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    Endlich auf DVD und Blu-ray: Der beste Film der letzten zehn Jahre!
    Von Christoph Petersen — 24.01.2020 um 16:30
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    Ich habe „La Flor“ schon letztes Jahr jedem ans Herz gelegt. Doch zu 14 Stunden Kino konnten sich viele trotzdem nicht durchringen. Im Heimkino fällt diese Ausrede nun weg, sich den faszinierendsten Film der vergangenen Dekade nicht anzusehen.

    Grandfilm

    --- Meinung ---

    Natürlich freut man sich, wenn die eigene Meinung zu einem Film im Trailer eingebaut oder auf dem Blu-ray-Cover abgedruckt wird. In der Regel trifft es schließlich Filme, die man selbst sehr gut findet – und bei denen man gerne dazu beiträgt, dass sie sich vielleicht noch ein paar Leute mehr ansehen. Und das gilt natürlich erst recht, wenn das Zitat so nett eingebaut wird wie im deutschen Trailer zu „Knives Out“, in dem ein Ausschnitt aus meiner Kritik einem Molotov-Cocktail zum Opfer fällt.

    Aber als ich das deutsche Cover zu „La Flor“ entdeckt habe, war es doch eine besonders schöne Überraschung, dort ein Zitat von mir zu entdecken – zumal der Verleih Grandfilm und der Vertrieb absolut MEDIEN diesmal nicht, wie es durchaus üblich ist, vorher um Erlaubnis gefragt haben.

    Warum die Freude? „La Flor“ ist für mich persönlich der beste Film der letzten zehn Jahre – und in der zweiten Hälfte 2019 gab es so gut wie keine Mittagspause, in der ich nicht versucht habe, einen Kollegen zum Kinogang zu bewegen (und bei einigen ist es mir dann auch gelungen, keiner von ihnen hat es bereut). Zu meinem auf dem Cover gedruckten Fazit stehe ich also auch jetzt noch zu 100 Prozent:

    5 Sterne – aber sowas von! Eine der spannendsten, lustigsten, überraschendsten, faszinierendsten Kinoerfahrungen meines Lebens!

    Wie man da vielleicht schon raushören kann: „La Flor“ ist kein alltäglicher Film! Der argentinische Regisseur Mariano Llinás hat zehn Jahre lang mit seinem Team an dem Film gearbeitet – und so ist er am Ende eben auch stolze 14 Stunden lang geworden. Dabei besteht „La Flor“ aus sechs Teilen, in denen Llinás – vom B-Movie-Horrorfilm bis zum Martial-Arts-Agentenstreifen – jeweils einem anderen Genre Tribut zollt, während er es im selben Moment vollständig demontiert.

    Alles außer gewöhnlich

    Die vier Hauptdarstellerinnen sind dabei zwar in jeder Episode zu sehen – spielen aber jeweils eine andere Rolle. Das Ergebnis: „La Flor“ wirkt so, als hätten sich die Macher alle denkbaren Zutaten aus 120 Jahren Filmgeschichte genommen, um in ihrer brodelnden, dampfenden Hexenküche die Idee vom Kino noch einmal völlig neu zusammenzubrauen – und in meinen Augen ist ihnen das auch gelungen!

    Ich selbst habe meine ausführlichen Gedanken in meinem Kinotagebuch aufgeschrieben, das ich während des Schauens auf dem Filmfest München mehr oder weniger live verfasst habe – und zudem gibt es auch noch eine sehr lesenswerte (und der Filmlaufzeit angemessen ausführliche) Kritik von unserem Autor Lucas Barwenczik, der auch die vollen 5 Sterne rausgehauen hat:

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "La Flor"

    Ich kann also mein Plädoyer nur wiederholen: Bekämpft euren inneren Schweinehund und traut euch – „La Flor“ ist wirklich ein Filmerlebnis wie kein zweites und auf Blu-ray* oder auf DVD* gibt es jetzt auch keinen Grund mehr, es von vorneherein nur wegen der Länge abzublocken. (Im Idealfall guckt man sich den Film natürlich wie vom Regisseur vorgesehen in drei Tagen an, aber man kann die Blöcke sonst auch wie Serienepisoden problemlos auf noch mehr Tage verteilen.)

    Webedia GmbH

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    Kommentare
    • Stefan H.
      Mit der beste Film des Jahrzehnts war 12 years a slave, three Billboards ist tatsächlich auch für mich etwas überbewertet.
    • Ilse Müller
      Three Billboards ist meiner Meinung nach ein guter Film aber mehr auch nicht. Ich würde ihn nicht in meine Rangliste der besten Filme des Jahrzehnts reinnehmen. Ich kann dir gar nicht genau sagen warum ich den Film nicht so toll finde weil ich ihn nur einmal damals im Kino gesehen und bereits ziemlich viel vergessen habe. Einen bleibenden Eindruck hat nur die Leistung der Hauptdarstellerin bei mir hinterlassen.
    • Ortrun
      Klingt für mich eher, als könnte man da für sich selbst gut eine sechsteilige Serie draus machen, die man episodenweise sehen kann (wobei die Agententhriller-Episode schon sehr spannend sein muss, damit ich die sechs Stunden nicht nochmal teile). Der letzte Film, der über drei Stunden lief und mich im Kino über die ganze Laufzeit gefesselt hat, war Die andere Heimat von 2013 mit knapp vier Stunden.Wenn ich einen richtig langen Film mit durchgehender Handlung sehen will, dann gönne ich mir die extended Edition von HdR (ohne Abspänne zwischendurch) mit knapp elf Stunden. Ist immer wieder ein Vergnügen.
    • Joe Heck
      Oh, interessant. Dude, mich interessiert, warum ausgerechnet Three Billboards? Ich schätze von all dem aus meinem Post ist das wahrscheinlich der über den ich bisher von den wenigsten gehört habe, dass er ihnen nicht gefallen hat.
    • Joe Heck
      Shutter Island war nicht mein Fall. EDIT: Aber Wolf of Wall Street.
    • Mohbert
      Für mich waren es The Dark Knight und Shutter Island
    • Mohbert
      The Dark Knight, Shutter Island
    • Ilse Müller
      Bis auf Three Billboards sehr schöne Liste- vorallem The Raid 2 und I saw the devil sind ungewöhnliche aber absolut verdiente Nennungen.
    • DerPjoern
      Irgendwie erinnere ich mich, dass in den Besprechungen der Regisseur immer wieder zitiert wurde, dass das ein Film sei, der ausschließlich fürs Kino gemacht sei. Ihm scheint auch klar geworden zu sein, dass ein 14 Stunden-Film seine Kosten unmöglich allein durch Kino-Release einspielen kann.
    • niman7
      Wird auf jeden Fall gekauft.
    • Joe Heck
      Gott Inception war 2010, natürlich. Hat auch Platz auf meiner Liste, ich hab eh noch lang nicht alles geschrieben was bei mir hängen geblieben ist.
    • Gravur51
      Für mich war der Höhepunkt schon zu Beginn des Jahrzehnts erreicht, mit Inception.
    • Joe Heck
      Danke, vielleicht muss La Flor ja noch dazu.
    • Christoph Petersen
      Schon 'ne geile Liste...
    • Christoph Petersen
      Sehr gut. Besser 14 Stunden für einen Film, den man hoffentlich nie wieder vergisst, als sieben Zwei-Stunden-Filme, die man nach dem Abspann gleich wieder vergessen hat...
    • Deliah C. Darhk
      14 Stunden auf Disc gebrannt .... Da wiegt die BR doch viel zu viel, um sie in den Player legen zu können.**Spontane Antwort einer Tochter, mit welcher Ausrede man sich jetzt noch drücken könnte.;D
    • Joe Heck
      Feu mich schon drauf den Film endlich zu sehen.Ich will mich nicht festlegen. Der beste Film des Jahrzehnts war The Act of Killing, oder The Raid 2, oder Blade Runner 2049, oder Mad Max:Fury Road, oder La Grande Bellezza, oder Three Billboards, oder Snowpiercer, oder Bande de Filles, oder Blau ist eine warme Farbe, oder Call me by your name, oder Holy Motors, oder Nightcrawler, oder I saw the Devil, oder .... Ich habe schöne Erinnerungen an das Jahrzehnt.
    • ObiWann
      @Christoph so wie du den Film hier feierst werd ich dem ganzen auf jedenfall ne Chance geben ,aber 14 Stunden ist natürlich ein Brett.
    • Christoph Petersen
      Finde ich gut, dass du das machst. Ist auch sicherlich nicht die schlechteste Wahl.
    • Erik B.
      Mad Max Fury Road ist der beste Film des vergangenen Jahrzehnts. Das letzte Meisterwerk aus Hollywood, welches gleichzeitig an frühere Zeiten erinnert, als Hollywood noch Mut und Visionen hatte*sorry hab nur die Überschrift gelesen und musste reflexartig etwas entgegenbringen*
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