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    Kino-Hit "Die Känguru-Chroniken" ab heute streamen und Kinos unterstützen
    Von Björn Becher — 02.04.2020 um 09:00
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    „Die Känguru-Chroniken“ gibt es nun im Stream – und damit nicht einmal einen Monat nach Kinostart. Die Corona-Krise macht es möglich. Und mit einem VoD-Kauf unterstützt ihr sogar Kinos, wo ihr den Film dann später noch mal schauen könnt.

    X Verleih AG

    Die Känguru-Chroniken“ ist die Adaption der Bestseller von Marc-Uwe Kling, in denen er erzählt, wie ein kommunistisches Känguru bei ihm einzieht. Im Film müssen Marc-Uwe (gespielt von Dimitrij Schaad) und das Känguru es mit einem rechtspopulistischen Bauunternehmer (Henry Hübchen) aufnehmen, der ihren geliebten Kiez plattmachen will.

    „Die Känguru-Chroniken“ war die letzte Nr. 1 der deutschen Kinocharts vor der Schließung der Lichtspielhäuser aufgrund der Corona-Pandemie und mit bereits über 500.000 Zuschauern schon ein Hit, sogar auf dem Weg zu deutlich über einer Million Besucher. Viele wollten den Film im Kino noch sehen und bekamen nicht mehr die Chance. Doch diese können den Film schon jetzt zu Hause nachholen.

    Denn „Die Känguru-Chroniken“ steht ab dem heutigen 2. April bei allen gängigen VoD-Anbietern zur Verfügung. Unter anderem über Amazon kann der Film gekauft werden.* Da es sich um ein Kaufangebot handelt, könnt ihr nach dem Erwerb den Film natürlich so oft und mit so vielen Leuten schauen, wie ihr möchtet.

    Einmalige Situation, einmalige Maßnahme

    Dass der Film nun so schnell nach Kinostart bereits als Video-on-Demand erscheint, ist natürlich der angesprochenen Ausnahmesituation rund um die Corona-Pandemie und die geschlossenen Kinos geschuldet. Wie der den Film herausbringende X Verleih bekannt gab, habe man deswegen eine Sonderregelung gefunden und sich mit Vertretern der Kinos geeinigt, den Film ausnahmsweise so schnell digital zu veröffentlichen. Eigentlich gibt es eine Absprache, die eine mehrmonatige Wartezeit zwischen Kinostart und Heimkinoveröffentlichung vorsieht.

    Zudem kündigte der X Verleih an, dass ein Teil der Streamingerlöse auch an die Kinos gehe, die aktuell ja nicht geöffnet haben und daher kein Geld verdienen können. „In Solidarität und Partnerschaft beteiligen wir mit Unterstützung der Zuschauer die Kinos an den digitalen Erlösen. Der Preis für einen Stream ist dadurch etwas teurer als gewohnt, aber davon fließt ein maßgeblicher Betrag – und das ist ein Novum – an die Kinos, die den Film zum Kinostart so enthusiastisch unterstützt haben“, heißt es so in der Pressemitteilung.

    Wie Produzent Stefan Arndt gegenüber dem Spiegel konkretisierte, sollten rund 15 Prozent der Einnahmen abgegeben werden. Nachdem es ursprünglich der Plan gewesen sei, diese unter allen Kinos aufzuteilen, die den Film in der Startwoche zeigten, werde das Geld nun aber auf Wunsch der Betreiber in einen Hilfsfonds eingezahlt, mit dem sämtliche Kinos in Deutschland unterstützt werden können.

    Kino-Comeback mit Überraschung

    Dass Filme nun schnell nach Kinostart als VoD erscheinen, ist der aktuellen Situation geschuldet, treibt aber auch vielen Kinobetreibern und Kinoenthusiasten wie uns hier bei FILMSTARTS.de die Sorgenfalten ins Gesicht. Denn gehen auch alle Verleiher danach zum für viele Lichtspielhäuser so wichtigen exklusiven Kinofenster, also der bereits angesprochenen mehrmonatigen Wartezeit, zurück?

    Vom X Verleih gibt es zumindest ein klares Bekenntnis zu „Cinema First“. Der Verleih kündigte sogar an, dass „Die Känguru-Chroniken“ nach der Öffnung der Kinos auch wieder dorthin zurückkehren wird und wieder auf der großen Leinwand zu sehen ist.

    Um all jenen, die die Komödie von „Alles auf Zucker“-Regisseur Dani Levy jetzt im Heimkino schauen, auch noch mal einen Kinobesuch schmackhaft zu machen, gibt es dann noch eine neue „känguru-typische Überraschung“, sobald der Film dann wieder in die Kinos kommt. Was bei der neuen Kinoversion dann genau neu ist, wurde aber noch nicht verraten.

    "Die Känguru-Chroniken" in unserem Podcast Leinwandliebe

    Auch in unserem Podcast Leinwandliebe sprachen wir bereits über „Die Känguru-Chroniken“. Wir diskutierten nicht nur ausführlich über den Film, sondern hatten auch Hauptdarsteller Dimitrij Schaad zu Gast.

    Leinwandliebe findet ihr dort, wo es Podcasts gibt – von Spotify über Apple Podcasts bis hin zu Deezer und vielen weiteren Apps.

    Leinwandliebe auf Spotify
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    Leinwandliebe bei Apple
    Leinwandliebe zum Runterladen

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Die Känguru-Chroniken"

    *Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.

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    Kommentare
    • Quagmire
      Auch wenn mich der Film nicht interessiert aber diese herangehensweise ist um einiges besser als bei den anderen Filmen (Der Unsichtbare, Bloodshot, Emma...).Der Stream kostet hier zwar auch 16,99 aber zum einen nicht nur für 48h sondern er ist gekauft! und ein Teil der Erlöse geht an die Kinos. In der Form in doppelter Hinsicht besser.
    • Marki Mork
      Weil der Film im Kino abkackt, da die Mehrheit welche die Bücher cool finden, das kapitalistische Kino nicht unterstützen wollen. Darum zählt der Film aktuell schon mehr illegale Downloads als sonst ein deutscher Film.Dont make movies for AntiFa & Co
    • Larry Lapinsky
      Das mit der Kino-Unterstützung ist immerhin ein besserer Ansatz als die aktuelle Vermarktung der amerikanischen Pendants. Dennoch hatte der Film ja zunächst eher negative Kritiken und wurde erst anschließend gehypt, als man sah, dass er trotzdem angenommen wird. Ich hatte ihn eigentlich ursprünglich nicht auf meinem Zettel. Dass er dann aber im Kino wieder anläuft, ist doch in unserer schnelllebigen Zeit illusorisch. Es sei denn, sie starten tatsächlich wie in China zunächst wieder mit älteren Filmen, damit's nicht ZU voll wird. Aber ob das eine Strategie ist ...?
    • Saints ofchaos Deluxe
      Du hast den Film tatsächlich nicht verstanden :-) Wie geil ist das denn bitte.Die Plakativen humoristischen Aushängeschilder auf denen sich die Bücher stützen sind nunmal klassiche Motive der nicht gut informierten Schichten in DE. Früher hat man Diese übrigens mit den Konsumenten einer täglich erscheinenden Gazette gleichgesetzt, was sich wohl dadurch erledigt hat das jede Zeitung eher ein Meinungsmagazin als ein Unterrichtungsmagazin ist.
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