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    Ist "Brahms: The Boy II" jetzt Sequel, Prequel, oder was? Der Regisseur klärt auf
    Von Annemarie Havran — 21.02.2020 um 21:00
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    Wenn ein Film als „The Boy 2“ angekündigt wird, denkt man: Das ist die Fortsetzung von „The Boy“. So ganz passt das in diesem Fall aber nicht und Regisseur William Brent Bell erklärt nun, was da eigentlich los ist. Achtung, es folgen Spoiler.

    capelight pictures OHG

    Der Puppen-Gruselfilm „The Boy“ mauserte sich 2016 zu einem kleinen Horror-Überraschungshit, spielte bei Kosten von nur zehn Millionen US-Dollar immerhin 74 Millionen weltweit ein. Kein Wunder, dass mit „Brahms: The Boy II“ kurz darauf ein zweiter Film angekündigt wurde, die Regie übernahm wieder William Brent Bell.

    Seit dem 20. Februar 2020 ist der Film nun in den deutschen Kinos zu sehen und wer schon nach Sichtung des Trailers nicht genau wusste, ob der Film nun wirklich eine Fortsetzung des ersten Teils ist oder nicht doch eher eine Vorgeschichte, ist nach einem Filmbesuch auch nicht wirklich schlauer - und dürfte sich auch wundern, dass die Puppe nun plötzlich doch besonders ist.

    Spoilerwarnung!

    Die Gruselpuppe namens Brahms, die von einem wunderlichen Ehepaar wie ein echtes Kind behandelt wurde, schien in „The Boy“ am Ende tatsächlich doch nur ein für sich harmloses Spielzeug zu sein. Den Schrecken verbreitet stattdessen ein in den Wänden des alten Anwesens lebender Killer.

    Nun zieht in „The Boy II“ eine andere Familie dort ein (wenn auch nicht in dem alten Herrenhaus, sondern nur im Gästeanwesen) und der Zuschauer fragt sich, wie denn die Puppe jetzt noch gruselig sein soll, wenn doch im Vorgänger schon enthüllt wurde, was es mit dem Porzellanding auf sich hat.

    Noch dazu findet der kleine Jude (Christopher Convery) in „The Boy II“ die Puppe überhaupt erst im Wald – so weit, so gut – und tauft sie dann ausgerechnet Brahms. Rein zufällig so, wie sie schon vorher hieß? Oder sehen wir hier - trotz der deutlichen Verweise auf den Vorgänger - nicht doch eher ein Prequel, die Geschichte also, wie Brahms überhaupt erst zu seinem Namen kam?

    Aber wer ist dann der Mann in den Wänden? Und hat die Puppe jetzt doch übernatürliche Kräfte? Hä?

    Die Antwort: "The Boy II" ist eher eigenständiger Film statt Fortsetzung

    Offenbar waren auch die Betreiber des Bloody-Disgusting-Podcasts Boo Crew Podcast etwas verwirrt und erkundigten sich bei ihrem Gast, „Brahms: The Boy II“-Regisseur William Brent Bell, wie es sich nun mit der zeitlichen Einordnung seines neuen Films verhält. Denn neben all den bereits erwähnten Hinweisen, wird in „Brahms: The Boy II“ auch noch über die Geschehnisse aus dem ersten Film gesprochen, die schon Jahre zurückliegen.

    Doch Regisseur Brent Bell konnte tatsächlich etwas Licht ins Dunkel bringen:

    Es ist kein [Prequel], aber es ist eine Art Parallelgeschichte. In dem ersten Film war der Twist noch, ‚oh, es gibt nichts Übernatürliches, es ist ein Kerl in den Wänden‘. Dieses Mal, wie man schon in den Trailern sehen konnte, gibt es ein übernatürliches Element.

    Und man begreift: Nein, es war doch immer die Puppe. Die Puppe hat den Kerl in dem ersten Film dazu getrieben, sie hat ihn verrückt gemacht, mörderisch und böse, und ihn sich in den Wänden verstecken lassen. Weil diese Puppe eine Wirkung auf ihn hatte. Und nun hat sie eine Wirkung auf unsere Figur in diesem Film.“

    Der Regisseur ergänzte, dass es sich bei „Brahms: The Boy II“ also eher um eine eigenständige Geschichte handle, aber dass beide Filme sich gegenseitig ergänzen würden.

    "Brahms: The Boy II": Jetzt im Kino

    „Brahms: The Boy II“ mit Katie Holmes läuft seit dem 20. Februar 2020 im Kino. Wie uns der Puppen-Horror, egal ob nun Prequel, Sequel, Reboot, Parallelgeschichte oder was-auch-immer, gefallen hat, erfahrt ihr in unserer Kritik:

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Brahms: The Boy II"

     

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