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    Darum wird "Bullyparade - Der Film" die letzte Bully-Komödie bleiben
    Von Jan Felix Wuttig — 16.02.2020 um 15:00
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    Michael „Bully“ Herbig hat mit der Comedy-Show „Bullyparade“ Kultstatus erreicht und mit „Der Schuh des Manitu“ deutsche Filmgeschichte geschrieben. Doch nach „Bullyparade - Der Film“ will er sich ausschließlich ernsten Stoffen widmen.

    Constantin Film Verleih

    Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Neuauflage einer Nachricht vom 13. Mai 2019, die wir anlässlich der Free-TV-Ausstrahlung von „Bullyparade - Der Film“ wiederveröffentlicht haben.

    Spätestens seit „Der Schuh des Manitu“ 2001 seinen Siegeszug durch deutsche Kinos antrat, galt Michael „Bully“ Herbig als feste Größe der deutschen Filmlandschaft. Der Comedian und Regisseur, der ab 1997 mit seiner TV-Show „Bullyparade“ bekannt wurde, landete mit der Western-Komödie einen Riesenhit, der zum erfolgreichsten deutschen Film seit Beginn der Zuschauerzählungen im Jahre 1968 wurde. Auch seine folgenden Filme wie „(T)raumschiff Surprise - Periode 1“ oder „Wickie und die starken Männer“ entwickelten sich zu enormen Kassenschlagern. 

    Doch 2017 erklärte Herbig, dass er sich in Zukunft ausschließlich ernsten Stoffen widmen wolle. Auf die Frage, ob „Bullyparade - Der Film“ seine letzte Komödie sei, antwortete der Regisseur 2015 dem Zeit Magazin: „Darauf wird es hinauslaufen. Ich bin jetzt 47 und ich weiß halt nicht, ob ich mit 50 noch in Frauenklamotten steigen möchte. Oder auf ein Pferd.“

    "Ballon", Siegfried und Roy und eine Verfilmung des Relotius-Skandals

    Ob Herbig der Ausstieg aus dem Comedy-Genre gelingen würde, mögen nach „Bullyparade - Der Film“ noch manche bezweifelt haben: Schließlich fußte sein Erfolg bis dato ausschließlich auf komödiantischen Stoffen, die größtenteils einen ähnlichen Humor pflegten und auf das Figureninventar seiner „Bullyparade“-Zeiten zurückgriffen.

    Doch mit dem Thriller „Ballon“ konnte Herbig 2018 viele Kritiker davon überzeugen, dass sein Regietalent sich nicht auf lustige Stoffe beschränkt. Die spannende Familiengeschichte von der wohl außergewöhnlichsten Flucht aus der DDR rief ein größtenteils positives Medienecho hervor und wurde mit 876.000 Zuschauern zu einem im Rahmen des Genres mehr als soliden Erfolg.

    Momentan arbeitet Herbig gleich an zwei Filmen. Zum einen hat er bei einem ursprünglich als Serie geplanten Projekt über die Zauberkünstler Siegfried und Roy den Regieposten übernommen, für das Anfang 2020 die Dreharbeiten beginnen sollen. Zum anderen will er den Skandal um den Ex-Spiegel-Autor Claas Relotius auf die Leinwand bringen, der über Jahre hinweg die Inhalte seiner Reportagen teilweise oder ganz erfand und 2018 durch seinen Kollegen Juan Moreno überführt wurde. Sofern beide Produktionen zügig aufeinander folgen und sich keine schwerwiegenden Verzögerungen ergeben, könnten beide Filme 2021 in die Kinos kommen.

    „Bullyparade - Der Film“ läuft heute Abend um 20.15 Uhr auf ProSieben.

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