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    Deutscher Trailer zu "Als wir tanzten": Mit Ballett gegen Homophobie
    Von Jan Felix Wuttig — 26.01.2020 um 11:00
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    Merab will einer der größten Virtuosen des Georgischen Nationalballetts werden. Als der sorglose Irakli zur Gruppe stößt, sieht Merab erst einen Rivalen – und dann eine große Liebe. Hier ist der deutsche Trailer zu „Als wir tanzten“:

    Merabs (Levan Gelbakhiani) großer Traum ist es, im Georgischen Nationalballett zu tanzen – und dazu verlangt er in „Als wir tanzten“ seinem Körper alles ab. Seine Sturheit lässt ihn auch den Widerstand seiner Familie ertragen, die ihn für untalentiert hält. Als der unbeschwerte Irakli (Bachi Valishvili) zu Merabs Ballettgruppe stößt, sieht Merab in ihm zunächst einen Gegenspieler um den Platz an der Spitze der georgischen Ballettwelt. 

    Doch aus der Rivalität zwischen Merab und Irakli entwickelt sich bald eine starke Liebe. In ihrer homophoben und unnachsichtigen Umgebung voller konservativer Vorstellungen müssen sie ihre Zuneigung allerdings verstecken, um nicht in Gefahr zu geraten.

    Screenings unter Lebensgefahr

    Für Regisseur Levan Akin ist sein zweiter Film „Als wir tanzten“ sowohl als Aussage gegen Homophobie als auch als Liebesbrief an Georgien zu verstehen, die Heimat seiner Familie. Gegenüber Variety sagte der gebürtige Schwede: „Ich wollte zeigen, dass kein Widerspruch darin liegt, seine Herkunft zu lieben, Teil der eigenen Kultur zu sein, aber gleichzeitig nicht der Norm zu entsprechen“.

    In Georgien, wo Homosexuelle häufig Übergriffen streng christlich-orthodox denkender Gegner ausgesetzt sind, musste Akin daher besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen: Der Choreograf des Film wurde etwa geheimgehalten, da der Regisseur um dessen Job fürchtete. Als der Film im November 2019 im georgischen Tiflis unter Polizeischutz gezeigt wurde, kam es zu massiven Ausschreitungen und der Festnahme von 27 Personen.

    „Als wir tanzten“ kommt am 16. April 2020 in die deutschen Kinos.

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    Kommentare
    • Marki Mork
      es ist schon lange normal. es wird nur dauernd hervorgehoben und damit weiter unnormal gestaltet
    • Marki Mork
      thats it!
    • Marki Mork
      Wie ein Film über alte weiße CIS Männer die für Heterosexualität rocken bei den ÖR gefügigen Filmseiten so ankäme?Werde das mal anregen ^^
    • Darklight ..
      Das hoffe ich auch sehr.Es hat sich ja schon sehr viel in den letzten 30 Jahren hier zum Positiven hin verändert...😋😊
    • Ortrun
      Zum Glück wird es inzwischen (zumindest in westlichen Ländern) auch von vielen als Norm akzeptiert. Leider noch nicht von allen, aber ich habe die Hoffnung, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen (Heiraten, Adoptionen usw.).
    • Darklight ..
      Es ist vollkommen normal, daß von 100 Menschen ein paar wenige hochintelligent sind. Und es ist vollkommen normal, daß von 100 Menschen immer ein paar wenige schwul oder lesbisch sind. Dieser Prozentsatz ist da, in allen Kulturen, zu verschiedensten Zeiten... und das ist normal. Dieser Mix Hetero-Homo ist konstant und entspricht der Norm.
    • S-Markt
      es ist nicht normal, denn normal bedeutet es entspricht der allgemeingültigen norm. aber deshalb ist es in keiner weise abnorm. trotzdem finde ich derartige ansätze eher kontraproduktiv, da männerbalett nichts ist, das männer sich ansehen würden, die homophob sind. diese art filme sorgt eher dafür, daß homophobe personen in ihrem denken bestärkt werden. dann lieber figuren wie stamets aus discovery. da ist homosexualität als selbstverständlichkeit in der gesellschaft angekommen.
    • dc_icon_comics
      Ja, schwule sind wie die Mutanten. Sie Werden gejagt, gehasst und als Unmensch angesehen. Was tollere Schwachsinn ist. Liebe ist liebe. Das spielt keine Rolle wem man liebt.
    • Sentenza93
      Es ist normal. 😊 Viele sehen es nur leider nicht als normal an. Das ist der Punkt.
    • Darklight ..
      P.S....ihr habt vergessen, den Trailer auch zu verlinken...; )
    • Darklight ..
      Wouahhh... ein sehr persönlicher Film... und einer, der wirklich etwas riskiert. Beeindruckend, daß Filme noch solche politische Sprengkraft entfalten können...Und ein Zeichen dafür, daß schwulsein noch lange nicht normal ist...
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