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    "Star Trek: Picard": Diese tragische Brücke schlägt die neue Folge zu "Next Generation"
    Von Markus Trutt — 31.01.2020 um 20:10
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    Die zweite Folge von „Star Trek: Picard“ ist auf Amazon Prime Video erschienen – und hatte für den Ex-Enterprise-Captain prompt eine niederschmetternde Diagnose im Gepäck. Doch kommt die nicht völlig aus dem Nichts.

    Trae Patton / CBS / Amazon

    Achtung, es folgen Spoiler zur zweiten Folge von „Star Trek: Picard“!

    Um das Rätsel um die nun zerstörte Androidin Dahj (Isa Briones), ihre Zwillingsschwester Soji (ebenfalls Isa Briones) und deren Verbindung zu seinem verstorbenen Freund Data (Brent Spiner) zu lösen, plant Sternenflotten-Aussteiger Jean-Luc Picard (Patrick Stewart) in „Star Trek: Picard“, erneut eine Raumschiff-Crew zusammenzustellen und in den Weiten des Alls Nachforschungen anzustellen.

    Um zu verifizieren, dass er dazu überhaupt in der Lage ist, holt er sich im Vorfeld aber noch einen ärztlichen Befund ein – der es jedoch in sich hat und dabei zugleich auch auf „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert“ aka „Star Trek: The Next Generation“ anspielt.

    Picard und Dr. Benayoun

    In der neuen „Picard“-Folge bekommt der ehemalige Admiral auf seinem Weingut Besuch von seinem alten Wegbegleiter Dr. Moritz Benayoun (David Paymer). Der trat zwar zuvor im „Star Trek“-Universum noch nicht auf, wie wir aber erfahren, gehörte er vor Jahren ebenfalls zur Mannschaft der USS Stargazer, die Picard seiner Zeit noch vor der Enterprise D befehligte.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Star Trek: Picard"

    Benayoun attestiert Picard zunächst, dass er gerade für sein Alter – im „Star Trek“-Kanon ist Picard mittlerweile 94 (!) Jahre alt – sowohl körperlich als auch geistig in exzellenter Form ist.

    Sorgen bereitet dem Arzt allerdings eine „kleine Abnormalität im Parietallappen“ des Gehirns seines Patienten. Für Picard scheint das aber keine große Neuigkeit zu sein...

    Diagnose schon in "Next Generation"

    Auf Benayouns Bemerkung antwortet Picard prompt, dass ihm schon vor langer Zeit mitgeteilt wurde, dass ihm der Fund in seinem Gehirn irgendwann Probleme machen könnte. Und tatsächlich wurde damals nicht nur er, sondern auch die „Star Trek“-Fanschar darüber informiert. Mit seiner Aussage verweist Picard nämlich auf die Geschehnisse in „Gestern, heute, morgen“, dem legendären Serienfinale von „Star Trek: Next Generation“, das erstmals 1994 ausgestrahlt wurde.

    Darin springt Picard vorwärts und rückwärts durch die Zeit. In der dabei gezeigten Zukunft lebt er – wie nun in „Picard“ – als alter Mann auf einem Weingut in Frankreich, leidet allerdings am sogenannten Irumodischen Syndrom, das ihn dement werden lässt und früher oder später zum Tod führen würde. Zurück in der Gegenwart lässt sich Picard dann an Bord der Enterprise von Dr. Beverly Crusher (Gates McFadden) auf ebenjenes Syndrom untersuchen.

    Direkte Anzeichen für das Irumodische Syndrom findet Dr. Crusher in „Next Generation“ zwar nicht vor, dafür aber einen „kleinen strukturellen Defekt“ im Parietallappen, also wohl dieselbe Abnormalität, auf die in „Picard“ nun auch Dr. Benayoun gestoßen ist. „Das könnte bedeuten, dass sie anfällig für gewisse neurologische Störungen sind, auch für das Irumodische Syndrom“, führte die Enterprise-Ärztin ihre Einschätzung damals weiter aus.

    Finsteres Schicksal für Picard?

    Obwohl die Zukunft aus „Gestern, heute, morgen“ dank Picards Taten nicht komplett eingetreten ist, sind einige Elemente davon nun trotzdem relevant – wie eben auch der Defekt in Picards Gehirn. Doch was bedeutet das nun für das weitere Schicksal von Jean-Luc Picard?

    Dr. Crusher munterte ihn damals an Bord der Enterprise zumindest noch auf: „Es wäre möglich, dass Sie für den Rest ihres Lebens mit diesem Defekt leben, ohne dass Sie irgendwelche Probleme bekommen. Und selbst, wenn dies passiert... viele führen noch nach Ausbruch des Irumodischen Syndroms eine relativ lange Zeit ein ganz normales Leben.“

    Etwas pessimistischer klingt es nun bei Dr. Benayoun. Der erwähnt zwar nicht explizit das Irumodische Syndrom, erklärt aber, dass der Defekt zu verschiedenen Syndromen führen könnte, von denen ein paar zwar behandelbar sind, letztlich aber alle früher oder später mit dem Tod enden.

    Picard lässt sich nicht aufhalten

    Picard lässt sich von dieser unheilvollen Prognose aber nicht entmutigen. Eher im Gegenteil bestärkt sie ihn sogar noch in seinem bevorstehenden Unterfangen. Die Zukunft wird zeigen, ob die Abnormalität im Gehirn des Ex-Enterprise-Captains ihm im Verlauf von „Picard“ tatsächlich noch Probleme bereiten wird und die Serie somit vielleicht sogar auf seinen unvermeidlichen Tod zusteuert – oder womöglich doch noch eine Wunderheilung um die Ecke kommt (ein Auftritt von Dr. Crusher würde sich in diesem Zusammenhang vielleicht anbieten).

    Erst einmal ist das Fortleben Picards aber gesichert. Seine neue Serie hat schon jetzt grünes Licht für eine zweite Staffel bekommen. Bis dahin erscheint derzeit wöchentlich immer freitags eine der zehn Folgen aus der ersten „Star Trek: Picard“-Season bei Amazon Prime Video.

     

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