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    "No Way Out": Die tragische wahre Geschichte hinter dem Feuerwehr-Drama
    Von Daniel Fabian — 21.02.2020 um 15:15
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    Joseph Kosinskis „No Way Out – Gegen die Flammen“ um eine Gruppe von Feuerwehrleuten in Arizona basiert auf wahren Begebenheiten. Aber wie hat sich die Geschichte um die Granite Mountain Hotshots tatsächlich zugetragen? Wir haben die Antwort.

    Sony Pictures Releasing France

    Feuerwehrmann Eric Marsh (Josh Brolin) ist ein absoluter Profi auf seinem Gebiet. Dieses Gebiet: eine Region im US-Bundesstaat Arizona, die er wie seine Westentasche kennt. Doch während er im Job jeder noch so großen Aufgabe gewachsen scheint, kracht es zwischen ihm und seiner Frau Amanda (Jennifer Connelly) immer häufiger. Während die nämlich an die Familienplanung denkt, hat ihre bessere Hälfte andere Pläne…

    Marsh will eine auf Waldbrände spezialisierte Crew ausbilden, in der auch der Ex-Junkie Brendan McDonough (Miles Teller) eine zweite Chance bekommen soll. Die Ausbildung verläuft gut  und schon bald steht die insgesamt 20-köpfige, die nun auf den Namen Granite Mountain Hotshots hört, vor ihren ersten großen Einsätzen…

    Nach Science-Fiction-Actionern wie „Tron: Legacy“ und „Oblivion“ widmete sich Regisseur Joseph Kosinski mit „No Way Out  Gegen die Flammen“ erstmals einer wahren Geschichte, die er als ebenso packendes wie aufwühlendes Katastrophendrama aufarbeitete und als solches in der FILMSTARTS-Kritik immerhin 4 von 5 Sternen erntete. Aber wie trug sich die Geschichte in Wirklichkeit zu?

    Achtung, es folgen Spoiler zu „No Way Out“.

    Studiocanal GmbH
    Bekommt noch einmal eine Chance: Brendan McDonough (Miles Teller) in "No Way Out"

    Der echte Einsatz der Granite Mountain Hotshots

    Der Waldbrand wurde durch einen Blitzschlag am frühen Abend des 28. Juni 2013 auf unwegsamen Berggelände ausgelöst, sodass erst am Vormittag des nächsten Tages Maßnahmen ergriffen werden konnten. Als erste von insgesamt drei Feuerwehr-Spezialeinheiten wurden die Granite Mountain Hotshots ins Einsatzgebiet geschickt, um einen sicher abgelöschten, überwachten Ankerpunkt zu errichten und das Feuer von der Flanke einzugrenzen und nicht etwa von hinten überrascht zu werden.

    Brendan McDonough wurde als Beobachter nördlich der Stadt Yarnell positioniert, musste sich allerdings in seine Sicherheitszone zurückziehen, als die Feuerfront ihre Richtung änderte. Während die Flammen auf die Stadt zusteuerten, schienen die Hotshots in Sicherheit, mussten kurz darauf allerdings eine von trockenen Gräsern und Büschen geprägte Schlucht hinabsteigen und verloren dabei den Sichtkontakt zum Feuer. So bekamen sie nicht mit, dass dieses mit 20km/h auf den Eingang der Schlucht zusteuerte und den Männern schließlich den Weg abschnitt.

    Die unklaren Funkübertragungen machten es unmöglich für Hilfskräfte, die Feuerwehrleute rechtzeitig ausfindig zu machen und zu erreichen. Die 19 Granite Mountain Hotshots schufen sich noch eine letzte Schutzzone und zogen sich in ihren tragbaren Feuerschutz  sogenannte „Fire Shelters“  zurück, bevor sie das über 1.000 Grad heiße Feuer verschlang. Das Yarnell Hill Fire zerstörte letztlich über 34 Quadratkilometer Land und ging als opferreichster Großbrand seit 1933 in die Geschichte der amerikanischen Feuerwehr ein.

    Film nah an der Realität

    Joseph Kosinski blieb mit seiner Vision für den Film  der laut Bewertungsplattform Rotten Tomatoes  übrigens sowohl bei Zuschauern als auch Kritikern gut ankam, bei Produktionskosten von 38 Millionen Dollar aber trotzdem weltweit nur 26,3 Millionen Dollar einspielte – sehr nah an den tatsächlichen Ereignissen.

    Studiocanal GmbH / 2017 CTMG, Inc. All Rights Reserved.
    Unberechenbar: Der Waldbrand breitet sich rasant aus

    Der Film basiert einerseits nämlich auf dem ausführlichen GQ-Artikel „No Exit“ von Sean Flynn, gleichzeitig konnten Kosinski und seine Autoren Ken Nolan und Eric Warren Singer aber auch auf Informationen aus erster Hand zurückgreifen:

    Mit Brendan McDonough stand nämlich das einzige überlebende Mitglied der Granite Mountain Hotshots von 2013 als filmischer Berater zur Verfügung.

    McDonough selbst zeigte sich nach „No Way Out“ von dem Film begeistert und stellte im Gespräch mit People auch heraus: „Ich denke das Wichtigste – und das haben sie auf den Nagel getroffen – war die Kameradschaft.“ Der Feuerwehrmann lobt die Darsteller des Films nicht nur für ihre physische Bereitschaft, den Film möglichst authentisch zu drehen, sondern vor allem dafür, sich auch emotional auf die Männer und ihre Geschichte einzulassen. Für Josh Brolin war das, so People, eine besondere Herausforderung: „Ich glaube, die Familien [der Verstorbenen] zu treffen, war für mich persönlich anfangs so schwer, weil ich mir einfach nicht vorstellen kann, meinen Sohn zu verlieren.“

    Damit es zu keiner Fortsetzung kommt…

    Regisseur Joseph Kosinski hoffte, mit seinem Film aber nicht nur den Feuerwehrhelden der Granite Mountain Hotshots ein Denkmal zu setzen, sondern gleichzeitig vielleicht auch dafür zu sorgen, dass es in Zukunft nicht mehr zu solchen Tragödien kommt.

    „Ich hoffe, irgendjemand sieht den Film und bekommt eine Idee für irgendeine Technologie, um diesen Typen bei ihrem Job zu helfen, die mit so primitiven Mitteln wie Kettensägen, Schaufeln und Drip Torches [ein Werkzeug zum kontrollierten Ausbrennen von Vegetation] arbeiten müssen“, so Kosinski, der 2017 außerdem darauf hinwies, dass man für Schutzmaßnahmen künftig immerhin auf NASA-Technologie setzen könne.

    Die wahre Geschichte hinter "Deepwater Horizon"

    „No Way Out“ läuft am heutigen 21. Februar 2020 um 20.15 Uhr auf ProSieben.

     

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    Kommentare
    • Sentenza93
      Toller Film. Damals glücklicherweise auf der großen Leinwand sehen können.
    • Erik B.
      Total underrated der Streifen
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