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    So teuer ist die Verschiebung von "James Bond: Keine Zeit zu sterben" aufgrund des Coronavirus
    Von Björn Becher — 06.03.2020 um 10:15
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    Die kurzfristige Verschiebung von „James Bond: Keine Zeit zu sterben“ kostet die Macher eine zweistellige Millionensumme. Doch trotzdem wird sich die Entscheidung finanziell insgesamt wohl lohnen.

    Universal Pictures

    Nur rund einen Monat vor Kinostart wurde entschieden, „James Bond: Keine Zeit zu sterben“ weltweit um über ein halbes Jahr nach hinten zu schieben. In Deutschland startet er statt am 2. April 2020 nun erst am 12. November 2020.

    Doch die Werbekampagne lief schon auf Hochtouren, ein teurer Super-Bowl-Spot wurde geschaltet, Plakatwände in den Städten schon tapeziert oder fest gebucht, Geld in weiteres Marketing gesteckt. Vieles davon wird in einem halben Jahr neu ausgegeben werden müssen, denn die Wirkung eines TV-Spots im Frühjahr ist im November größtenteils verpufft.

    Zwischen 30 und 50 Millionen Dollar Verlust

    Laut den Informationen des Branchenmagazins Hollywood Reporter können die 007-Werber zum Beispiel auch nicht alle bereits gebuchten Spots kostenfrei stornieren. Zudem erhöhen sich die Kosten, weil gerade Fernsehwerbung traditionell im vierten Quartal des Jahres deutlich teurer sei.

    Der Hollywood Reporter hat von Quellen gehört, dass Studio MGM damit rechne, zwischen 30 und 50 Millionen Dollar zusätzliche Kosten wegen der Verschiebung des Kinostarts zu haben. Doch trotzdem dürfte sich die Sache finanziell lohnen.

    Das wohl deutlich kleinere Übel

    Schon in der Stellungnahme der Macher wurde klar, dass finanzielle Überlegungen hinter der Verschiebung stehen und auch wenn niemand mit Sicherheit sagen kann, wie stark das Coronavirus in den kommenden Wochen Zuschauer aus den Kinos fernhalten wird, bedeuten geschlossene Säle, wie es sie in Italien und China schon größtenteils gibt, auch weniger Einnahmen.

    In Sachen „James Bond: Keine Zeit zu sterben“ gehen Analysten davon aus, dass selbst Mehrausgaben von 50 Millionen Dollar für MGM und Verleih Universal Pictures das deutlich kleinere Übel sind.

    Denn man rechne damit, dass der finale 007-Film für Daniel Craig satte 300 (!) Millionen Dollar weniger als die zuletzt prognostizierte Milliarde Dollar an den Kinokassen eingespielt hätte, wenn er planmäßig im April angelaufen wäre.

    Trotz dieser massiven Nummer in der Einnahmekalkulation ziehen andere Studios bislang nicht nach. Disney ist mit drei Großstarts im März/April das Hollywood-Studio, das am meisten Geld durch das Coronavirus verlieren dürfte, hat aber bislang bekräftigt, an seinen Starts festzuhalten. „Onward“ ist so auch gerade angelaufen, „Mulan“ folgt am 26. März 2020, „Black Widow“ am 30. April 2020.

    "James Bond" wegen Coronavirus verschoben: Ein fatales Signal, das dem Kino schadet

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    Kommentare
    • FilmFan
      Solange es bei dem einen Film bleibt ist alles im Grünen. Haben die Bond Fans halt Pech gehabt. Bis zum Kinostart des neuen Bond jetzt also im Herbst dürfte der Virus sich weltweit massiv verbreitet haben. Das Studio wird sich also noch kräftig selbst in den Hintern beißen aufgrund einer nicht mehr nachzuvollziehenden Entscheidung.Freue mich das Disney sich dem Wahnsinn der hysterischen Berichterstattung nicht beugt. Freue mich auf Black Widow, dem aktuell einzigen Film des MCU den ich im Kino sehen werde. Dann ist wohl erstmal bis 2022 Pause.
    • FilmFan
      Nein. Für Master greekfreak am besten ganz einstellen. Du musst schon seine Sprache sprechen um ihn zu verstehen ;).
    • Ortrun
      An dieser Stelle ein Lob an Disney. Ich hoffe, sie bleiben bei ihrer Entscheidung.
    • WhiteNightFalcon
      Wobei unsere Bond-Produzenten ja mit The Rythm Section dieses Jahr ja schon böse auf die Schnauze geflogen sind. Selbst wenn der nur 50 Mio. gekostet hat, muss das Bond wieder raus reißen, was da an Verlust generiert wurde. Die Zeiten von Wenn ein Bond auch nur 1 Dollar mehr einspielt, als das, was er gekostet hat, kommt ein Neuer sind einfach vorbei. So traurig das ist.
    • WhiteNightFalcon
      So durchwachsen, wie die Craig Filme waren, kann er gegebenenfalls die Mrd schaffen oder eben auch knapp drunter bleiben.
    • WhiteNightFalcon
      Ich fand da allein die Situation lustig. Metalleimer, paar Eiswürfel drin und zwei Flaschen. Hat nur noch der Spruch gefehlt: Wer billiges Gesöff will, soll es haben.
    • greekfreak
      Mr.H Reviews hat auf youtube ein sehr informatives Video darüber.Einige Branchenkenner befürchten das,wenn die Epidemie in China noch ein paar Monate weitergeht und die Kinos dort geschlossen bleiben,die diversen Hollywood Studios riesige Verluste dieses Jahr einfahren werden.Der chin. Kinomarkt ist ja immer wichtiger für Hollywood.
    • Cirby
      Vielleicht als großer Abschluss der Ära Craig? XDMuss man nur noch richtig vermarkten. Abschlüsse sind doch jetzt in.
    • Cirby
      Dann verschiebt man es eben für China, oder?
    • Gravur51
      Geht. Ist ein unaufdringliches Helles.
    • Gravur51
      Oder desperados?
    • Bond, James Bond
      Eigentlich bin ich bei dir.
    • Larry Lapinsky
      Es ist einfach alles so absurd - diese Gewinnkalkulationen und das Doppeltstarten mit ergänzten Szenen bzw. umgekehrt das taktische Zurückhalten etc. Star Wars musste unbedingt vvor Weihnachten ins Kino - da war keine Zeit für nen sinnvollen Cut, und hier einfach mal das Gegenteil - ab in den Keller zum Edelschimmel-Ansetzen ... Mögen sie alle mit ihrer Politik auf die Schnauze kriegen!
    • Larry Lapinsky
      Ich versteh das alles nicht. Was spräche dagegen, ihn dann nur in China ein halbes Jahr später zu zeigen? Angst vor Raubkopien? Die könnten eh schon auch jetzt auftauchen, wenn man einen komplett fertigen Film einfach so monatelang zurückhält. Auch Mulan kann da doch locker noch im Herbst laufen.
    • Bond, James Bond
      Hatte auch einen Lachflash, als Kurt Russell im siebten Fast & Furious Vin Diesel ein belgisches Bier anbieten wollte und der bei seinem Corona blieb.
    • Bond, James Bond
      Und ich bleibe bei meiner Meinung, selbst Spectre hatte größere Erwartungen und schaffte nicht die 900 Mio. Wie sollte No Time To Die mehr schaffen???
    • Bond, James Bond
      Na und? Disney wird es verkraften. Deshalb ziehen die den Schwanz auch nicht ein, wie Babs & Michael.
    • Otacon5
      Salitos
    • Jimmy v
      Fast so schlimm wie ein Beck's. ;)
    • Jimmy v
      Die haben es, als Konzern, verdient. Ironisch nur, dass dann gerade ein Live-Remake davon betroffen ist, das tatsächlich Anderes macht als der damalige Trickfilm.
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