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    Sci-Fi-Actioner "Total Recall": Diesen Hollywood-Star (und noch viel mehr) gibt's nur im Director's Cut zu sehen
    Von Daniel Fabian — 17.04.2020 um 14:30
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    Len Wisemans „Total Recall“ unterscheidet sich nicht nur in einigen Punkten von Paul Verhoevens Verfilmung, sondern auch von Wisemans ursprünglicher eigener Vision – die erst im zwölf Minuten längeren Director’s Cut des Films durchscheint.

    Sony Pictures

    Paul Verhoeven lieferte in den 80er und 90er Jahren gleich eine Reihe von Science-Fiction-Kultfilmen, deren Neuverfilmungen eigentlich nur eine Frage der Zeit waren. Bevor „RoboCop“ 2014 einen Neuanstrich bekam, versuchte sich „Underworld“-Regisseur Len Wiseman bereits 2012 an einer Neuauflage des Schwarzenegger-Klassikers „Total Recall“, der wiederum auf einer Geschichte von Sci-Fi-Ikone Philip K. Dick basiert.

    Wir konnten der gleichnamigen Neuinterpretation durchaus einiges abgewinnen und vergaben für den „düsteren und zeitgemäßen Sci-Fi-Action-Thriller mit hohem Tempo und phantastischem Set-Design“ 3,5 von 5 möglichen Sternen.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Total Recall"

    Dabei bekamen wir im Kino aber lediglich eine Fassung des Films zu sehen, mit der Regisseur Wiseman selbst nur bedingt zufrieden war. Den längeren Director’s Cut gab’s erst im Heimkino – und der brachte einige Änderungen mit sich...

    Darum geht's in "Total Recall"

    Der Arbeiter Douglas Quaid (Colin Farrell) findet Gefallen an der Idee, Träume zu realen Erinnerungen werden zu lassen, und will sich mit einem sogenannten „Gedankenausflug“ der Firma Rekall eine Auszeit von seinem eintönigen Leben gönnen – auch wenn zuhause seine glückliche Frau (Kate Beckinsale) auf ihn wartet. Doch was er jetzt gerade braucht, sind „Erinnerungen“ an ein aufregendes Leben als Superspion Carl Hauser!

    Als der Gedankenurlaub aber schief geht, wird Quaid plötzlich zum Gejagten. Auf der Flucht vor der Polizei, die von Kanzler Cohaagen (Bryan Cranston) kontrolliert wird, schließt er sich mit der Rebellin Melina (Jessica Biel) zusammen, um den Kopf des Widerstands im Untergrund (Bill Nighy) zu finden und Cohaagen zu stoppen. Doch dabei verschwimmt die Grenze zwischen Fantasie und Realität immer mehr...

    Achtung, ab hier wird gespoilert!

    Ethan Hawke als Hauser

    Gemeinsam mit Douglas Quaid erfahren wir im Zuge der Geschichte, dass er eigentlich Carl Hauser ist – ein Agent, der für Kanzler Cohaagen die Rebellen infiltrieren sollte. Nachdem er jedoch abtrünnig wurde, konnte er aber wieder geschnappt werden, woraufhin er mit falschen Erinnerungen manipuliert wurde.

    Während Douglas in der Kinofassung Aufzeichnungen von sich selbst findet (ebenfalls Colin Farrell), sehen wir im Director’s Cut, wie dieser eine falsche Holografie deaktiviert und der echte frühere Carl Hauser zum Vorschein kommt – gespielt von Ethan Hawke, der komplett aus der Kinoversion rausgeschnitten wurde. Doch tatsächlich war er es, der sich auch mittels Gesichtschirurgie einst freiwillig in Douglas Quaid verwandeln ließ, um an den Anführer des Widerstands zu kommen und die Bewegung zerschlagen zu können.

    Zahlreiche weitere Änderungen

    Wiseman griff in der Langfassung aber nicht nur auf einen prominenten Gast-Star zurück, sondern nahm auch an vielen anderen Stellen Änderungen vor, die tatsächlich eine ganz neue Sicht auf „Total Recall“ eröffnen.

    Wer einen genauen Blick auf die insgesamt fast 100 (!) Neuerungen werfen will, bekommt auf Schnittberichte.com einen detaillierten Bericht über die Unterschiede zwischen Kinofassung und Director's Cut.

    ProSieben zeigt „Total Recall“ am heutigen 17. April 2020 übrigens um 20.15 Uhr – allerdings weder in der Kinofassung noch im Director’s Cut, die beide ab 16 Jahren freigegeben sind, sondern in einer für die Ausstrahlung zur Prime Time gekürzten Version, die auf der Kinofassung basiert. Den Director’s Cut des Films gibt es übrigens exklusiv auf Blu-ray.*

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    Kommentare
    • Kai Asmus
      Nein, ist er nicht. Du kannst Kuhmist nicht polieren!
    • Kai Asmus
      Grausliches Machwerk ohne Sinn und Verstand.
    • Gravur51
      Doch, er ist um einiges besser.
    • Tobias D.
      Ich bin nämlich schon an dem Film interessiert, weil ich die Werke von Philip K. Dick schon cool finde. Dann kommt der Film mal auf meine Watchlist.
    • WhiteNightFalcon
      Bezweifle, dass dieser filmische Sondermüll dadurch besser wird.
    • Rockatansky
      Ich hab damals versucht den Film nicht mit dem 90er Streifen zu vergleichen, da Letzterer sich ja auch recht frei an der Vorlage orientiert hat. Dementsprechend war klar, dass man hier einen etwas anderen Film bekommt. Aber wie so oft, wenn man im Vorfeld was von Remake liest, kommen die Vergleiche zwangsläufig eben doch, ob man will oder nicht und dann versagt der Film beinahe in allen Bereichen. Ich fand den Streifen irgendwie furchtbar anstrengend. Endlos aneinander gereihte Verfolgungsjagden, spannungsfreier Plot ohne greifbare Bedrohung und viel zu glatt und hübsch inszeniertes CGI-Gewitter um auch nur ansatzweise für Atmosphäre zu sorgen. Somit galt auch hier wieder, wie für fast alle Remakes: Kann man gucken, könnte man sich aber eigentlich sparen.
    • Dennis Beck
      Der Film ist gut. Kommt bei weitem nicht an das Original heran. Doch ich finde die ganze heftige Kritik, die dem Remake entgegenschlägt, ungerechtfertigt.
    • Pawel N.
      Überflüssiges remake
    • Micox
      Total Recall ist der schlechteste Film den ich je gesehen habe..Der Film sollte Lens Flares heißen.. So schlecht, selbst handwerklich..Ich war schockiert.. Nachdem ich ein Riesen Fan des Originals bin..Ich kann nicht verstehen warum man für den Reboot nicht Verhoeven rangelassen hat..
    • isom
      Hatte Hauser auch im Verhoevenfilm den Vornamen Carl ?
    • Sentenza93
      Ein halbwegs lohnenswerter DC.Aber nichts geht über das Original.
    • Tobias D.
      Macht der Director's Cut den Film deutlich besser oder nur bedingt, @Daniel Fabian?
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