prime Video zwar auf dem Papier noch der größte Konkurrent ist, dort das Streaminggeschäft aber am Ende nur ein Mittel ist, um das Hauptgeschäft (Versand aller möglichen Artikel) weiter anzukurbeln, gilt Disney+ als eigentlicher Konkurrent von Netflix.

    Dass aber selbst das mächtige Maushaus es schwer haben dürfte, Netflix das Wasser zu reichen, zeigt ein Blick auf die Ausgaben dort: Es wird erwartet, dass Disney 2020 rund eine Milliarde Dollar für neue Inhalt investiert. Das ist eine im Vergleich zu den Netflix-Zahlen fast schon kleine Zahl (wobei Disney den Vorteil hat, bereits viele bekannte und beliebte Filme im Katalog zu haben).

    Dahin fließt das Geld von Netflix

    Die höhere Summe lässt sich aber auch noch dadurch erklären, dass Netflix im Gegensatz zu Disney viel Geld ausgibt, um Personen und Firmen exklusiv an sich zu binden. Bereits 2018 machte zum Beispiel der Deal mit Michelle und Barack Obama Schlagzeilen. Sie produzieren nun Inhalte für Netflix, gerade schon erstmals gekrönt mit einer Oscarnominierung für die Doku „American Factory“.

    Zuletzt sorgte auch der Vertrag mit den „Game Of Thrones“-Machern David Benioff und D.B. Weiss für viel Aufsehen. Sie bekommen in Zukunft angeblich 200 Millionen Dollar, um Stoffe für Netflix zu entwickeln. Und die von ihnen so erdachten Serien und Filme müssen dann natürlich auch noch mal finanziert werden.

    Auch für Comedy-Stand-Up-Specials soll Netflix sehr spendabel sein. Jerry Seinfeld bekam angeblich 100 Millionen Dollar, Eddie Murphy 70 Millionen Dollar sowie Chris Rock und Ricky Gervais je 40 Millionen Dollar, um nur einige der kursierenden, nicht bestätigten Zahlen zu nennen.

    Nach "The Irishman" und "6 Underground": Diese Original-Filme laufen 2020 bei Netflix

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    Kommentare
    • Larry Lapinsky
      Ich hab ja jetzt gerade Probemonat. Bin auch zufrieden, bleibe aber keinesfalls da kleben. Serien (hab 2 Staffeln geguckt) interessieren mich einfach nicht. Punkt! Denn GoT-Qualität hat bei denen sowieso schon mal scheinbar GAR nichts. Nochmal Punkt! Filme haben sie hingegen schon einige echt gute, aber die tatsächlich ungefähr 15 Top-Filme seit Virunga 2014 schaffe ich locker in diesem Probemonat, so dass es in Zukunft pro Jahr bei mir nur ein Monat sein muss. Wer da dauerhaft im Spinnennetz zappelt, ist selbst schuld (vielleicht wegen Kindern oder so ...). Man braucht natürlich allein schon hinsichtlich der Filmauswahl eine klare Strategie und eiserne Disziplin (härter als beim linearen Fernsehen, wo es zur Orientierung gute Zeitschriften à la TV-Spielfilm gibt). Denn die Desorientierung hat scheinbar System dort ...
    • Larry Lapinsky
      Das Videobuster-Flatrate-Abo (als Lovefilm-Nachfolger; 4 im Monat sind mir zu wenig, da wir hier gar kein Kino mehr haben) hatte ich auch, jedoch - die Deutsche Post ... Bin nun überwiegend bei Verleihshop - teurer, aber kannste auch länger behalten (nehme wegen Porto-Einsparung immer gleich 6 pro Woche und kann das klar empfehlen). Was die Blu Ray angeht, bin ich absolut bei dir. Jedoch: Ungefähr so 8-10 Filme (steigende Tendenz!) pro Jahr von den ca. geguckten 180, welche sogar im Kino liefen (wenn sicher auch nur in wenigen, aber in CINEMA offiziell vorgestellt), erscheinen GAR nicht mehr auf physischen Trägern, und um die geht es mir hier. Netflix hat die halt gar nicht, Prime einige, andere aber wiederum Videobuster - und dass du da auch noch verschiedene Sticks kaufen musst, wenn du nicht am PC schauen willst, ist ärgerlich. Die könnten ja nun locker ein einheitliches System für beide Browser anbieten, oder? Bisher konnte ich mich deshalb noch nicht dazu durchringen.
    • Luthien's Ent
      Seit wann ist denn Geld ein Problem...?
    • Don Rumata
      Meiner ist wohl vier Jahre alt. Eine Amazon-App hat er. Von Videobuster lasse ich mir 4 Filme im Monat mit der Post schicken. BluRay haben immer noch das beste Bild und den besten Ton und die haben Extras.
    • greekfreak
      Das Geschäftsmodel von Netflix ziehlt vor allem ab,immer mehr Neu-Abonnenten anzulocken. Um das zu schaffen,hauen sie immer neuen Kontent raus und kaufen oder entwicklen neue IP´s. Problem Nr.1: das meiste wird nach 2-3 Staffeln wieder gecancelled,um neuen Kontent zu produzieren und wiederum neue Abonnenten anzulocken.Da wird bei so erfolgreichen Sachen wie The OA oder Mindhunter einfach der Stecker gezogen,um neues Zeug zu finanzieren,was natürlich bei den Fans nicht gut ankommt.Problem Nr.2: um diesen ständigen Strom an Neu-Kontent aufrecht zu erhalten,braucht man Geld,das geliehen wird. Netflix steht jetzt schon mit 20 Milliarden in der Kreide. Auf kurz über lang werden sie sich mehr verschulden müssen,um mit den Budgets vom Mäuse und Bezos Imperium,respektive mitzuhalten.
    • Larry Lapinsky
      Exakt! Sammlung rules!!!
    • Larry Lapinsky
      Damit geht's ja schon los ... Mein TV ist schon ein paar Jährchen alt und hat nur eine Netflix-App. Für Amazon bräuchte ich einen Firestick (40 Euro), für Videobuster-Streaming-Videos z. B. bräuchte ich wiederum einen Google Chrome-tauglichen Stick (wieder ein anderes Systen für wieder 40 Euro) usw. usf. ...
    • Don Rumata
      Die paar Euro für Disney+ würde ich wohl ausgeben, aber dafür müssten die erstmal eine App für meinen Samsung raushauen. Auf dem PC oder gar Smartphone schaue ich keine Serien oder Filme.
    • Don Rumata
      Ich denke, Amazon wäre der Haupterbe, weil die ein ungleich vielfältigeres Angebot haben als Disney+ es haben wird und natürlich auch lang Asche um zu investieren.Netflix wird die USA nicht dominieren können, global gesehen aber vielleicht schon, da es international weniger Konkurrenz gibt und Netflix ja auch als einziger Anbieter regional produzieren lässt.
    • Larry Lapinsky
      Apropos Genres: Science Fiction z. B. - Ich hab mal 5 Min. in Lost in Space reingeschaut - so lausige Effekte, war sofort wieder raus!
    • Larry Lapinsky
      Das Prinzip Real Madrid - wir glänzen auf der Basis von Geld, das wir nicht haben. Währenddessen trauen sich die prominenten Studios für Filme wie Irishman keine müde Mark mehr auszugeben, aber bei Netflix kommt's hinten nur so rausgeschossen. Versteh das einer ...
    • HalJordan
      Sagen wir´s mal so. Natürlich sind die Inhalte auf Disney+ auf familientauglich getrimmt. Alles andere würde zum Image des Mäusekonzerns ja nicht passen.Ich werde für den Streamingdienst Disney+ kein Geld ausgeben. Netflix und mit Abstrichen Prime reichen mir völlig aus. Abgesehen davon, will auch die hauseigene Filmsammlung gesichtet werden.
    • Micro_Cuts
      Disney+ is für mich weiterhin keine wirkliche Alternative da es einseitigen Inhalt bietet. Was soll ich mit dem Streamingdienst wenn 90% der Filme/Serien für Kinder sind.Je nachdem mit wie viel Inhalt Warners Dienst startet sehe ich diesen mehr als Alternative an da sich dieser nicht nur auf Familieninhalte fokussiert.
    • Cirby
      Auf Dauer wird Netflix dieses Verfahren nicht aufrechterhalten können. Irgendwann bricht so ein System ein und dann geht es schnell unter.Disney+ hat dann ggf. die Nase vorn, da es vermutlich sich nicht extra verschulden muss - die Verbindlichkeiten können gut gedeckt werden. Der Vorteil, wenn ein riesen Konzern dahinter steht.Für mich persönlich ist Netflix kaum interessant. Was nützen mir 800 Stunden Kontent pro Quartal, wenn kaum meine Genres, die mich begeistern, bedient werden.
    • GamePrince
      Netflix macht Schulden? Oha, wusste ich gar nicht!
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