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    "Star Wars"-Star Mark Hamill war sich sicher: Luke Sykwalker wird böse
    Von Björn Becher — 19.05.2020 um 19:22
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    Wie nah Luke Skywalker in der „Star Wars“-Reihe davor ist, auf die dunkle Seite zu wechseln, wird in Fankreisen immer wieder diskutiert. Auch Mark Hamill sprach nun mal wieder darüber - und über seine ursprüngliche Enttäuschung.

    Lucasfilm

    Der Weg von Luke Skywalker wird nicht erst seit „Star Wars: Die letzten Jedi“ kontrovers in Fankreisen diskutiert. Denn schon zu Zeiten der Originalfilme tobte eine große Debatte. Für die eine Fanseite war immer klar, dass Luke so deutlich auf der hellen Seite steht, dass nie die Gefahr bestünde, dass er sich auf die Seite des Imperators schlagen könnte.

    Doch viele andere Fans sahen das anders. Sie fanden in Mark Hamills Spiel schon früh Hinweise, dass Luke gefährlich nah an der dunklen Seite balanciert – und dabei sprechen wir nicht erst von „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ als er während des Kampfes mit seinem Vater Darth Vader und dem Imperator für kurze Zeit seinem Hass nachgibt, sondern einzelne Momente im Skript und in Hamills Spiel in „Eine neue Hoffnung“ und „Das Imperium schlägt zurück“ wurden seziert. Hamill selbst erklärt derweil: Er war ursprünglich fest davon überzeugt, dass Luke sogar auf die dunkle Seite wechselt und wirklich böse wird.

    Hamill beschwerte sich bei George Lucas

    Dem Radio-Sender SiriusXM verrät er, wie enttäuscht er zuerst sogar über das einfache Verbleiben von Luke auf der hellen Seite gewesen sei. Er habe sich bei George Lucas noch darüber beschwert, wie „vorhersehbar“ dies doch alles sei, worauf ihn dieser belehrt habe, dass er sich doch daran erinnern müsse, dass sie nun einmal in erster Linie „Filme für Kinder, Heranwachsende und jünger, machen“. Und Märchen kommen nun einmal zu einem guten Ende.

    Dabei ging Hamill davon aus, dass seine Figur zeitweise auf die böse Seite wechselt. „Wir sollten so verrückt wie möglich mit dem letzten Film werden“, war damals seine Meinung und führt dann aus: „Ich dachte, ich werde böse, ich dachte, ich wechsele auf die dunkle Seite“, unter anderem auch, weil seine Figur plötzlich schwarz trug. Gerade mit „Star Wars: Das Imperium schlägt zurück“ habe er gefühlt, dass Luke den der Weg Richtung böse Seite einschlägt.

    George Lucas hat immer Recht

    Insgesamt gibt Mark Hamill aber George Lucas Recht („Er ist der Mann“), der halt besser wusste, was der richtige Weg für Luke Skywalker ist als Hamill selbst: „Es gibt ja einen Grund, warum George dort ist, wo er ist, und ich, wo ich bin.“

    Den Interview-Ausschnitt mit Hamill gibt es direkt hier zu hören. Dabei unterläuft ihm auch ein kleiner, im Kontext des Gesprächs aber sehr passender Versprecher, nennt er den letzten Teil doch „Revenge Of The Jedi“, wie „Episode 6“ zuerst heißen sollte (und sogar schon auf einem Poster und auf Merchandise stand), bevor Lucas entschied, dass „Rache“ nicht zu den Jedi passe.

    Alle „Star Wars“-Filme mit Mark Hamill (und auch alle ohne hin) gibt es übrigens auf dem Streamingdienst Disney+ zu sehen, den ihr über diesen Link sieben Tage kostenlos testen könnt*.

    Der große "Star Wars"-Podcast

    Und wenn ihr nicht genug von der Skywalker-Saga bekommen könnt. Wir haben zuletzt alle neun Episoden umfangreich in unserem Podcast Leinwandliebe diskutiert. Moderator Sebastian hat sich dafür mit Tobias und Matthias sogar gleich die „Star Wars“-Experten von FILMSTARTS und (!) Moviepilot ins Boot geholt, um lebhaft, kontrovers und schwärmerisch über Original-, Prequel- und Sequel-Trilogie zu diskutieren.

    *Bei diesem Link zu Disney+ handelt es sich um einen Affiliate-Link. Mit dem Abschluss eines Abos über diesen Link unterstützt ihr FILMSTARTS. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.

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    Kommentare
    • Kurisu K.
      Deswegen – so gerne ich Mark habe – hat dieser Schauspieler viel zu wenig Ahnung von seinem eigenen Charakter, den er spielt. Auch scheint er – bis auf die Sache mit der Familie – die Botschaft von Star Wars nicht verstanden zu haben. Da romantisiert Mark all die Jahrzehnte immer seinen Charakter Luke, stellt ihn als großen Helden da und schwärmt von ihm, dann aber wünscht er sich auch jedes Mal, Luke würde böse werden. Er versteht seinen Charakter einfach nicht. Mir erschließt sich, da Mark ja auch ein guter Mensch ist und als Darsteller auch gerne Bösewichte ausspielt, dass er seinen Luke als Helden sehr gerne hat, dass er selbst gerne in dieser Heldenrolle steckt und es liebt, dass Fans zu ihm aufblicken, auch dass es ihn wohl reizt, mal als Schurke aus der Haut fahren zu dürfen, aber ganz genau das steht ihm im Weg, um objektiv die tatsächliche Rolle Luke verstehen zu können. Weder war Luke je der große perfekte Held ohne Fehler und der alles alleine schaffte, noch war er jemand, den es zum Bösen hinzog. Luke war einfach Luke. Der Farmer, der hitzköpfig, ungeduldig, pessimistisch und zugleich optimistisch war, der zu voreilig jedes Mal handelte und später sogar auf ruhige Art passiv aggressiv wurde, dennoch aber niemals irgendetwas tun würde, das ihn vom Pfad des Lichts abbrächte. Und genau so hat Lucasfilm es fortgeführt. Luke als Held und zugleich als normaler Mann; Luke als Pessimist und zugleich als Optimist; Luke als ungeduldiger und zugleich als geduldiger Charakter. Mark hat einfach nicht Recht damit, dass Luke der unfehlbare Held war in schillernder Rüstung, und auch nicht Recht damit, dass er je Potential dazu hatte, böse werden zu können. Luke ist eher eine chaotisch-gute Figur, aber keine böse und auch keine perfekte gute. Aber Mark liebt seine Figur einfach zu sehr. Und nun ja, es ist auch in Ordnung, dass er so von ihr schwärmt und nicht wahrhaben kann, aber dafür akzeptiert, dass er nicht ewig die alleinige Rolle des Helden übernehmen kann. Er hängt halt an seiner Rolle, die ihn bei Menschen so berühmt machte. Natürlich kann man das nachvollziehen. Das hat auch viel mit Liebe und Wärme zu tun. Aber viel zu tun mit der Wahrheit in Star Wars hat das nicht.
    • WhiteNightFalcon
      Davon hab ich mal so die ersten sieben oder acht gelesen, bin also soweit garnicht gekommen.
    • Deliah C. Darhk
      Wer auf die Idee käme auf so perfide Weise die CharArc von Vater zu entwerten, Lukes Heldenmoment zu unterminieren und einen derart eindrucksvoll gelösten Handlungs- und Spannungsbogen seiner Bedeutung zu berauben, kann doch nur noch bei Disney einen Job finden.So etwas macht doch keiner! Never!
    • Deliah C. Darhk
      sehr clever analysiert.👍😀
    • WhiteNightFalcon
      Richtig. Palpatine gegenüber ist er bis RotJ immer unterwürfig.
    • Sentenza93
      Zumindest zu großen Teilen ja. 😊
    • Gravur51
      Man merkte vor allem, dass ein KONZEPT dahinterstand.
    • Sentenza93
      So wie ihr hier über die PT redet, könnte man meinen dass es tatsächlich sehr gute Filme wären. 😀Das von Euch Beschriebene hätte ich gern so umgesetzt gesehen. 😊Aber sei's drum...Die PT ist zwar nicht wirklich gut, aber zumindest merkte man sowas wie Elan. Und Lucas versuchte es zumindest.
    • Jimmy v
      Scheiße war das ja trotzdem. Mich stört's und ich kenne auch genug Leute, die das stört und sich nicht vom SW-Nerdtum da blenden lassen.
    • Schmitzcat
      Fand interessant, was Filoni in dieser Mandalorian-Doku-Reihe (Folge 2) zum Thema Qui Gon als verlorene Vaterfigur für Anakin und die Resultate daraus sagt. Ein sehr hörenswerter Monolog, bei dem die anderen Regisseure nur bedröppelt dreinblicken können, aufgrund von soviel Star Wars Weisheit und ehrlichem Nerdtum :D
    • Gravur51
      Anakin/Vader wird eigentlich ständig manipuliert. Weil er ein sehr leicht beeinflussbarer Mensch ist. Er war zutiefst unsicher. Und das hat Lucas perfekt gezeigt, in der Urtrilogie wie auch natürlich den Prequels.
    • Saints ofchaos Deluxe
      Ein Dunkler Luke wurde in den Dark Empire Comics ( Legends..hurra:-) schon aufgegriffen.In den Händen eines fähigen (!) Autors kann jede Figur von gut zu böse werden- from am certain point of view.NAtürlich auch andersherum und wer liebe Freunde denkt hierbei nicht an die starke Martha Szene aus dem Meisterwerk Batman Vs Superman Dead by Daylight in the Dawn of the Justice Leage with a lot of szenes you won´t understand, douchebag its art
    • Saints ofchaos Deluxe
      Darf ich auf die Dunkle Imperium Reihe aufmerksam machen?
    • Fuwa
      Und ich habe mal gehört das in den EU Büchern Palpatine zurück kam. Hat da keinen gestört 😉
    • lily
      An Star Wars ist nichts subtil, das ist und bleibt ein einfaches Märchen mit simplem schwarz-weiß Denken. Mehr hätte Lucas auch gar nicht gekonnt, filmisch und erzählerisch ist er zu mehr einfach zu limitiert.
    • WhiteNightFalcon
      Ich finde kurioserweise macht Luke bei Vader, was Palpatine einst bei Anakin gemacht hat. Er versucht ihn zu manipulieren. Als er sich ihm stellt, sagt er doch, er spüre, dass noch Gutes in ihm steckt. Vader entgegnet ja einmal sogar auf Worte von Luke nichts. Grade diese Szene wird zusammen mit den Prequels nochmal verstärkt. Padme hat ja auch bis zuletzt an das Gute in Anakin geglaubt. Als Palpatine schließlich Luke mit den Lichtblitzen töten will, macht es ja Klick bei Vader und Lukes Manipulation zeigt Wirkung, weil Vader offenbar daran denkt, dass Padme auch bis zuletzt an ihn glaubte und er sie verlor, weil er sich anders entschied. Diese Entscheidung korrigiert er und Anakin kommt wieder zum Vorschein, als er Luke rettet und Palpatine in den Schacht wirft.......... aus dem er in irgendeinem Paralleluniversum, in dem noch ne Star Wars Trilogie existiert, wieder rausgekrochen sein soll. Hab ich zumindest gehört. Ist aber mit Sicherheit nur ein Gerücht. Welcher Idiot würde sich sowas einfallen lassen? Palpatine zurückholen... lachhaft. 😂
    • WhiteNightFalcon
      Genauso subtil hat Lucas aber auch das Extreme, die Unkontrollierbarkeit in Anakin gezeigt. Etwa als seine Mutter stirbt und er direkt mal die Sandleute niedermetzelt. Später bereut er das ja Padme gegenüber, als er ihr das erzählt. Auch der Ausraster, als er sich über Obi Wan ärgert, dass der ständig seine Entwicklung ausbremst.Und genau das macht Palpatine zu diesem genialen Manipulator. Er weiß, welche Knöpfe er nach und nach bei Anakin drücken muss. Mal hier, mal da, immer schön Schritt für Schritt.
    • WhiteNightFalcon
      So oft ich die einzig filmhistorisch wertvolle Star Wars Trilogie auch gesehen habe, aber ich hatte NIE das Gefühl, Luke hätte auf die böse Seite wechseln können. Das war glaube für ihn spätestens dann kein Thema mehr, als er Vader den Kopf abschlug und sein eigenes Gesicht zum Vorschein kam und als Yoda ihm zeigte, wozu die Macht in der Lage ist, als er den X-Wing aus dem Sumpf hob. Und nebenbei ich glaube DAS hätten sich selbst JJ Abrabinks und Darth Kennedy nicht getraut, Luke in der neuen Trilogie die Seiten wechseln zu lassen.
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