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    Neuer erfolgreichster Film aller Zeiten? Coronavirus könnte "Avengers 4" den Titel kosten
    Von Björn Becher — 25.03.2020 um 10:53
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    Dank einer Wiederveröffentlichung überholte „Avengers: Endgame“ den bisherigen Rekordhalter „Avatar“ und wurde zum erfolgreichsten Film aller Zeiten. Doch nun werden die Karten neu gemischt – und das Coronavirus hat etwas damit zu tun.

    Walt Disney

    Als „Avengers: Endgame“ zum erfolgreichsten Film aller Zeiten wurde, machte „Avatar“-Regisseur James Cameron klar, dass der Titel nur geborgt sei. Denn er rechne damit, dass „Avatar“ zum Kinostart der Fortsetzung „Avatar 2“ auch wieder in den Lichtspielhäusern laufen werde und sich so den Thron zurückhole. Das könnte nun früher passieren, als er bei seiner Aussage dachte.

    Denn nachdem in aller Welt wegen der Corona-Pandemie die Kinos zumachten, machen sie in China nun langsam wieder auf – allerdings ohne frische Filmware aus Hollywood. Schließlich will kein Filmstudio seine Neuveröffentlichungen in nur einem Markt herausbringen und so riskieren, dass illegale Kopien sich im Rest der Welt verbreiten. Die Lösung: In Chinas Kino laufen in Kürze „alte“ Blockbuster.

    "Avatar" vs. "Avengers: Endgame"

    Darunter sind neben unter anderem Christopher Nolans „Inception“ und „Interstellar“ auch alle vier „Avengers“-Filme und „Avatar“. Sowohl „Avengers: Endgame“ als auch „Avatar“ werden also ihre weltweiten Einnahmen steigern, wenn sie nun in China wieder in den Kinos laufen.

    Dass es zu einem Führungswechsel in der sogenannten All-Time-Box-Office-Rangliste kommen könnte, liegt daran, dass die beiden Kontrahenten ganz dicht beisammen liegen. Bei Einnahmen von jeweils knapp unter 2,8 Milliarden Dollar unterscheiden sie in Relation gerade mal lächerliche neun Millionen Dollar.

    Ein spannendes Rennen

    Dass „Avatar“ diese kleine Lücke füllen kann, ist durchaus realistisch. Wiederveröffentlichungen können in China richtig viel Geld einspielen, wie Beispiele aus der Vergangenheit zeigen. James Camerons „Titanic“ brachte zum Beispiel (aber in einer 3D-Version, also einer neuen Fassung) satte 145 Millionen Dollar ein.

    Besonders brisant ist die Lage natürlich dadurch, dass auch „Avengers: Endgame“ anläuft, es „Avatar“ also nicht reicht, die neun Millionen aufzuholen, sondern neun Millionen mehr als vom Konkurrenten eingespielt werden müssen. Aber auch das erscheint möglich, könnte „Avatar“ doch auf größeres Interesse stoßen, weil es einfach länger her ist, dass der Film in den Kinos lief.

    Noch gibt es aber für beide Filme keine genauen Daten für die Wiederveröffentlichungen in China und es wird natürlich auch eine Rolle spielen, wie viele Kinos (und auch welche, denn den Anfang machten nun vor allem kleine Lichtspielhäuser) dann offen haben.

    Beide Filme gibt es übrigens aktuell auf dem Streamingdienst Disney+ zu sehen:

    Das Film- und Serienangebot zum Start von Disney+

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