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    Negativ-Rekorde in den deutschen und US-Kinocharts: "Die Känguru-Chroniken" und "Onward" an der Spitze
    Von Julius Vietzen — 16.03.2020 um 09:35
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    Die Coronavirus-Pandemie hat in der Kinobranche nicht nur für zahlreiche Verschiebungen und Produktionsunterbrechungen gesorgt, sondern nun auch erstmals massive Auswirkungen auf die Zuschauerzahlen in den deutschen und amerikanischen Charts.

    X Filme, X Verleih

    Auch an den Zahlen der aktuellen deutschen Kinocharts lässt sich das ganze Ausmaß der Coronavirus-Pandemie und deren Auswirkungen auf die Kinobranche sehen: Während „Die Känguru-Chroniken“ es am Startwochenende alleine auf 375.000 Besucher brachten, gingen am vergangenen Wochenende für alle Filme in den Top 20 zusammen (!) gerade einmal 365.000 Menschen in die Kinos (laut Blickpunkt:Film).

    Schwache Top 5 in Deutschland

    Tatsächlich kamen für „Die Känguru-Chroniken“ gerade einmal 90.000 Zuschauer hinzu, womit sich die Verfilmung der kultigen Känguru-Geschichten an diesem katastrophalen Wochenende – dem schlechtesten März-Wochenende aller Zeiten – locker den ersten Platz sicherte.

    Auf Platz 2 steht „Der Unsichtbare“ mit 40.000 Besuchern, Platz 3 geht an „Nightlife“ mit 33.000 Zuschauern und Platz 4 an „Onward: Keine halben Sachen“ mit ebenfalls knapp 33.000 Besuchern. Vin Diesel als Superheld Bloodshot wollten knapp 22.500 Kinogänger sehen, bester Neueinsteiger ist die Hermann-Hesse-Verfilmung „Narziss und Goldmund“ mit 22.000 Besuchern.

    Schlechtestes US-Wochenende seit mehr als 20 Jahren

    Auch in den USA sieht die Lage nicht besser aus. Aus Angst vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus sind auch dort am vergangenen Wochenende die Besucher ausgeblieben, zudem hatten die ersten Kinos die Schotten dichtgemacht.

    Insgesamt wurden in Nordamerika in Amerika laut Blickpunkt:Film nur 56,8 Millionen Dollar umgesetzt, das US-Branchenmagazin Deadline schreibt unter Verweis auf Zahlen der US-Marktforschungsfirma Comscore sogar von nur 55,3 Millionen Dollar.

    So oder so handelt es sich dabei um das schlechteste US-Wochenende seit 22 Jahren: Am Halloween-Wochenende 1998 führte „John Carpenters Vampire“ die US-Charts an, insgesamt kamen damals 55,2 Millionen Dollar zusammen (und die Inflation ist hier noch gar nicht mit eingerechnet).

    US-Spitzenreiter "Onward"

    An der Spitze der US-Charts steht „Onward“, der aufgrund der Corona-Krise mit einem Einspielergebnis von knapp 102 Millionen Dollar auf dem besten Weg ist, einer der sehr, sehr wenigen Pixar-Flops zu werden. Auf Platz 2 steht das christliche Drama „I Still Believe“, Platz 3 geht an Vin Diesel und „Bloodshot“.

    Auch in den nächsten Wochen ist keine Besserung in Sicht, denn alle großen Starts der nächsten Wochen wurden in den vergangenen Tagen verschoben. Der nächste große Start ist „Trolls 2“, der in Deutschland am 23. April 2020 anläuft.

    Kino in Zeiten des Coronavirus: Das ist die Lage in Deutschland

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