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    "Batman": "Joker"-Star Joaquin Phoenix sollte einst einen düsteren Bruce Wayne spielen
    Von Nina Becker — 18.04.2020 um 13:35
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    2019 stand Joaquin Phoenix als Psychopath in „Joker“ vor der Kamera und wurde dafür mit einem Oscar ausgezeichnet. Vor einigen Jahren hätte er in Gotham City allerdings auch eine ganz andere Rolle spielen können – nämlich die von Bruce Wayne!

    2019 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved. TM & © DC Comics / Niko Tavernise

    2005 feierte Regisseur Christopher Nolan mit „Batman Begins“ einen gigantischen Erfolg an den Kinokassen und setzte neue Maßstäbe in Sachen Comic-Verfilmungen. Noch bevor es dazu kam, plante allerdings auch „Black Swan“-Regisseur Darren Aronofsky, zusammen mit „The Dark Knight Returns“-Erfinder Frank Miller, eine „Batman“-Verfilmung. Aus dieser wurde allerdings nichts, wie wir alle wissen.

    Über die Gründe für das Aus für den Aronofsky-Batman wurde schon viel gesagt. So erklärte Miller in den vergangenen Jahren mehrfach, dass die Drehbuchidee für den geplanten „Batman“-Film viel zu düster gewesen sei. Und auch der Regisseur selbst betonte, dass seine Fledermausmann-Version alles andere als kinderfreundlich gewesen wäre. Ein Studio wollte sich damals auf so eine Produktion nicht einlassen. Jetzt verriet Aronofsky allerdings noch ein weitaus interessanteres Detail zum Scheitern seines Films!

    Im Interview mit Empire erklärte Aronofsky, dass er unbedingt Joaquin Phoenix als Batman vor seine Kamera holen wollte. Auch mit dieser Wahl sei Warner Bros. damals allerdings nicht einverstanden gewesen. Das Studio bestand auf den „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“-Darsteller Freddie Prinze junior. Zu diesem Zeitpunkt sei Aronofsky klargeworden: „Wir entwickeln hier zwei völlig unterschiedliche Filme“. Damit war das Projekt Geschichte.

    Statt zu "Batman" wurde Joaquin Phoenix zum "Joker"

    So interessant diese Idee auch klingen mag: Wäre Phoenix damals tatsächlich der Hauptdarsteller in einem düsteren „Batman“-Film von Aronofsky und Miller geworden, hätte er sich für Todd Phillips 2019 vielleicht nicht in den „Joker“ verwandelt. Die Rolle als Batman-Rivale gehört mit Sicherheit zu den wichtigsten Jobs seines Lebens.

    Denn das Drama von Phillips wird zwar nicht von allen Kritikern und Zuschauern geliebt (wir erinnern gern an unsere FILMSTARTS-Kritik, die für viel Furore gesorgt hat), hat Phoenix allerdings eine Rolle verschafft, die in die Geschichte eingehen wird und außerdem mit einem Oscar belohnt wurde. Ein zweiter „Joker“-Film mit Phoenix als irrer Arthur Fleck soll übrigens folgen.

    Wird es ein "The Batman"-"Joker"-Crossover geben?

    Bevor wir allerdings „Joker 2“ zu Gesicht bekommen, dürfen wir uns erstmal auf Robert Pattinson im Fledermauskostüm in „The Batman“ freuen. Regisseur Matt Reeves arbeitet dieser Tage an einer neuen Comic-Verfilmung, die eigentlich am 24. Juni 2021 in die Kinos kommen soll. Ob die Corona-Pandemie diesen Start noch verschiebt, ist bisher allerdings nicht klar.

    Obwohl es einige Gerüchte gab, dass es in Reeves neuem Film ein Crossover von „The Batman“ und „Joker“ geben könnte und so Pattinson auf Phoenix gestoßen wäre, wird es diese Begegnung definitiv nicht geben. Todd Phillips höchstpersönlich hat diese Möglichkeit ausgeschlossen.

    Wer sich jetzt noch einmal Joaquin Phoenix als „Joker“ ansehen will, kann sich die VoD-Version des Films* ganz einfach bei Amazon Prime Video kaufen oder leihen.

    Mit diesem Mega-Schock hätte "Joker" ursprünglich enden sollen

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    Kommentare
    • HalJordan
      Selbstverständlich wissen wir nicht, wie das Endprodukt im Detail ausgehen hätte. Es gibt allerdings einschlägige Informationen darüber, wie das Drehbuch aussah. Und nachdem ich mir ein paar Passagen zu Gemüte geführt habe, bin ich froh, dass Darrens Version NIE das Licht der Welt erblicken wird.
    • Rockatansky
      Ja, kann ich auch so unterschreiben.
    • Rockatansky
      Wenn man's mal differenziert betrachtet, ist Joker auch nicht unbedingt ein massentauglicher Film. Würde dieser einfach nur z.B. Arthur heißen und die Handlung fände in NY und nicht in Gotham statt, bleibt eine gut gespielte Charakterstudie übrig...
    • Jimmy v
      Ich mag ihn, aber was HalJordan schreibt, stimmt bzgl. Batman: Das ist alles zu viel wirrer Kram.
    • scorch
      Was heißt der Punkt ist...wir wissen es nicht und werden es auch nie erfahren.
    • HalJordan
      Eigentlich geht es hier nicht einmal um düster oder nicht. The Dark Knight war ebenfalls ein düsteres Vergnügen. Der Punkt ist, Aronofsky hätte sich mit seinem Vorgehen Batman umzusetzen, so weit von der Vorlage entfernt, wie es nur möglich gewesen wäre. Ich bin froh, dass Nolan den Zuschlag erhielt um seine Vision umzusetzen. Seine Batman-Filme sind immer noch das Maß aller Dinge in Sachen Comic-Verfilmungen.
    • HalJordan
      Auch wenn du mit deinen Worten nicht unrecht hast, ist die Darstellung ein wenig einseitig. Das Thema Unfähigkeit würde ich inzwischen mit nahezu JEDEM Studio assozieren. Man muss sich nur einmal vor Augen führen, was Disney aus Star Wars gemacht hat. Selbst im MCU überwiegt die Quantität. Oder den Rückschritt von Paramount in Bezug auf die Transformers-Filme. Bumblebee ging in die richtige Richtung und was macht das Studio? Back to the roots. Lieber Action und Bombast, statt Herz und ein anspruchsvolleres Vorgehen. Von Universal und dem Dark Universe will ich gar nicht erst anfangen.Und bei all der (auch berechtigten) Kritik an Warner, was ich nicht unter den Teppich kehren möchte, hatten die ganzen Fehlentscheidungen auch etwas gutes. Nach Joel Schumacher kam Christopher Nolan. Nach Clooney kam Bale. Auch wenn Warner mit der Justice League baden ging und Snyder seinen Hut nehmen musste, haben wir Zack immerhin die Castings von Superman, Wonder Woman und Aquaman zu verdanken. ;-) Und während man im gesamten letzten Kinojahr vergeblich nach einem gescheiten Blockbuster suchte, zauberte Sandberg mit Shazam! einen echten Überraschungshit aus dem Ärmel. Ein Film, der Spaß machte und vor allem das Herz am rechten Fleck hatte. Die Aufzählung könnte man beliebig weiter fortführen. Nach Affleck kam Pattinson, nach Leto Phoenix und nach Snyder Reeves. Ist also nicht alles so schlecht, was von Warner stammt bzw. uns noch erwarten wird. ;-)
    • HalJordan
      Lustig, dass ausgerechnet diese Meldung solche Kommentare nach sich zieht. Auch wenn ich mir Freddie Prinze Jr. NULL als Batman vorstellen kann, bin ich froh, dass nichts aus diesem Projekt wurde und nein nicht wg. des Castings. Frank Miller hat seinen Zenit schon längst überschritten und Darren Aronofsky hätte eine abgef*ckte Version des dunklen Ritters auf die Leinwand gebracht. So wäre sein Alfred ein farbiger Automechaniker gewese, der auf der Straße gelebt hätte. Und auch Selina Kyle hätte sich in seiner Version deutlich vom Comic-Äquivalent unteschieden.Gott sei Dank durfte Christopher Nolan seine Trilogie umsetzen und das Schauspiel von Joaquin Phoenix ist sowieso über jeden Zweifel erhaben.
    • Darklight ..
      Du gibst Bescheid, wenn du eine neue Tischplatte brauchst, ja...!?😉😎🤣😂
    • Rockatansky
      Zum Glück ist das nichts geworden. Von Aronofsky krieg ich meistens schlechte Laune...
    • Rockatansky
      Schlimmer als eine Kombination aus George Clooney, Chris O'Donnel und Alicia Silverstone ist auch Freddy nicht...
    • Erik B.
      Wobei Freddie Prinze in den 90ern ein großer Teenieschwarm war. Die Motivation dahinter ist zu erkennen.Warum hat er sich eigentlich aus der Schauspielerei seit Jahren komplett zurückgezogen? Hab ihn in Scooby-Doo und co. immer gern gesehen, auch wenn er sich zuletzt durch seine dümmlichen Kommentare bzgl. den poehsen poehsen toxischen Star Wars Fans unbeliebt machte
    • Gravur51
      Weil das Bild einen Mann zeigte, der sich völlig akzeptierte als der der er ist.
    • greekfreak
      Wir reden hier von der WB/DC Studiozentrale.Diese Dilletanten geben dem Wort: Unfähigkeit eine neue Dimension und das schon seit den 90ern.Zuerst haben sie Tim Burton durch Joel Schuamacher ersezt und haben letzeren die Order gegeben Batman muss bunter werden,damit wir mehr Spielzeug verkaufen. Dann haben sie den Pitch für einen Batman Beyond Film,mit Clint Eastwood als gealterten Bruce Wayne abgelehnt.(Wir können von Glück reden,das sie Chris Nolan damals nicht ins Handwerk gepfuscht haben.) Den Pitch von George Miller für ein DC Cinematic Universe,fanden sie auch nicht toll. (Später konnte ihnen das nicht schnell genug gehen.) Guillermo Del Toro´s JL: Dark Projekt haben sie auch gecancellt. (Stattdessen darf jetzt Jar Jar Abrams und seine Bad Robots Truppe von Vollflöten das verwursten).Einen Rated-R Deathstroke Film von The Raid Mastermind Gareth Evans,der ein kleines Budget verlangte,haben sie auch abgelehnt. Dafür haben sie Margot Robbie und ihrer unfähigen Regisseurin 100 Mille für einen Rated-R Harley Quinn Film in den sprichwörtlichen Hintern geschoben.Von dem Desaster das sich DCEU schimpft,fange ich gar nicht an.
    • isom
      Warum hast du dann ein Bild von ihm als Profil gehabt ?
    • isom
      Alfred wäre in der Version auch ein Automechaniker gewesen, Wayne wäre nicht reich gewesen uns sonst wäre es recht weit von der Vorlage entfernt gewesen, aber Phoenix als Bats wäre interessant geworden.
    • Heiligertrinker
      Was muss in einem Produzenten vorgehen das man Freddie Prinze junior als Batman vorschlägt und sogar darauf besteht Ihn zu besetzten???
    • Gravur51
      Ich muss sagen jetzt mit ein bisschen Abstand zum Joker Film .. hat sein Joker für mich noch mehr an Faszination verloren. Sein Würstchen Arthur Fleck wird für mich nie in die auserlesene Gruppe der besten Joker Versionen steigen
    • dc_icon_comics
      Komm drauf an, was genau D. Aronofsky vor hatte, mit Batman zu machen.
    • Sentenza93
      Ne...Da hat Phoenix es mit der Rolle als Joker besser getroffen. 😊
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