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    So anders wäre "Der Hobbit" fast geworden – und schuld ist "Sherlock"!
    Von Annemarie Havran — 15.03.2020 um 13:03
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    Eigentlich hatte Martin Freeman wegen der Serie „Sherlock“ keine Zeit für die Dreharbeiten zu „Der Hobbit“. Doch Regisseur Peter Jackson wollte ihn unbedingt haben und änderte den kompletten Dreh des Fantasy-Blockbusters – nur für Freeman!

    Warner Bros.

    Wenn man sich die Hobbits Frodo und Bilbo Beutlin aus den „Der Herr der Ringe“- und „Der Hobbit“-Büchern von J.R.R. Tolkien vorstellt, können die meisten Kinogänger inzwischen gar nicht mehr anders, als sie sich mit den Gesichtern von Elijah Wood bzw. Martin Freeman vorstellen, die in den Verfilmungen in diese Rolle schlüpften.

    Doch fast wäre es im Falle von Freeman und seinem Bilbo anders gekommen – und schuld wäre die Krimi-Serie „Sherlock“ gewesen, denn wegen dieser hatte der Schauspieler eigentlich keine Zeit für die Dreharbeiten von „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“.

    Nun ist es so, dass bei einer großen Blockbuster-Produktion nicht gerade Rücksicht auf die Terminpläne einzelner Menschen genommen werden kann – außer natürlich, es handelt sich um eine Fortsetzung, in der ganz bestimmte Schauspieler in ihren bereits etablierten Rollen zurückkehren müssen. Oder man ist ein riesiger Star und das Studio verspricht sich jede Menge Geld, wenn man sich diesen Namen auf’s Plakat pinselt. ODER aber, man ist eben Martin Freeman – und hat in Regisseur Peter Jackson einen überzeugten Fan gefunden!

    "Halb Großbritannien" kam zum Vorsprechen!

    Wie Freeman nämlich jüngst in einem Interview mit Vanity Fair preisgab, ist es nur Peter Jackson zu verdanken, dass man nicht einfach einen anderen der vielen, vielen Bewerber für die Rolle des Bilbo verpflichtete, sondern den Produktionsablauf änderte, nur damit er dabei sein konnte.

    Als Freeman zusammen mit „halb Großbritannien“, wie er sagt, für die Rolle vorsprach, war noch Guillermo del Toro für den Regieposten vorgesehen, der ihm auch bereits signalisierte, dass man ihn als Bilbo haben wolle. Recht schnell wurde dann aber klar, dass sich die Produktion des ersten „Der Hobbit“-Films mit Freemans Arbeit an einer neuen „Sherlock“-Staffel überschneiden würde, und die BBC wollte ihre Zeitpläne für die Serie mit Benedict Cumberbatch nicht ändern. Daher hatte er die Hoffnung auf seine Traumrolle in der Filmreihe fast aufgegeben, deren Regie inzwischen an Peter Jackson übergegangen war.

    „Aber dann bekam ich einen Anruf von [meinem Agenten], der sagte, dass es eine Planänderung gegeben habe: ‚Peter Jackson hat den Zeitplan von ‚Der Hobbit‘ um dich herum gebaut, so dass du anfangen kannst ‚Der Hobbit‘ zu drehen, dann zu ‚Sherlock‘ überwechseln kannst und danach ‚Der Hobbit‘ fertig machst‘“, so Freeman.

    Peter Jackson setzte alle Hebel in Bewegung

    Das sei absolut besonders gewesen und ein riesiger Vertrauensbeweis, denn Jackson hätte so viele andere Leute für die Rolle haben können, so der Schauspieler weiter. Und Freeman ist sich sehr wohl bewusst, dass Peter Jackson da wirklich enorme Hebel nur für ihn in Bewegung gesetzt hat: „Der Fakt, dass er einen so gigantischen Zeitplan wie diesen umschichten konnte und eine Produktion umgeplant hat, die sich nicht gerade leicht bewegen lässt, war wirklich unglaublich. Ich habe mich extrem glücklich geschätzt. Und ich werde Peter dafür immer lieben.

    Dass Martin Freeman als Bilbo Beutlin wirklich eine gute Figur macht, könnt ihr zum Beispiel heute um 20.15 Uhr auf RTL II in „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ sehen. Die Fortsetzungen „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ und „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ werden an den beiden folgenden Sonntagen auf dem gleichen Sendeplatz ausgestrahlt.

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    Kommentare
    • WhiteNightFalcon
      Die Hobbit-Trilogie ist wie die Star Wars Prequels. Kann man sich ansehen, wirklich gebraucht hätte es sie aber letztlich nicht.Da kam auch irgendwie der Teamgeist nicht so rüber, wie bei Herr der Ringe. Da freuen sich die Darsteller ja noch heute richtig, wenn die sich mal wiedersehen.
    • Jimmy v
      Ich kann's eigentlich immer wieder sagen: Das Problem der Reihe war in keiner Weise ihr Umfang. Oft wird vergessen, dass zu dieser Zeit auch ein paar andere Fantasy-Filme erschienen, die aber zu gehetzt waren (z.B. Kampf der Titanen). Da war die Entschleunigung im Hobbit super!Nein, vielmehr mangelte es an gut austarierten Szenen, Klamauk etc. pp.
    • Jimmy v
      ...und in beiden Werken spielt Freeman zwei eher passive Figuren. Als Bilbo ist er freilich schon besser, sein Watson ist der große Schwachpunkt von Sherlock imho.
    • Deliah C. Darhk
      Ich auch nicht.
    • Ortrun
      Sehe ich genauso, zwei Filme wäre optimal gewesen (wie es ursprünglich ja auch geplant war: 1. Teil: Eine unerwartete Reise, 2. Teil: Hin und wieder zurück).
    • Cirby
      Das ist unmöglich. Das Buch ist so vollgestopft mit Story, vieles wird nur kurz umschrieben, ist aber eine riesen Sache. Zwei Filme waren schon Pflicht. Aber drei Filme sind übertrieben, das stimmt. Wobei ich über manches Füllmaterial glücklich bin.
    • Cirby
      Alter Hut.
    • Klaus S aus S
      Nein ich kann mit der Hobbit Trilogie leider nichts anfangen, geht einfach nicht
    • greekfreak
      Man muss einfach Peter Jackson richtig Respekt zollen,das diese 3 Filme am Ende doch noch irgendwie ansehnlich wurden und kein absoluter Totalausfall.Klar an die Qualität von HdR kommen sie nicht ansatzweise ran,aber untern Strich kann man´s sich noch angucken.Wenn man nur das Chaos sieht das hinter den Kulissen abging (Studio das zu gierig nach einer neuen Trilogie war, und Guillermo Del Torro vergrault hat,Streiks bei den Dreharbeiten,Ärger mit dem Tolkien Estate,Drehbücher die merhmals umgeschrieben wurden etc. etc.) .
    • isom
      Ich mochte vor allem Radagast , die Szene mit dem Igel war für mich ein Highlight.
    • André McFly
      Generell sind die Castings in den Filmen allesamt gut geglückt.
    • モノクマ
      An Freeman liegt es ganz bestimmt nicht, dass die drei Filme, nett ausgedrückt, eher mau geraten sind, seine Darbietung des Bilbo war eine wahre Freude. Zumindest dafür kann man Peter Jackson also durchaus dankbar sein.
    • lily
      Größtes Problem der Reihe dass man ein kleines Kinderbuch zur dreiteiligen Saga aufblähen wollte.
    • Michael Scheuhuber
      Kein Wunder, Freeman war vermutlich mitunter das beste am Hobbit. Da hätte ich mich auch stark dafür gemacht, das nicht zu verlieren.
    • Rockatansky
      Vielleicht hätte man aus dem knapp 400-Seiten-Kinderbuch einfach einen einzigen großen Film machen sollen, statt eines 9 Stunden Epos voller Füllmaterial. Dann hätte Freeman wohl auch Zeit genug für beide Projekte gehabt...
    • Sentenza93
      Die Reihe hat Probleme, aber Freeman ist keins davon. Er war großartig. 😊
    • isom
      Ein Problem war, dass Thorin einer der unsympathischsten Figuren war, die in dem Franchise vorkamen und das Smaug anfang des dritten Films gekillt wurde.
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