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    "Lost Girls" bei Netflix: Der krasseste Teil der wahren Geschichte ist nicht mal im Film!
    Von Daniel Fabian — 19.03.2020 um 16:35
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    Seit wenigen Tagen findet ihr „Lost Girls“ auf Netflix. Der Mystery-Thriller basiert auf wahren Begebenheiten, die sich in den 2010er Jahren ereignet haben – lässt aber aus, wie tragisch es mit den Betroffenen des Entführungsfalls weiterging…

    Netflix

    Liz Garbus’ „Lost Girls“ ist seit 13. März 2020 bei Netflix zu sehen und gehörte in der vergangenen Woche zu den beliebtesten Inhalten auf der Streaming-Plattform. Für uns ist der Mystery-Thriller sowas wie Netflx’ Antwort auf David Finchers „Zodiac“, die zwar inhaltlich in dieselbe Kerbe schlägt, dem starbesetzten Thriller-Meisterwerk abgesehen davon aber nicht das Wasser reichen kann:

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Lost Girls“

    „Lost Girls“ basiert auf Robert Kolkers gleichnamigem Roman, der wiederum auf wahren Ereignissen beruht, und erzählt die Geschichte von Mari Gilbert (Amy Ryan), deren Tochter Shannan (Sarah Wisser) eines Tages verschwindet. In Anbetracht der Untätigkeit der Polizei beschließt die Mutter, selbst Ermittlungen anzustellen  und stößt dabei auf Informationen, die schon bald zu weiteren Kriminalfällen führen.

    Der Fall hat sich wirklich so zugetragen

    Es war der 1. Mai 2010, als Shannan Gilbert den Polizeinotruf wählte. Jemand versuche, sie zu töten, so die 24-jährige Schauspielerin, die in jener Nacht einen Auftrag als Escort annahm, der  im Film wie auch in Wirklichkeit  tödlich endete.

    Am 13. Dezember 2011 wurde schließlich Shannan Gilberts Körper gefunden. Laut Polizei sei die junge Frau allerdings ertrunken und keineswegs ermordet worden. Ihre Familie um Mutter Mari wollte das allerdings nicht hinnehmen  immerhin kamen in der Gegend seit Shannans Verschwinden zahlreiche weitere Opfer ans Tageslicht: allesamt Sexarbeiterinnen, die dem gleichen bis heute unbekannten Serienmörder zum Opfer fielen. So zumindest die Beweislage.

    Mutter-Mord: Das kam danach

    Auch im Film wird deutlich, dass Mari Gilbert zwar eine liebende Mutter war, sich gleichzeitig aber auch von ihren Töchtern aushalten ließ  und ihren elterlichen Pflichten nur bedingt nachkam. Nicht nur zwei ihrer Töchter, sondern auch sie selbst litt unter einer psychischen Erkrankung, was die innerfamiliären Beziehungen immer wieder strapazierte  bis es 2016 zum tragischen Höhepunkt kam.

    Sechs Jahre nach Shannans Verschwinden war es Mari Gilberts schizophrene Tochter Sarra, die ihrer Mutter mit einem Feuerlöscher einen Schlag auf den Kopf versetzte und sie schließlich erstach. Sie wurde 2017 zu einer Haftstrafe von 25 Jahren verurteilt – im Film, in dem es um Shannans Verschwinden und die daraus resultierenden Ermittlungen geht, werden jene Geschehnisse allerdings nicht mehr aufgegriffen.

    Der oder die Mörder der Sexarbeiterinnen ist bis heute nicht bekannt.

    FILMSTARTS-Podcast: Coronavirus & Netflix' neue Action-Komödie "Spenser Confidential"

     

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