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    Die Idee für den Netflix-Hit "Finger weg!" stammt aus der besten Sitcom aller Zeiten!
    Von Christoph Petersen — 20.04.2020 um 15:00
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    „Too Hot To Handle“, wie „Finger weg!“ im Original heißt, wird seinem Titel gerecht – auch in Deutschland ist der Dating-Trash ein brandheißer Megahit für Netflix. Dabei stammt die grundlegende Idee für die Show aus einer Sitcom-Episode von 1992!

    Netflix

    Mit Serien wie „House Of Cards“ und „Orange Is The New Black“ hat sich Netflix ursprünglich als Streaming-Konkurrent für Premium-Bezahlsender wie HBO im Markt etabliert. Aber inzwischen ist das Zielpublikum längst sehr viel breiter – und so landen immer öfter auch Reality-Trash-Formate auf den vordersten Plätzen der Netflix-Charts. Aktuell weltweit ganz vorn: Die Kein-Sex-Dating-Show „Finger weg!“ alias „Too Hot To Handle“.

    In den acht Folgen der ersten Staffel, die seit dem 17. April 2020 auf Netflix zur Verfügung stehen, werden superheiße, partywillige Spaß-und-Sex-Granaten aus aller Welt für einen Traumurlaub an einen tropischen Traumstrand in Mexiko zusammengebracht. Man kennt das ja auch von „Temptation Island“ und ähnlichen Dating-Formaten: Leidenschaft, Eifersucht – und dann ganz viel DRAMA!

    Aber „Finger weg!“ trägt seinen Titel ja nicht von ungefähr – denn nach wenigen Stunden in der Villa schaut die virtuelle Assistentin Lana vorbei, um den zehn Single-Kandidaten mitzuteilen, dass es hier eben nicht wie in „Temptation Island“ & Co. abläuft – ganz im Gegenteil dürfen die Teilnehmer in den folgenden vier Wochen eben gerade keinen Sex haben (was auch Selbstbefriedigung einschließt), obwohl um sie herum nur die denkbar heißesten potenziellen Sexualpartner(innen) im wenig verhüllenden Strandoutfit herumtoben.

    Als Preis für die Standhaften winken am Ende 100.000 Dollar – wobei sich die aufzuteilende Summe für jeden trotzdem stattfindenden Sexualakt weiter verringert...

    Vom Sitcom-Geniestreich zum Netflix-Trash

    „Finger weg!“ ist typischer Hochglanz-Trash mit einem kleinen Twist – und der stammt aus einer der besten Folgen der besten Sitcom aller Zeiten...

    In „Der Wettstreit“, der elften Folge der vierten Staffel von „Seinfeld“, schlossen Jerry (Jerry Seinfeld), George (Jason Alexander), Elaine (Julia Louis-Dreyfus) und Kramer (Michael Richards) eine Wette darüber ab, wer von ihnen es am längsten ohne Masturbation aushält – wobei das Wort „Masturbation“ in der Folge selbst nie vorkommt, stattdessen werden allerlei Euphemismen genutzt, von denen sich einige bis heute im amerikanischen Alltags-Sprachgebrauch gehalten haben.

    In einer Liste der „100 besten Fernsehepisoden aller Zeiten“ der großen US-Zeitschrift TV Guide landete „Der Wettstreit“ auf Platz 1 – und in unserer Liste der 25 besten Sitcoms aller Zeiten hat es „Seinfeld“ ebenfalls auf den absoluten Spitzenplatz geschafft!

    Seinfeld in Zeiten von Tinder

    Sicherlich ist das nicht die schlechteste Inspirationsquelle – und so gibt „Finger weg!“-Schöpferin Laura Gibson im Interview mit Deadline auch ohne weiteres zu, woher sie die Idee für das Erfolgsformat stammt:

    „Eine meiner Lieblingsserien ist ‚Seinfeld‘ und meine Lieblingsepisode ist ‚Der Wettstreit‘. Ich dachte schon immer, dass da ein Showkonzept drinsteckt. Dazu kam, dass mir eine Freundin ihren Tinder-Chatverlauf mit einem Typen zeigte, der ihr schon nach zwei Nachrichten Fotos von seinem Penis schickte. So funktioniert Dating heutzutage. Wir müssen also da raus und den Leuten helfen. Ich dachte mir also: Statt einer Reality-Show, wo wir versuchen, diese ganzen Leute miteinander ins Bett zu kriegen, machen wir eine Reality-Show, wo wir versuchen, dass diese ganzen Leute nicht miteinander ins Bett gehen. Was ist sexier als keinen Sex haben zu können – nichts macht dich verrückter als das!“

    Die erste Staffel „Finger weg!“ ist aktuell auf Netflix verfügbar.

    In der kommenden Woche neu auf Netflix

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    Kommentare
    • FilmFan
      Die Luft war raus.
    • Rockatansky
      Die fand ich auch alle gut. Wobei mir die Darsteller in den letzten 2-3 King of Queens Staffeln mehr und mehr unsympathisch wurden. So haben sich Doug und Carrie zwar immer schon geneckt und gegenseitig manipuliert, aber immer auf eine charmante Art und Weise. In den letzten Staffeln war das teilweise nur noch fies.
    • FilmFan
      Wer ist hier der Boss und King of Queens waren mein Ding. Auch Die Nanny fand ich klasse.
    • Rockatansky
      Ist dann wohl Geschmacksache. Ich fand beides sehr gut. Vor allem Seinfeld.
    • FilmEarl
      Wie wird's witzig ist auch immer noch in Produktion ...
    • FilmFan
      Beide waren unlustig :D
    • Bruno Derbär
      Ich hab den Hype um Seinfeld nie verstanden. Da war ja Friends lustiger.
    • Rockatansky
      Wann kommt eigentlich Hugo Egon Balders großes Promibumsen...?
    • greekfreak
      Früher,hat Netwixx versucht Abonnenten mit high-production Kontent anzulocken und hat fröhlich das Geld locker gemacht.Da wurden teuer bei Marvel,Rechte für Superhelden Serien eingekauft oder aufwendige Spielfilme selber produziert (Siehe dieser Will Smith munter Orks und Elfen,im Ghetto von East L.A. wie hiess der noch? ).Inzwischen haben sie einen 20 Milliarden $ Schuldenberg und müssen igrendwie die Platform kostengünstig vollkriegen. Selbst The Witcher,das überall als Prestige Serie gehypt wurde,war billigst produziert (der CGI Drachen aus dem Lidl sag ich nur,dagegen hatte Xena bessere Effekte). Jetzt kann man durch die -zensiert- Krise eh nix aufwendig produzieren,also wird verstärkt auf Reality Kram gesetzt. Tiger King war erfolgreich,also versuchen wir das Konzept weiterzumelken.
    • André McFly
      Die wollen halt sagen können so viel pro Jahr produziert wie noch nie zuvor - und so ein Reality Format kostet halt nix. Kann einem auch egal sein, solange sie auch weiterhin guten kram produzieren.Ob ich jetzt 10 gute Produktionen von insgesamt 10, oder 10 gute von insgesamt 20 serviert bekomme, kommt auf mich aufs selbe Hinaus.
    • The Legendary
      Netflix mit riesen Schritten auf dem Weg hin zum totalen Trash-Dienst . Man dachte nach den ganzen Teenieschmunzetten konnte es nich mehr flacher werden,da kommen die und beweissen einem eiskalt das Gegenteil
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