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    "Der Schacht 2": So könnte eine Fortsetzung des Netflix-Hits aussehen
    Von Jan Felix Wuttig, Björn Becher — 05.04.2020 um 15:00
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    Der düstere Thriller „Der Schacht“ hat sich auf Netflix als großer Hit entpuppt. Aktuell wurde „Der Schacht 2“ noch nicht angekündigt, doch wir machen uns schon einmal Gedanken, wie ein Sequel (oder ein Prequel?) aussehen könnte.

    Netflix

    Im Thriller „Der Schacht“ lässt sich Protagonist Goreng (Ivan Massagué) in einem vertikalen Gefängnis einsperren. Schockiert über die Zustände dort, versucht er das System zu ändern. Am Ende scheint sein Schicksal ungewiss – je nachdem, wie man die Endszene interpretiert.

    Fans des düsteren Netflix-Schockers fragen sich seitdem: Erfahren wir noch mehr? Wird also noch „Der Schacht 2“ kommen? Und wie könnte es weitergehen?

    Vorab dazu die wichtige Info: Bisher ist über einen Nachfolger zu „Der Schacht“ offiziell nichts bekannt. Weder Regisseur Galder Gaztelu-Urrutia noch Netflix (oder die diversen an der Produktion des Films beteiligten Firmen) haben sich bisher zu „Der Schacht 2“ geäußert.

    Eine Fortsetzung liegt eigentlich nah - nicht nur wegen des Endes, das so viel Raum für eine weitere Erzählung lässt. Vor allem macht ein weiterer Film aus finanzieller Erwägung Sinn, denn „Der Schacht“ ist für Netflix ein absoluter Mega-Hit. Konkrete Zahlen gibt der Streamingdienst nicht heraus, doch der Thriller hält sich nicht nur weltweit seit zwei Wochen konstant in der Top 10 des Streaminganbieters, sondern ist auch bereits jetzt einer der meistdiskutierten Filme 2020.

    Doch wie könnte ein Nachfolger zu „Der Schacht“ aussehen?

    Klassiches Sequel...

    Auf der Hand liegt natürlich zum einen ein ganz klassisches Sequel.

    Wir erinnern uns: Am Ende des Films verschwindet Goreng am Fuße des Schachts mit einer Vision seines Zellengenossen Trimagasi (Zorion Eguileor) in der Dunkelheit. Das minderjährige Mädchen, das er auf der untersten Ebene gefunden hat, fährt in rasender Geschwindigkeit wieder durch den Schacht nach oben – als Nachricht an die Administration, als Hoffnung auf eine Veränderung.

    Der offensichtliche Ansatz für „Der Schacht 2“ ist also, die Geschichte mit dem kleinen Mädchen fortzusetzen. Was passiert, wenn sie die obere Ebene erreicht? Kann sie dort eine Veränderung in Gang bringen?

    Ein solcher Ansatz könnte auch verhindern, sich zu wiederholen. Denn wir würden das begrenzte Setting der gleich ausschauenden Schacht-Plattformen verlassen. Wie sieht überhaupt die Welt jenseits des Schachts aus? 

    ...oder lieber ein Prequel?

    Ebenfalls denkbar ist natürlich, dass sich in einem Prequel auf eine oder mehrere der bereits bekannten Protagonisten fokussiert wird – etwa die Vorgeschichten Gorengs oder Trimagasis, den Kampf des Häftlings Baharat (Emilio Buale) oder die Karriere der Administratorin Imoguiri (Antonia San Juan) nachzuzeichnen.

    Allerdings wäre das eine eher langweilige Option, schließlich erfährt man durch ihre Erzählungen schon im finalen Film sehr viel über die Figuren. Wenn es ein Prequel gibt, dann wäre ein Sprung noch weiter zurück viel interessanter: Wie ist der Schacht überhaupt entstanden? Was ist die genaue Idee dahinter? Hier könnte man auch noch besser erkunden, warum sich scheinbar so viele Menschen freiwillig dafür melden, damit ja auch der Welt da draußen ein bisschen entfliehen bzw. wie Goreng, dem für sein Aufenthalt ein Abschluss versprochen werden, glauben, es erst danach im Leben schaffen zu können.

    Eine Wiederholung

    „Der Schacht“ wird nicht umsonst gerne auch mit dem Sci-Fi-Horror-Film „Cube“ verglichen - und der wurde fortgesetzt. In „Cube 2: Hypercube“ stehen einfach erst einmal neue Protagonisten im Mittelpunkt, nur nach und nach wird dann mehr über die Welt enthüllt.

    Ähnlich könnte man auch bei „Der Schacht 2“ verfahren, erst einmal das Schicksal des Mädchens ignorieren und uns einfach mit neuen Figuren in das bekannte Szenario werfen, um dann nach und nach mehr zu enthüllen und so vielleicht auch wieder den Bogen zum ersten Teil zu schlagen. 

    Ein solcher Ansatz birgt aber Risiken. Zu schnell handelt es sich um eine bloße Wiederholung, bei der alles nur dank höheren Budgets eine Spur größer ist, aber die wirklich interessanten neuen Ideen fehlen. Nicht umsonst gibt es kaum Filmfans auf der Welt, die „Cube 2“ auch nur annähernd auf dem Niveau von „Cube“ sehen.

    "Der Schacht" im Podcast Leinwandliebe

    Auch in unserem Podcasts Leinwandliebe haben wir übrigens bereits über den gerade so umfangreich im Netz diskutierten Netflix-Film gesprochen.

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    Und wenn ihr nach „Der Schacht“ noch Lust auf ähnliche Filme habt, haben wir euch ein paar Empfehlungen zusammengetragen.

    "Der Schacht": 5 Filmtipps für alle Fans des Netflix-Hits

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